Bildung & Arbeit

Kostenloser Vorbereitungskurs für Flüchtlinge im Bereich "Bauingenieurwesen"

Die Hochschule für Technik Stuttgart bietet studierfähigen Flüchtlingen einen zweimonatigen kostenlosen Vorbereitungskurs im Bereich Bauingenieurwesen und Architektur an. Der Kurs steht grundsätzlich auch Personen im laufenden Asylverfahren offen, wenn eine Anerkennung wahrscheinlich ist. Kursinhalte sind neben Vorlesungen auch fachbezogener Deutschunterricht sowie Baustellen- und Firmenbesichtigungen. Anmeldeschluss für den am 17.10.2016 beginnenden Kurs ist der 10. Oktober. Voraussetzung für eine Teilnahme sind Abitur bzw. ein Bachelor-Abschluss sowie Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1. Nähere Informationen in deutscher und englischer Sprache ergeben sich aus dem Flyer.

Schule für Alle

Neue Kampagne von Flüchtlingsräten, PRO ASYL, GEW und Jugendliche ohne Grenzen

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor.  Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen. Daher haben die Flüchtlingsräte, PRO ASYL, die GEW und Jugendliche ohne Grenzen die Kampagne "Schule für Alle" ins Leben gerufen.

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Gesucht: Integrationshilfen für junge Flüchtlinge

Suche nach Senior Experten für ein Projekt von SES und LBBW zur Unterstützung junger Flüchtlinge in VABO-Klassen

Der Senior Expert Service (SES) bietet den VABO-Klassen unterrichtsflankierende Hilfestellungen an. Je nach Bedarf betreuen die Expertinnen und Experten kleine Lerngruppen oder einzelne Flüchtlinge im Schulalltag, helfen bei Behördengängen oder der Organisation von Betriebsbesichtigungen und Nachmittagsaktivitäten – immer ehrenamtlich. „Unsere Fachleute bringen große Lebens- und Berufserfahrung mit. Genau das wird den Schülerinnen und Schülern der VABO-Klassen eine große Hilfe sein“, betont SES-Geschäftsführerin Dr. Susanne Nonnen.
Für bis zu 100 Experteneinsätze in VABO-Klassen übernimmt die LBBW die anfallenden Fahrtkosten und eine Aufwandsentschädigung. Für die beruflichen Schulen sind diese Einsätze damit kostenlos.Die ExpertInnen sind während ihrer Einsätze für SES versichert.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.ses-bonn.de

SomalierInnen haben Zugang zu Integrationskursen

Das Bundesinnenministerium hat Somalia in die Liste der Herkunftsländer mit sogenannter guter Bleibeperspektive aufgenommen. Diese Liste umfasst damit nun fünf Länder. Das heißt konkret, dass ab dem 1. August 2016 - neben den bereits bekannten Ländern Eritrea, Iran, Irak und Syrien- auch Personen aus Somalia bereits im laufenden Asylverfahren einen durch das Bundesamt gefördert Integrationskurs besuchen können.

hr_integrate - Personalprofis unterstützen Geflüchtete

Ziel von ‚hr_integrate‘ ist, dass deutsche ‚Personaler‘ als Mentoren geflüchtete Menschen auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt individuell unterstützen und begleiten. Ein Personal-Profi betreut jeweils einen oder mehrere geflüchtete Menschen vor Ort. Personaler und Geflüchtete/r werden via Website (http://hr-integrate.com) zusammengebracht und arbeiten dann gemeinsam am Berufseinstieg des/ der Geflüchteten.

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Studie zum Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen aus Bayern

Der bayerische Flüchtlingsrat hat in einer Studie anhand von vier Orten in Niederbayern untersucht, wie es um die Erreichbarkeit von Deutschkursen, Ausbildung und Arbeit bestellt ist. Das Fazit: Der Wohnort allein entscheidet nicht über den Zugang zur Arbeit. Für viele Flüchtlinge erweist sich aber die Kombination zwischen eingeschränkter Mobilität und restriktiver Praxis der Ausländerbehörden als eine hohe Barriere. Die Studie konzentriert sich zwar auf noch nicht anerkannte bzw. abgelehnte AsylbewerberInnen, ihre Ergebnisse lassen sich jedoch auch im Hinblick auf die geplante Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge interpretieren. „Unsere Erfahrung zeigt: in den meisten Fällen ist die Wohnsitzauflage für Flüchtlinge integrationsfeindlich. Die Wohnsitznahme sollte freiwillig erfolgen, dies unterstützt die Integration in Bildung und Arbeit. Wenn auf dem Land für Flüchtlinge erreichbare Angebote existieren, dann werden viele in ihren Ortschaften bleiben. Das ist aber vielerorts nicht der Fall,“ so Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat. „eine erzwungene Wohnsitznahme widerspricht nicht nur dem Freizügigkeitsgrundsatz, sie verhindert Integration und wird zahlreiche Folgeprobleme nach sich ziehen.“

RP Stuttgart bearbeitet Zeugnisanerkennungsanträge nur noch bei Personen mit "Bleibeperspektive"

Die Anerkennungsstelle für schulische Bildungsnachweise aus dem Ausland beim Regierungspräsidium Stuttgart hat bereits im März 2016 eine interne Regelung verabschiedet, nach der Anträge zur Gleichwertigkeitsprüfung von Schulzeugnissen nur noch bei solchen Personen angenommen und bearbeitet werden, die einen Aufenthaltstitel haben, mindestens jedoch eine Aufenthaltsgestattung. Als Grund wurde die hohe Zahl an Anträgen angegeben. Diese Praxis schließt Personen aus, die noch keine Aufenthaltsgestattung durch das BAMF erhalten haben. Explizit ausgeschlossen wird die Bearbeitung von Anträgen von Personen aus sicheren Herkunftsländern nach § 29a Asylgesetz. Bei einer Duldung muss nachgewiesen werden, dass die Duldung "auf Dauer erfolgt". Der Umgang des RP Stuttgart widerspricht der Tatsache, dass der Aufenthaltsstatus für die Berechtigung für eine Antragstellung nicht relevant ist. Auf der Webseite des RP ist hierzu folgender Satz vermerkt: "Wir sind nur dann für Sie zuständig, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Baden-Württemberg haben, oder schriftlich mitteilen, wo Sie sich für eine Aus- oder Weiterbildung, eine Beschäftigung ... in Baden-Württemberg beworben haben oder bewerben wollen."

Riesige Nachfrage nach Stipendienprogramm für Flüchtlinge aus Syrien

Siebenmal mehr Bewerber_Innen als vorhandene Plätze

Nach Ende des Bewerbungsschlusses haben sich 335 syrische Flüchtlinge auf das „Baden-Württemberg-Programm“ beworben. 55 Menschen können über dieses Programm gefördert werden. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer stellte richtigerweise fest: „Der deutlich gestiegene, immense Zuspruch zeigt, wie groß das Potential unter den Flüchtlingen ist“.
In einem nächsten Schritt werden die 55 Stipendiat_Innen ausgewählt, die letztendlich das Stipendium bekommen. Ob es nach dem großen Erfolg weitere Programme (evtl. auch für Angehörige anderer Herkunftsländer) geben soll ist angefragt.

Weiterbildungen zum/r Integrationskursdozent/in an PHs in Baden-Württemberg

Ab dem Sommersemester 2016 bieten mehrere Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg die Zusatzqualifikation Deutsch als Zweitsprache vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an, mit der man in Integrationskursen unterrichten darf. Teilweise sind die Angebote kostenfrei bzw. stark kostenreduziert. Die Zulassungskriterien finden Sie auf den Internetseiten der einzelnen Hochschulen (PH Karlsruhe, PH Ludwigsburg, PH Schwäbisch-Gmünd). 

Qualifizierungsprojekt für MigrantInnen im Ostalbkreis

Das Bauhandwerk im Ostalbkreis hat am 9. März ein Qualifizierungsprojekt gestartet, mit dem 15 männliche Migranten im Alter von 20 bis 25 Jahren auf eine Ausbildung im Bauhandwerk vorbereitet werden sollen. Das auf sechs Monate angelegte Projekt umfasst berufsbezogenen Deutschunterricht, Fachunterricht sowie Bewerbungstraining. Für die Praktika werden noch teilnehmende Betriebe im Ostalbkreis gesucht.