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"Musterländle für Abschiebungen" hat in diesem Jahr bereits 3215 Menschen abgeschoben

Ehrenamtliche werden immer lauter gegen die aktuelle Abschiebepolitik

3215 Menschen wurden allein in diesem Jahr gegen ihren Willen in die Länder zurückgebracht aus den sie fliehen mussten. 3215 Menschen die hier Schutz suchten und häufig von Ehrenamtlichen unterstützt wurden.
Die grün-geführte Landesreigerung in Baden-Württemberg scheint die klare Entscheidung getroffen zu haben, ihre Politik an Hardlinern und Rechtspopulisten auszuricheten und Abschiebungen um jeden Preis zu erzwingen.
Insgesamt wurden Menschen in 69 verschiedene Länder abgeschoben (hier finden Sie die Zielländer und Abschiebezahlen detailliert aufgeführt). Darunter Länder deren Alltag von kriegerischen Auseinandersetzung und Terroranschlägen bestimmt ist (wie Afghanistan Irak oder Pakistan), Länder, in denen Despoten Minderheiten verfolgen lassen (wie Iran oder Türkei) oder auch Länder, die selber in so instablien Situationen sind, dass Abschiebungen immer auch ein Risiko für die Entwicklung des Ursprungslandes darstellen (wie Gambia oder Libanon).
Besonders häufig sind Menschen aus den Staaten des Westlbalkans getroffen. Fast wöchentlich starten Abschiebeflieger vom „Baden-Airpark“. Häufig sind Familien und Angehöriger der diskriminierten Roma-Minderheit von diesen Abschiebungen betroffen. Allein in den Kosovo wurde in diesem Jahr 808 Menschen abgeschoben. Nur zu Erinnerung: Baden-Württemberg hat als eine der wenigen Bundesländer einen Staatsvertrag mit den deutschen Sinti und Roma, indem sie unter anderem die „besondere geschichtliche Verantwortung gegenüber Sinti und Roma“ betonen. Nach Expert*innenmeinung sind viele der heute Abgeschobenen direkte Nachfahren von in der Nazizeit getöteten Menschen.
Bei Aktiven in der Flüchtlingsarbeit wächst der Protest gegen die aktuelle Asyl- und Flüchtlingspolitik. Am kommenden Samstag (09.01) um 14 Uhr findet in Stuttgart (Lautenschlagerstraße / Gegenüber vom Hbf) die große landesweite Demonstration "Für eine Welt, in der niemand fliehen muss" statt. Über 50 Organisationen, die ein breites Spektrum abdecken - politische Gruppen, ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen, kirchliche Gruppen und viele mehr, haben den Aufruf unterzeichnet. In zwölf Städten gibt es Treffpunkte für eine gemeinsame Anreise. Nähere Infos, mehrsprachige Aufrufe und die genauen Abfahrtszeiten der einzelnen Orten sind auf der Homepage flucht-demo.de zu finden.
Weiterhin läuft die Petition "Wir Ehrenamtliche fordern: Kein Rollback in der Flüchtlingspolitik", die bereits von über 4000 Menschen unterzeichnet wurde und immer noch hier unterzeichnet werden kann.

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