Aktuelles

Film "Die Anhörung" von Asyl in Deutschland

Auf Initiative des Kölner Flüchtlingsrats entstand ein Video über die Anhörung, das auf 14 Sprachen zur Verfügung steht und hilfreiche Dienste bei der Anhörungsvorbereitung leisten kann.

Das beste Hotel Europas

eine Initiative von welcome2stay, medico international und welcome to Europe

Das City Plaza ist ein Hotel im Herzen von Athen. Es war ein Symbol der griechischen Krise. Jahrelang war es geschlossen, weil der Betreiber keine Löhne mehr zahlte. Heute ist das City Plaza wieder geöffnet und voll belegt. Die neuen Gäste kommen von überall her. Aus Syrien, dem Irak, Pakistan, Iran oder Afghanistan. Die Menschen im Hotel kamen mit nichts und bezahlen nichts. Sie alle sind geflüchtet und viele gehören zu jenen 50.000 Verzweifelten, die derzeit in Griechenland im Nirgendwo und in Elendslagern ausharren, weil das Europa der Zäune sie ausgesperrt hat.

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Abstimmung im Bundesrat zur Einstufung der Maghreb-Staaten als "sichere Herkunftsstaaten" vertagt

Werden Ministerpräsident Kretschmann und die grün-schwarze Landesregierung in den kommenden Verhandlungen Berichte zur Menschenrechtslage ernst nehmen?

Die Bundesregierung hat sich bereits entschieden. Staaten in denen "gefoltert wird, demokratische Grundrechte missachtet und die Menschenrechte verletzt werden" (Pro Asyl, 26.04.16), können Ihrer Meinung nach als "sicher" eingestuft werden. Am 17. Juni entschied der Bundesrat die Entscheidung zu vertagen. Auch Ministerpräsident Kretschmann und die baden-württembergische Landesregierung stehen in der Verantwortung und müssen entscheiden, ob ihrer Meinung nach die Menschenrechte in diesen drei Staaten eingehalten werden und die dortigen Regierungen bestimmte Personengruppen verfolgen. Auch wenn die bisherigen Äußerungen von Ministerpräsident Kretschmann in eine andere Richtung gehen. Wir hoffen weiterhin, dass die baden-württembergische Landesregierung konsequent für die Einhaltung der Menschenrechte eintritt und sich nicht mit einer schwer überprüfbaren Zusage der Bundesregierung für einzelne Gruppen zufriedengibt.
Amnesty International und Pro Asyl haben eine Briefkampagne gestartet um die Ministerpräsidenten noch einmal an Ihre Verantwortung zu erinnern. Die Grünen im Bundestag und in verschiedene Landesregierungen, Menschenrechtsorganisationen, der deutsche Anwaltsverein oder der Lesben- und Schwulenverband kommen zu einem klaren Ergebnis. Diese Länder erfüllen nicht die verfassungsrechtlichen Grundlagen, um als "sicher" eingestuft zu werden. Auch der "Human Rights Report" der US-Regierung benennt "human rights problems" in allen drei Ländern. Wir haben im Folgenden Berichte dieser Organisationen zusammengestellt und sind gespannt, ob die baden-württembergische Landesregierung diese ernst nimmt.

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Nothilfe ist kein Schmuggel

Online-Petition an die Europäische Kommission

Am 14. Januar 2016 haben dänische Freiwillige den Notruf eines sinkenden Schiffes kurz vor der griechischen Insel Lesbos erhalten. Einer von ihnen, Saleem Adeen, berichtet: „Ich konnte die Kinder schreien hören. Ich sah die Verzweiflung in den Augen der Erwachsenen.“ Den rechtlichen Regeln folgend, riefen die Freiwilligen sofort die griechische Küstenwache. Erst danach boten sie den Flüchtlingen ihre Hilfe an. Als die griechische Küstenwache nach Stunden endlich eintraf, verhaftete sie die Freiwilligen. Der Vorwurf: Sie würden Menschen über die Grenze schmuggeln.

Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL fordern Aufnahme von Transitflüchtlingen aus Griechenland

Gemeinsame Pressemitteilung von PRO ASYL und den Landesflüchtlingsräten

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer fordern gemeinsam mit PRO ASYL und zahlreichen Flüchtlingsinitiativen die Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland in Deutschland.

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„Musterländle“ der Abschiebung statt Vorreiter der Integration

Pressemitteilung, 10.06.2016

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg verurteilt die neuen Ausmaße unmenschlicher Abschiebepraxis in Baden-Württemberg. Geflüchtete werden nun direkt aus der Schule oder von Terminen bei der Ausländerbehörde in die Haftanstalt in Pforzheim gebracht und von dort abgeschoben.

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Welcome 2 Stay Konferenz in Leipzig

10.-12. Juni, Leipzig. Zusammenkunft der Bewegungen des Willkommens, der Solidarität, der Migration und des Antirassismus

Einerseits engagieren sich in ganz Deutschland viele Menschen um geflüchtete Menschen zu unterstützen. Anderseits beschließen PolitikerInnen eine Gesetzesverschärfungen nach der anderen und Rassismus und rechte Gewalt tritt auf vielen Ebenen offen zu Tage.
Ein breites Bündnis lädt Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen zu einem gemeinsamen Treffen nach Leipzig ein. In zahlreichen Workshops und Diskussionsrunden soll gesammelt werden, wie Initiativen mit der derzeitigen Situation umgehen und wie eine politische Stimme artikuliert werden kann (beziehungsweise welche Zusammenschlüsse dafür notwendig sind).
Ein ausführliches Programm finden Sie auf der Homepage zur "Welcome 2 Stay" Konferenz. Auf der Homepage finden Sie außerdem eine Schlafplatz- und Mitfahrbörse.
Eine gute Nachricht für alle Menschen, die sich für die Konferenz interessieren, aber keine Zeit haben nach Leipzig zu kommen. Die VeranstalterInnen haben einen Livestream eingerichtet.

Anhörungsvorbereitung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Neue Arbeitshilfe für Vormünder und Begleitpersonen

Die Anhörung – umgangssprachlich auch als „großes Interview“ bekannt – ist das Herzstück eines jeden Asylverfahrens. Das gilt auch bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF), wobei hier gewisse Besonderheiten zu beachten sind. Eine aktuelle Arbeitshilfe des Flüchtlingsrats Thüringen e. V. beschreibt, worauf es vor, während und nach der Anhörung ankommt und wie UMF konkret unterstützt werden können. Die Arbeitshilfe richtet sich vor allem an Vormünder, die UMF im Rahmen des Asylverfahrens vertreten, ist aber gleichermaßen für sonstige Begleitpersonen empfehlenswert.

Traumatisierte Flüchtlinge - Ratgeber für Flüchtlingshelfer

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat einen aktuellen Ratgeber für Flüchtlingshelfer veröffentlicht. Darin werden Begriffe wie "Trauma" oder "Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)" erläutert und konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie traumatisierte Flüchtlinge unterstützt werden können. Für Eltern traumatisierter Flüchtlingskinder hatte die BPtK bereits im April einen eigenen Ratgeber erstellt.

Jetzt Flagge zeigen: Gesundheitskarte für Flüchtlinge auch in Baden-Württemberg Vorrang geben

Pressemitteilung, 02.06.2016

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg warnt vor Populismus in der Flüchtlingspolitik und fordert die Landesregierung dazu auf, die Gesundheitskarte auch in Baden-Württemberg zügig umzusetzen:

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