Rassismus & Rechtsextremismus

Bilder gegen Bürgerängste

Illustrationen gegen Vorurteile

"Angst ist ein schlechter Ratgeber. Unsere Vorsätze für 2016: Weniger Angst haben - mehr Wissen"
Eine Gruppe von bekannten deutschen ZeichnerInnen hat 15 Illustrationen zu gängigen Vorurteilen, und deren Entkräftung durch Fakten, gezeichnet.
Die Illustrationen mit dem Titel "Bildkorrektur - Bilder gegen Bürgerängste" sind auf dem Blog der ZeichnerInnen zu finden.

Brand in Heim für jugendliche Flüchtlinge in Ruppertshofen

In der Silvesternacht brannte ein vor Kurzem aufgemachtes Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Ruppertshofen (Ostalbkreis) Laut Polizei deute aufgrund erster Auswertung von Brandspuren nichts auf eine Brandstiftung. Das Feuer brach in einer Garage aus und griff auf das Haupthaus über, in dem die jugendlichen Flüchtlinge von ihrem Betreuer geweckt und sich in Sicherheit bringen konnten. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro.

Brandanschlag am Weihnachtstag

In der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag verübten Unbekannte einen Brandschlag auf eine im Rohbau befindliche Flüchtlingsunterkunft für 120 Personen in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis). Da das Feuer schnell entdeckt und gelöscht wurde, beläuft sich der Schaden nach Angaben von Feuerwehr und Polizei auf rund 20.000 Euro. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Noch am Weihnachtsabend hielten rund 300 Bürger/innen eine Mahnwache ab. Oberbürgermeister Richard Arnold verurteilte den Anschlag scharf.

Starke Zunahme von Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte - so gut wie keine Aufklärung

Nach einer aktuellen Recherche der "Zeit" gab es im Jahr 2015 bisher 222 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Insbesondere die Zahl der Brandanschläge auf bewohnte Unterkünfte hat demnach stark zugenommen. Entgegen der Beteuerung von Politiker/innen, dass mit der ganzen Härte des Rechtsstaats gegen die Täter/innen vorgehe, kommt die Recherche zu dem Ergebnis, dass es noch so gut wie keine Ermittlungserfolge gebe: "Nur in vier Fällen haben Gerichte bisher Täter verurteilt, in weiteren acht Fällen wurde Anklage erhoben. Das sind gerade einmal fünf Prozent aller Angriffe. In weniger als einem Viertel aller Fälle konnte die Polizei überhaupt einen Tatverdächtigen ermitteln. Fast alle Taten sind also bis heute nicht aufgeklärt. Elf Prozent der Verfahren wurden mittlerweile sogar ganz eingestellt. Und das, obwohl schon 104 Menschen bei Übergriffen verletzt wurden." In Baden-Württemberg gab es in 2015 17 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, darunter 7 Brandstiftungen.

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte steigen stark an - auch im Südwesten

Bis Ende August wurden mehr als 340 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Das sind bereits doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Auch in Baden-Württemberg hat die Zahl von Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte stark zugenommen. Am 24. August wurde in Weissach im Tal (Rems-Murr-Kreis) eine geplante Flüchtlingsunterkunft niedergebrannt. Am 18. September wurden in Riedlingen vor einer Sammelunterkunft Papiercontainer angezündet und Hakenkreuze geschmiert. In der Nacht vom 19. auf den 20. September verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Wertheimer Turnhalle (Main-Tauber-Kreis), die für die Unterbringung von mehr als 300 Asylsuchenden vorgesehen war. Am 29. September brannte die Außenwand eines Gebäude in Oberteuringen (Bodenseekreis), das für die Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut wird. 

Brandanschlag auf geplante Notunterkunft in Wertheim

In der Nacht vom 19. auf den 20. September verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Wertheimer Turnhalle, die für die Unterbringung von mehr als 300 Asylsuchenden vorgesehen war. Nun ist das Gebäude einsturzgefährdet und nicht mehr nutzbar. In derselben Nacht zündeten Unbekannte in Riedlingen Müllcontainer vor einer bewohnten Flüchtlingsunterkunft an und sprühten Hakenkreuze an die Fassade.

Bundesjustizminister Heiko Maas hat mit Besorgnis auf die zunehmenden Übergriffe auf Flüchtlingsheime reagiert. Jeder Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim sei ein Anschlag auf unsere Gesellschaft, schrieb der Justizminister auf Twitter.

2015 bereits 24 fremdenfeindliche Vorfälle im Südwesten

Die Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentieren laufend fremdenfeindliche Vorfälle aus ganz Deutschland. Bundesweit wurden bis Mitte September 2015 305 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. In Baden-Württemberg gab es im laufenden Jahr bereits 24 flüchtlingsfeindliche Vorfälle, davon 4 Brandanschläge, eine Kundgebung, einen tätlichen Übergriff und 18 sonstige Angriffe auf Unterkünfte.

Container-Unterkunft in Rottenburg abgebrannt

Brandursache noch unklar

In der Nacht von Sonntag auf Montag brach ein Brand in einer Container-Unterkunft in Rottenburg (Kreis Tübingen) aus. Die ca. 80 Bewohner/innen, die mehrheitlich aus den Balkanstaaten und Gambia kommen, konnten sich rechtzeitig retten, verloren aber ihre gesamte Habe. 6 Personen wurden verletzt, vier davon mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Flüchtlinge wurden noch in der Nacht in eine Sporthalle in Tübingen verlegt. Um die Ursachen des Brandes aufzuklären, braucht die 25-köpfige Ermittlungsgruppe nach eigenen Angaben ein paar Tage. Eine rassistischer Anschlag ist nicht auszuschließen. Nach Aussagen der Feuerwehr brach der Brand im 1. Stock eines Containers aus und griff aufgrund der Sogwirkung schnell auf andere Container über. Die Antifaschistische Aktion Tübingen ruft für 8.9. 19 Uhr zu einer Kundgebung und Demonstration am Bahnhof in Rottenburg auf.

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Wieder Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Baden-Württemberg

In Weissach im Tal brannte am 24.08.2015 eine geplante Flüchtlingsunterkunft nieder

Am frühen Montagmorgen brannte diesmal in Weissach (Rems-Murr-Kreis) eine geplante Flüchtlingsunterkunft, verletzt wurde niemand, das Gebäude muss abgerissen werden. DIe Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern an.
Es wäre nicht der erste fremdenfeindliche Brandanschlag in Weissach: im Herbst 2005 hatten Neonazis einen Molotow-Cocktail gegen die Außenmauer eines Asylbewerberheims geworfen. Das Haus war zu dem Zeitpunkt bewohnt, verletzt wurde auch damals glücklicherweise niemand.
Im ca 100 km entfernten Remchingen (Enzkreis) war erst im Juli ein geplantes Flüchtlingslager angezündet worden.

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