Bildung & Arbeit

Das bewegte ABC

Auf der Webseite www.das-bewegte-abc.de können Flüchtlingshelfer für Kinder zur Sprachförderung ab sofort kostenfreies Lehr- und Lernmaterial mit umfangreichen Spielideen herunterladen. Der Einsatz dieser Spielideen läßt sich auch ohne lehrpädagogische Ausbildung von Menschen, die Freude am Sprechen und gemeinsamen Bewegen haben, durchführen. Mit dem bewegten ABC lernen die Kinder vorrangig über den Klang der Sprache und der einzelnen Laute die deutsche Sprache kennen. Wenn das Sprechen erst einmal klappt, kann das Lesen und Schreiben leichter gelernt werden. Liebevoll gemalte Tierfiguren für jeden Buchstaben verzaubern die Kinder und nehmen ihnen die Angst vor dem Fremden. Freudevoll lernen sie so die deutsche Sprache. Das ABC regt in vielfältiger und musikalischer Weise die Eigeninitiative der Kinder zum Lernen an. Es ist als Anfangs- und Ergänzungslektüre mit jeder Fibel und jeder Schreib- und Leselernmethode vereinbar.

Bundesfachverband UMF kritisiert geplante Bildungsverbote für Geduldete

Der Entwurf zum "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz" sieht unter anderem vor, dass geduldete Personen aus sicheren Herkunftsstaaten oder Geduldete, deren Aufenthalt nach Ansicht der Behörden aus selbst zu vertretenden Gründen nicht beendet werden kann, einem Bildungsverbot unterliegen (geplanter § 60a Abs. 6 AufenthG). Solte das neue Gesetzespaket in dieser Form beschlossen werden, wäre diesen Personengruppen die Aufnahme oder Fortführung einer Bildungsmaßnahme, die nicht der allgemeinen Schulpflicht unterliegt, untersagt. Dies würde bei jungen Flüchtlingen zu einer Kindeswohlgefährdung durch Dauerkasernierung führen und "alle Erfolge zunichte [machen], die durch Jugendhilfe und Schulen bislang erreicht worden sind", so der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge.

Welcome2Work – eine gemeinnützige Jobplattform für Flüchtlinge

Selbstdarstellung: Vor circa zwei Monaten wurde diese Initiative durch Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ins Leben gerufen. ... Welcome2Work (welcome2work.de) ist ein internetbasiertes Jobportal, das sich speziell an Asylbewerber richtet. Das Ziel ist es, die Arbeitssuche für Asylbewerber in Deutschland zu erleichtern und Unternehmen Zugang zu einem bisher unbeachteten Bewerberpool an qualifiziertem Personal zu bieten.

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Erleichterter BAföG-Zugang kommt früher als geplant – Asylbewerber bleiben aber weiter ausgeschlossen

Ab dem 01.01.2016 können Geduldete und Inhaber bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel schon nach einem Aufenthalt von 15 Monaten Ausbildungsförderung nach dem BAföG beantragen. Das teilten die Bundesministerien für Arbeit und Soziales sowie für Bildung und Forschung (BMAS/BMBF) in zwei Pressemitteilungen vom 12.08.2015 mit. Zuvor hatte das Bundeskabinett den entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Eigentlich sollte die Fristverkürzung erst am 01.08.2016 in Kraft treten. Aktuell gilt für die Betroffenen noch eine Wartefrist von vier Jahren.

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Mehr Praktika sind künftig zustimmungsfrei

ab 1. August Änderung der Beschäftigungsverordnung

Mit einer Änderung der Beschäftigungsverordnung sind seit 1. August für Asylbewerber und Geduldete mindestlohnfreie Praktika vom Zustimmungserfordernis der Bundesagentur für Arbeit ausgenommen. Die Regelung gilt für Pflichtpraktika, Praktika mit einer Dauer von bis zu drei Monaten, die zur Orientierung für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder eines Studiums dienen, ausbildungs- bzw. studienbegleitenden Praktika mit einer Dauer von bis zu drei Monaten sowie Einstiegsqualifizierungen oder Maßnahmen der Berufsausbildungsvorbereitung.

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Bayerischer Flüchtlingsrat: "Arbeitsverbote sind Makulatur. Europäische Richtlinie verbietet Arbeitsverbote zur Abschreckung"

Am 31.03.2015 wies das bayerische Innenministerium alle Ausländerbehörden an, AsylantragstellerInnen aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ sowie Flüchtlinge, deren Antrag als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt worden ist, keine Arbeits- oder Ausbildungserlaubnis mehr zu gewähren oder zu verlängern. Seither haben zahlreiche Flüchtlinge ihre Arbeitsplätze verloren, müssen tatenlos in Unterkünften sitzen, werden von allen Möglichkeiten einer Aufenthaltsverfestigung durch Arbeit oder absolvierte Ausbildungen ausgeschlossen. Die Verbote zielen auf Flüchtlinge aus dem Balkan, treffen aber auch Personen zahlreicher anderer Herkunftsländer.

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Sachverständigenrat Migration: Junge Flüchtlinge - Zugang zu Bildung und Ausbildung sicherstellen

Eine Kurzinformation des SVR-Forschungsbereichs vergleicht die Altersstruktur der Flüchtlinge mit der der deutschen Bevölkerung. Das Ergebnis: Asylsuchende sind im Schnitt deutlich jünger: Über die Hälfte ist unter 25 Jahren. In der deutschen Bevölkerung beträgt der Anteil dieser Altersgruppe nur knapp ein Viertel. Zwischen 2005 und 2014 hat sich die Zahl der unter 25-jährigen Flüchtlinge zudem von 27.301 auf 115.900 mehr als vervierfacht. Länder und Kommunen stehen somit vor der Herausforderung, den Besuch von Kindertagesstätten und Schulen zu ermöglichen und das Recht auf Bildung zu gewährleisten. Eine Voraussetzung für die Integration in den Arbeitsmarkt und damit ein wichtiger Baustein zur Eröffnung von Teilhabe- und Zukunftschancen ist es auch, jungen Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen.

Bundesregierung beschließt erleichterten Zugang zu Praktika für Asylsuchende und Geduldete

Asylsuchende und Geduldete sollen in Zukunft leichter Praktika absolvieren können. Eine entsprechende Änderung der Beschäftigungsverordnung hat das Bundeskabinett bereits beschlossen. Das geht aus einer aktuellen Presserklärung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vom 29.07.2015 hervor.

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3. Bildungsbericht 2015

Zahlen und Fakten zur Sprachförderung von Flüchtlingskindern

„Das Erlernen der deutschen Sprache ist wesentlich für die soziale Integration der Kinder“, stellte Kultusminister Andreas Stoch am 15. Juni bei der Vorstellung des 3. Bildungsberichts von Baden-Württemberg fest. Darin werden unter anderem die Sprachfördermaßnahmen für Kinder mit Migrationshintergrund an Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufsschulen dargestellt.

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Lehrerverbände fordern Ausbau der Berufsschulbildung für Flüchtlinge

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen fordert der Berufsschullehrerverband (BLV) 240 zusätzliche Lehrer/innenstellen an den beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Diese sollen durch Stellen für die Schulsozialarbeit sowie für pädagogische Assistenten/innen ergänzt werden. Herbert Huber, der Vorsitzende des BLV, drängt außerdem auf eine Ausweitung der Berufsschulpflicht auf Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Bislang endet die Pflicht zum Berufsschulbesuch mit 18 Jahren. Unterstützt wird der Berufsschullehrerverband in dieser Forderung von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Der Oberbürgermeister von Schwäbisch-Gmünd, Richard Arnold, regte kürzlich sogar die Einführung einer generellen Berufsschulpflicht für Flüchtlinge an.

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