Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg

"Rettet das Recht auf Asyl!"

Initiative für Aktionen zum Tag des Flüchtlings mit großer Resonanz

Am Tag des Flüchtlings, dem 28. September, wird es in ganz Baden-Württemberg eine Vielzahl lokaler Aktion unter dem Motto "Rettet das Recht auf Asyl!" geben. Die Initiative hierzu ging vom Vernetzungstreffen für Engagierte in Südbaden aus, die der Flüchtlingsrat am 23. Juni in Villingen ausrichtete. In allen Landkreisen Südbadens sind bereits Aktionen geplant. Die Initiator*innen hoffen, dass sich auch aus anderen Teilen des Landes zahlreichen Gruppen beteiligen werden.

Hier der Aufruf mit Informationen dazu, wie man sich beteiligen kann:

Wir zeigen Flagge und unseren Standpunkt: Rettet das Recht auf Asyl!

Mittelmeer, Sichere Herkunftsstaaten, AnkER-Zentren: Der Möglichkeit für Flüchtlinge, sicheren Boden zu betreten und ihre Geschichte in einem uneingeschränkt rechtsstaatlichen Asylverfahren darstellen zu können, droht das Ende und damit dem Menschenrecht auf Asyl.

In der letzten Septemberwoche findet in Deutschland traditionell die Interkulturelle Woche (IKW) statt, dieses Jahr mit dem Motto „Vielfalt verbindet.“ Der Freitag, 28.9. ist Tag des Flüchtlings und hat 2018 das Thema: „Rettet das Recht auf Asyl!“ Eine Broschüre dazu kann auf der Website von ProAsyl als kostenlose pdf-Datei heruntergeladen  werden. Das gedruckte Heft kann beim Flüchtlingsrat Baden-Württemberg bestellt  werden.

Rettet das Recht auf Asyl!

Beim Regionaltreff Südbaden des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg wurde beschlossen: Wir wollen zeigen, dass wir viele sind, die diesen Gedanken unterstützen und gemeinsam möglichst viele Aktionen zum Tag des Flüchtlings in die Öffentlichkeit bringen. Je nach den örtlichen Gegebenheiten, persönlichen Kapazitäten und Möglichkeiten wollen wir zu zu folgenden Aktivitäten anregen:

Zentral und öffentlich, mittlerer Aufwand: Mahnwache

Am Freitag, 28.9. sollen in der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr in möglichst vielen Landkreisen in Baden-Württemberg Mahnwachen zum Thema stattfinden. (Wer früher beginnen oder später aufhören will, kann das natürlich tun). Das muss keine Riesenveranstaltung sein: Da reichen schon vier, fünf Menschen, die sich mit einem Plakat zwei Stunden auf eine belebte Einkaufsstraße stellen und schweigen. Wer mehr tun will, stellt einen Tisch mit Infomaterial auf, legt einen Leichensack auf die Straße, oder eine Figur, die wie ein Toter aussieht, sorgt für Musik oder Pantomime als Eye- bzw. Earcatcher, beginnt mit einer Kundgebung, lässt eine Demo folgen oder was immer vor Ort durchführbar ist. (Hinweis: Eine Mahnwache sollte beim Ordnungsamt angemeldet werden, es sei denn, sie findet kurzfristig und ungeplant spontan statt.)
In jedem Fall sollte die Aktion natürlich der Lokalpresse mitgeteilt und auch schon im Vorfeld zur Veröffentlichung durch den Flüchtlingsrat an die Aktionsadresse rettet.asylrecht@posteo.de gemeldet werden.

Dezentral und teilöffentlich, wenig Aufwand: Private Plakatwerbung

In den Tagen zuvor, während der IKW, hängt man im eigenen, privaten Küchen- Büro- oder Autofenster das Plakat von Pro Asyl zum Tag des Flüchtlings auf. Plakate in Größe DIN A3 sind bei Pro Asyl in Frankfurt gegen Versandkosten zu bestellen oder als jpg-Datei zum Ausdruck herunterzuladen auf deren Website
Das Plakat kann mit Termin und Ort beschriftet und natürlich auch dekoriert werden mit Grableuchten, einer SOS- Flaschenpost (Passend zum Plakatmotiv) oder was immer passt und gefällt.
Veröffentlichung: In jedem Fall soll ein Foto des Plakatfensters geknipst und mit Angabe des Ortes oder der Stadt an die Aktionsadresse rettet.asylrecht@posteo.de geschickt werden, um auf der Aktionswebsite (wird ab Mitte September geschaltet) sichtbar zu machen, dass wieder eine Person mehr gedanklich dabei ist und in vielen Orten Solidarität geübt wird. Die Veröffentlichung der Fotos wird dabei aus Datenschutzgründen selbstverständlich ohne Adresse oder Namen erfolgen, Bild und Ort werden nicht verknüpft sein.

Zentral und teilöffentlich, größerer Aufwand: Veranstaltung

In den Wochen vor der IKW kann natürlich auch mit einem Vortrag, einer Diskussion oder Ausstellung, einem Film, Theaterstück, Konzert, Picknick oder was auch immer das Thema für interessierte Menschen angeboten und gleichzeitig Werbung für die Aktionen 1 & 2 gemacht werden.

Veröffentlichung: In der Lokalpresse als Veranstaltungshinweis und hinterher als Bericht, sowie ebenfalls im Vorfeld an die Aktionsmailadresse rettet.asylrecht@posteo.de zur Veröffentlichung durch den Flüchtlingsrat.

Wir hoffen, dass möglichst viele Vereinigungen, Organisationen und Privatpersonen in vielen Städten, Gemeinden und Ortschaften mitmachen, damit nicht nur wir Ende September wissen, dass die rechten Hetzer zwar laut, aber wir richtig viele sind!


Hier nochmal die Kurzanleitung für die Plakataktion zur Verbreitung im Netz:

1. Plakat bestellen oder von der Pro Asyl-Website runterladen und ausdrucken.
2. Ins Fenster hängen, evtl. dekorieren.
3. Foto davon mit Ortsangabe einschicken an: rettet.aslyrecht@posteo.de (Foto und Ort werden – getrennt voneinander – auf der ab Mitte September geschalteten Website www.tdf2018.de veröffentlicht.)
4. Auf die Website gucken, wie viele Orte es schon sind und sich freuen.
5. Möglichst viele Freunde und Bekannte zum Mitmachen animieren.

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