Flüchtlingsarbeit BW - landesweit

Kundgebung zum Flüchtlingsgipfel am 27.7.2015 - Redebeitrag Dr. Manfred Budzinski

Anlässlich des 2. Flüchtlingsgipfels in Baden-Württemberg hatte der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg unter der Überschrift "Humanität muss weiter Vorrang haben!" zu einer Kundgebung aufgerufen. Den überarbeiteten Redebeitrag von Dr. Manfred Budzinski, Mitglied des erweiterten Vorstands des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg, finden Sie hier.

Kundgebung beim Flüchtlingsgipfel

DemonstrantInnen auf dem Schlossplatz fordern humane Flüchtlingspolitik.

Unter dem Motto "Humanität muss weiter Vorrang haben!" mobilisierte der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg zu einer Kundgebung am Tag des Flüchtlingsgipfels. Etwa 100 Menschen versammelten sich am Schloßplatz. „Asyl ist Menschenrecht“, „Flüchtlingsschutz statt Rumgeschiebe“, "Roma haben kein sicheres Herkunftsland" und „Refugees Welcome“ stand auf den Transparenten und Schildern. Der "Roma Balkan Express" vom Bodensee spielte auf. Da außer dem Flüchtlingsrat keine VertreterInnen der oft gelobten ehrenamtlichen Initiativen zum Flüchtlingsgipfel geladen waren, forderten die DemonstrantInnen einen zeitnahen „ehrenamtlichen Flüchtlingsgipfel“ mit Ministerpräsident Kretschmann.

Weiterlesen …

Helping Hands - Flüchtlinge helfen Flüchtlingen

Best-Practice-Modell aus Viernheim (Hessen)

In Viernheim, Nähe Mannheim, gibt es eine bundesweit einzigartige Initiative: Im Rahmen des Projekts "Helping Hands" beraten junge Asylsuchende andere Flüchtlinge. Wie andere Asylbewerber/innen auch wohnen die Engagierten in den Viernheimer Unterkünften und fungieren dort als Ansprechpartner für die Bewohner/innen. Daneben unterhält die Initiative seit Anfang des Jahres ein "Integrationsbüro".

"Wir sind viele: Für das Recht zu kommen und zu bleiben"

Über 150 Vertreter/innen von Kirche, Politik und Zivilgesellschaft haben vor dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart zu mehr Unterstützung für Geflüchtete aufgerufen. "Wir wollen mit dem Appell das Netzwerk der Hilfe, des Willkommens und der Unterstützung für Flüchtlinge überall in Deutschland stärken und sichtbarer machen", so Landesbischof Gerhard Ulrich von der Nordkirche. Flüchtlinge sind ein zentrales Thema des Kirchentages.

Lehrmaterial: Deutschkurs für Asylbewerber

Der ehrenamtliche Helferkreis Thannhausen (Bayern) hat ein Arbeitsheft konzipiert, das für den Deutschunterricht mit Asylsuchenden eingesetzt werden kann. Weitere Informationen finden Sie im PDF oder auf der Internetseite zum Projekt.

Programm "Gemeinsam in Vielfalt" fördert lokale Bündnisse der Flüchtlingshilfe

Die Landesregierung will die Lebenssituation von Flüchtlingen durch bürgerschaftliches Engagement verbessern. Dazu fördert sie den Auf- oder Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe, in denen gemeinsam mit den Flüchtlingen neue Wege des Zusammenlebens entwickelt und erprobt werden. Das Förderprogramm soll dazu beitragen, dass in der gesamten Fläche des Landes Bündnisse für Flüchtlingshilfe existieren. Anträge können allerdings nur von Kommunen / Landkreisen und Liga-Verbandsorganisationen gestellt werden. Bewilligungsbehörde ist das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren. Antragsfrist ist der 30. Juni 2015.

Kulturpreis der LAKS für Kulturarbeit mit Flüchtlingen ausgeschrieben

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren Baden-Württemberg e.V. schreibt für 2015 den Amalie und Theo Pinkus-Preis für Engagement zur Schaffung von Freiräumen für Flüchtlinge aus. Aufgerufen sind Künstler/innen, die Flüchtlingen einen geschützten Raum bieten, in dem diese sowohl ihre Erfahrungen mit der Flucht als auch ihre aktuelle Situation reflektieren können.

Staatsministerium fördert ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Die für das bürgerschaftliche Engagement zuständige Staatsrätin Gisela Erler (Grüne) hat schon vor dem Flüchtlingsgipfel im Oktober 2014 einen Runden Tisch mit Vertreter/innen von Ministerien, Verwaltungen, Kommunen, Kirchen und Organisationen der Flüchtlingshilfe eingerichtet. Ziel war die Erarbeitung eines Maßnahmenpakets zur Förderung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Das Programm mit einem Volumen von ca. 1,5 Millionen Euro wurde Ende Dezember öffentlich ausgeschrieben. Den Auftrag erhielt die Stuttgarter non profit-Agentur em-faktor. Diese soll im Laufe des Jahres 2015 einen monatlichen Newsletter und ein Handbuch zur Flüchtlingsarbeit herausgeben sowie drei größere Veranstaltungen mit dem Titel „Forum Flüchtlingshilfe“ durchführen. Der erste Newsletter erschien Ende März. Mehr Informationen: www.fluechtlingshilfe-bw.de

Evangelische Landeskirche richtet „Regionale Koordinierungsstellen Flüchtlingsarbeit“ ein und fördert Kleinprojekte mit und für Flüchtlinge

Zwölf Koordinierungsstellen für die Flüchtlingsarbeit vor Ort nehmen bei der württembergischen Diakonie ihre Arbeit auf. „Mit unserer Flüchtlingsarbeit setzen wir uns für gegenseitigen Respekt sowie für Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Menschen ein“, so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. Das erste Treffen der neuen Mitarbeitenden fand zum Internationalen Tag gegen Rassismus statt. Die zwölf neuen Mitarbeitenden begleiten und koordinieren das Engagement Ehrenamtlicher auf Kirchenbezirksebene.

Weiterlesen …

BW Stiftung fördert Projekte ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit

Mit dem Programm „Willkommen in Baden-Württemberg! Engagiert für Flüchtlinge und Asylsuchende“ fördert die Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Integration Baden-Württemberg Projekte zur Unterstützung von Asylsuchenden und Flüchtlingen durch ehrenamtlich Engagierte. Der Fokus des Engagements soll sich auf die Themen „Sprache“ sowie „Ausbildung bzw. Arbeit“ richten. Voraussetzung für eine Förderung ist dabei die spezifische Qualifizierung der Engagierten für die Begleitung der Asylsuchenden und Flüchtlinge in den Bereichen „Sprache“ sowie „Ausbildung bzw. Arbeit“. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Vereine/Organisationen oder öffentlich-rechtliche Körperschaften. Bewerbungsschluss ist der 29. Mai