Flüchtlingsarbeit BW - landesweit

Helferwissen

Anleitungen und Ideen für Projekte mit Flüchtlingen

Helferwissen ist eine kostenlose Ideen- und Wissensplattform, die das Engagement für Flüchtlinge unterstützt. Auf der Homepage werden Erfahrungen erfolgreich durchgeführter Projekte gesammelt und in online verfügbaren Anleitungen zur Verfügung gestellt, um Helfer*innen bei der Umsetzung eigener Initiativen zu inspirieren.

Rund 1500 Menschen demonstrierten gegen neue Asylgesetze

„Niemand flieht ohne Grund – Solidarität statt Asylrechtsverschärfung“

17.10.2015 Pressemitteilung des Freiburger Forums aktiv gegen Ausgrenzung

Kälte und Regenwetter zum Trotz demonstrierten  an die 1500 Menschen heute in Freiburg gegen das gestern beschlossen Asylbeschleunigungsgesetz. Gemeinsam zogen sie durch die Innenstadt: Flüchtlinge - darunter viele Roma aus dem Westbalkan und auch BewohnerInnen der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle (BEA) –, UnterstützerInnen und flüchtlingssolidarische Gruppen, so die Rasthausgruppen und Mitglieder des baden-württembergischen Flüchtlingsrats. Aufgerufen hatte das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung.

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Mit frischer Kleidung und Kraftriegeln vom Schwarzwald aus Richtung Südeuropa

Am 1. Oktober startet Karin Schmidtke für 15 Tage nach Südeuropa. Mit dabei ein mit Hilfsgütern vollbeladener Sprinter und viel Optimismus, um vor Ort insbesondere Kriegsflüchtlingen Hilfestellungen zu geben. Mit der frischen Kleidung sollen vor allem die hygienischen Verhältnisse unterstützt werden. Geholfen werden soll außerdem mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Windeln. (Wird aus Platzgründen vor Ort besorgt). Da sich die Lage vor Ort ständig ändert, ist eine gewisse Flexibilität sinnvoll. Als Ziel steht im Moment der Norden Kroatiens an der Ecke zu Ungarn im Fokus. Dazu soll eine aktuelle Berichterstattung und Dokumentation vor Ort stattfinden. Laufende Informationen zum Projekt findet man unter http://fluechtlingsreportage.blogspot.de/ 

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Kleiderspenden für Transitflüchtlinge gesucht

Eine Gruppe von Engagierten aus der Flüchtlingshilfe aus Baden-Württemberg reist im Oktober 2015 10 Tage lang in die West-Balkanstaaten Serbien und Mazedonien. Dabei soll die Gelegenheit genutzt werden, um den vielen Transitflüchtlingen, die derzeit auf der "Balkanroute" unter schwierigen Bedingungen unterwegs sind, Kleidung zukommen zu lassen, die sie gegen die Kälte schützt. Es werden hierfür bevorzugt gewaschene wetterfeste und warme Jacken und Mäntel für Kinder und Erwachsene gesammelt, schnell trocknende Decken und Schlafsäcke (keine Wolle oder Daunen) sowie wetterfeste Schuhe (Gummistiefel für Kinder).*
*Kontakt:* andreasl@posteo.de
Auch Geldspenden sind willkommen: Andreas Linder GLS Bank, IBAN: DE55 4306 0967 7007 8401 00, BIC: GENODEM1GLS, Verwendungszweck: Flüchtlinge.

siehe auch Artikel: Balkanreise von Engagierten aus der Flüchtlingshilfe im Oktober

Landesfamilienrat unterstützt Kampagne gegen die Dublin III Verordnung

Der Landesfamilienrat erklärt dazu in einer Stellungnahme: „Menschen auf der Flucht, insbesondere Familien, benötigen sichere und geregelte Zugangsmöglichkeiten in Länder, in denen es ein gerechtes Asylverfahren gibt und keine staatlich geregelte „Vertreibung“. Vor dem Hintergrund der Dublin-Verordnung werden viele Flüchtlinge in Europa hin- und hergeschoben, in Haft genommen oder landen obdachlos auf der Straße. Das Dublin-System ist in mehrfacher Hinsicht ungerecht und funktioniert nach dem St. Florians-Prinzip. Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg unterstützt - solidarisch mit dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg – die Kampagne ‚Wir treten ein‘  von Pro Asyl. Neben der Aufnahme und Versorgung von bedrohten und vertriebenen Menschen in den Ländern der EU, muss es auch um sichere Fluchtwege und um ein solidarisches Europa gehen. Nicht zuletzt müssen wir uns verstärkt den Fluchtursachen zuwenden, wegen derer Menschen ihre Heimat verlassen und sich auf einen gefährlichen und beschwerlichen Weg machen.

Kiron-Universität: Fernstudium für Flüchtlinge

Flüchtlinge, die regulär in Deutschland studieren möchten, müssen grundsätzlich ihre Identität, Deutschkenntnisse sowie Schulabschlüsse nachweisen. Nur sehr wenigen ist dies aus naheliegenden Gründen möglich. Um Flüchtlingen dennoch die Aufnahme eines Studiums zu ermöglichen, haben zwei junge Deutsche die Kiron-Universität gegründet (bisheriger Arbeitstitel: Wings-University). Im Oktober sollen die ersten Studiengänge starten. Bisher haben sich bereits 5.000 Asylsuchende beworben, die meisten stammen aus Syrien. Damit das Studium auch finanziell niederschwellig ist, werben die Gründer der Kiron-Universität derzeit über Crowdfunding Spendengelder ein.

Kostenlose Bahntickets für Flüchtlinge und ihre BegleiterInnen

Um einen Asylantrag zu stellen, müssen sich Flüchtlinge in die Erstaufnahmestellen begeben. Meistens geschieht dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln, für die Asylsuchende in der Regel kein Geld haben. Das hat auch die Deutsche Bahn erkannt und befördert daher ab sofort Flüchtlinge und ihre BegleiterInnen unter bestimmten Bedingungen kostenlos. So erhalten Flüchtlinge nach Abgabe ihres Asylgesuchs (z.B. bei der Ausländerbehörde oder Polizei) einen Gutschein, den sie in den Reisezentren der Deutschen Bahn gegen ein Ticket für die Fahrt in die Erstaufnahmestelle eintauschen können. Sollten Flüchtlinge dennoch ohne Fahrschein in den Zügen angetroffen werden, erhalten Sie im Zug einen Ersatzfahrschein. Im Zweifelsfall entscheiden die Schaffner darüber, ob es sich bei einem Fahrgast tatsächlich um eine/n Asylbewerber/in handelt.

Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit (NIFA)

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg ist seit Juli 2015 Projektpartner im "Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit (NIFA)" (ehemals: Netzwerk Bleiberecht Stuttgart-Tübingen-Pforzheim).

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Asylsuchende ohne Asylantragstellung erhalten in Baden-Württemberg derzeit Duldungsbescheinigungen

Als „Interrimslösung“ hat das baden-württembergische Innenministerium "seine" Ausländerbehörden angewiesen, Asylsuchenden, die bislang keinen Asylantrag stellen konnten, eine Duldungsbescheinigung auszustellen.

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Text- und Bildbeiträge von Flüchtlingen für den Rundbrief des Flüchtlingsrates gesucht

Von 2004 bis 2007 hat der Flüchtlingsrat zum Tag des Flüchtlings eine Zeitschrift mit Beiträgen von Flüchtlingen ("xclusiv") herausgegeben. In diesem Jahr würden wir diese Tradition gerne wiederaufleben lassen, benötigen dafür aber die Unterstützung von den Ehrenamtlichen, die sich lokal für Flüchtlinge engagieren. Über die Zusendung von Text- und Bildbeiträgen von Flüchtlingen (idealerweise auf Deutsch und in der Muttersprache) bis zum 21. August 2015 an info@fluechtlingsrat-bw.de freuen wir uns sehr.