Aktuelles

Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen - Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

Handreichung der Amadeo Antonio Stiftung

Durch die zweistelligen Ergebnisse bei den Landtagswahlen im April hat sich das politische Gewicht der Alternative für Deutschland (AfD) erhöht. Auch ehrenamtliche FlüchtlingsunterstützerInnen kommen - beispielsweise auf öffentlichen Veranstaltungen - gehäuft mit AfD-Positionen in Berührung. Wie gehen wir mit populistischen Aussagen von AfD-AnhängerInnen um? Wie reagieren wir auf Provokationen und Auseinandersetzungen? Wie hinterfragen wir gezielt und effektiv menschenverachtende Positionen? Diese und weitere Fragen werden in der im April 2016 veröffentlichten Handreichung der Amadeo Antonio Stiftung thematisiert. Außerdem enthalten sind zahlreiche Hinweise auf Webseiten und Institutionen, die für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema hilfreiche Informationen geben.

Infoportal: fluechtlingshelfer.info

Auf der Seite fluechtlingshelfer.info sind zahlreiche Informationen und Materialien für ehrenamtliche UnterstützerInnen und KoordinatorInnen der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit zusammengestellt. Gepflegt und betreut wird die Seite vom Informationsverbund Asyl und Migration.

Queer Refugees Welcome

Mehrsprachige Informationen für LSBT-Flüchtlinge

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland veröffentlicht auf seiner Webseite "Queer Refugees Welcome" ausführliche asylrechtliche Informationen für LSBT-Flüchtlinge in Deutsch, Arabisch, Farsi, Pashto, Russisch, Englisch und Französisch.

Neue UNHCR Zahlen zum Tag des Flüchtlings

Die Zahlen steigen weiter: 65,3 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

Weltweit waren Ende 2015 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht. Das geht aus dem UN-Jahresbericht „Global Trends 2015“ hervor, der anlässlich des Weltflüchtlingstags (20. Juni) veröffentlicht wurde.Im Jahr 2014 lagen die Zahlen der aus ihrer Heimat vertriebenen noch bei knapp 60 Millionen Personen. 

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Merkblatt "Subsidiärer Schutz - und nun?"

Statt des Flüchtlingsstatus erhalten viele syrische AsylantragstellerInnen derzeit nur noch subsidiären Schutz. Dieser Schutzstatus ist weniger umfassend und schließt die Geflüchteten für die Dauer von zwei Jahren vom Familiennachzug aus. Daher ist es in vielen Fällen sinnvoll, gegen einen solchen Bescheid Klage einzureichen. Was man beachten muss, ist auf dem folgenden Merkblatt aufgelistet.

Gemeinsam gegen den EU-Türkei-Deal

Beteiligen auch Sie sich an der Kampagne von PRO ASYL!

Der EU-Türkei-Deal führte bereits in kürzester Zeit zu schwerem Unrecht gegenüber Schutzsuchenden und zu gravierenden Verletzungen der Europäischen Menschenrechtskonvention. PRO ASYL fordert die Bundeskanzlerin Angela Merkel daher dazu auf, den EU-Türkei-Deal zu stoppen! Europa muss die Menschenrechte von Flüchtlingen einhalten. Verleihen auch Sie Ihrem Protest gegen die menschenunwürdige EU-Flüchtlingspolitik Ausdruck!

Film "Die Anhörung" von Asyl in Deutschland

Auf Initiative des Kölner Flüchtlingsrats entstand ein Video über die Anhörung, das auf 14 Sprachen zur Verfügung steht und hilfreiche Dienste bei der Anhörungsvorbereitung leisten kann.

Das beste Hotel Europas

eine Initiative von welcome2stay, medico international und welcome to Europe

Das City Plaza ist ein Hotel im Herzen von Athen. Es war ein Symbol der griechischen Krise. Jahrelang war es geschlossen, weil der Betreiber keine Löhne mehr zahlte. Heute ist das City Plaza wieder geöffnet und voll belegt. Die neuen Gäste kommen von überall her. Aus Syrien, dem Irak, Pakistan, Iran oder Afghanistan. Die Menschen im Hotel kamen mit nichts und bezahlen nichts. Sie alle sind geflüchtet und viele gehören zu jenen 50.000 Verzweifelten, die derzeit in Griechenland im Nirgendwo und in Elendslagern ausharren, weil das Europa der Zäune sie ausgesperrt hat.

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Abstimmung im Bundesrat zur Einstufung der Maghreb-Staaten als "sichere Herkunftsstaaten" vertagt

Werden Ministerpräsident Kretschmann und die grün-schwarze Landesregierung in den kommenden Verhandlungen Berichte zur Menschenrechtslage ernst nehmen?

Die Bundesregierung hat sich bereits entschieden. Staaten in denen "gefoltert wird, demokratische Grundrechte missachtet und die Menschenrechte verletzt werden" (Pro Asyl, 26.04.16), können Ihrer Meinung nach als "sicher" eingestuft werden. Am 17. Juni entschied der Bundesrat die Entscheidung zu vertagen. Auch Ministerpräsident Kretschmann und die baden-württembergische Landesregierung stehen in der Verantwortung und müssen entscheiden, ob ihrer Meinung nach die Menschenrechte in diesen drei Staaten eingehalten werden und die dortigen Regierungen bestimmte Personengruppen verfolgen. Auch wenn die bisherigen Äußerungen von Ministerpräsident Kretschmann in eine andere Richtung gehen. Wir hoffen weiterhin, dass die baden-württembergische Landesregierung konsequent für die Einhaltung der Menschenrechte eintritt und sich nicht mit einer schwer überprüfbaren Zusage der Bundesregierung für einzelne Gruppen zufriedengibt.
Amnesty International und Pro Asyl haben eine Briefkampagne gestartet um die Ministerpräsidenten noch einmal an Ihre Verantwortung zu erinnern. Die Grünen im Bundestag und in verschiedene Landesregierungen, Menschenrechtsorganisationen, der deutsche Anwaltsverein oder der Lesben- und Schwulenverband kommen zu einem klaren Ergebnis. Diese Länder erfüllen nicht die verfassungsrechtlichen Grundlagen, um als "sicher" eingestuft zu werden. Auch der "Human Rights Report" der US-Regierung benennt "human rights problems" in allen drei Ländern. Wir haben im Folgenden Berichte dieser Organisationen zusammengestellt und sind gespannt, ob die baden-württembergische Landesregierung diese ernst nimmt.

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Nothilfe ist kein Schmuggel

Online-Petition an die Europäische Kommission

Am 14. Januar 2016 haben dänische Freiwillige den Notruf eines sinkenden Schiffes kurz vor der griechischen Insel Lesbos erhalten. Einer von ihnen, Saleem Adeen, berichtet: „Ich konnte die Kinder schreien hören. Ich sah die Verzweiflung in den Augen der Erwachsenen.“ Den rechtlichen Regeln folgend, riefen die Freiwilligen sofort die griechische Küstenwache. Erst danach boten sie den Flüchtlingen ihre Hilfe an. Als die griechische Küstenwache nach Stunden endlich eintraf, verhaftete sie die Freiwilligen. Der Vorwurf: Sie würden Menschen über die Grenze schmuggeln.