Flüchtlingsarbeit in BW - Übersicht

Hinweise und Materialien zum Datenschutz in der Arbeit mit geflüchteten Menschen

Haupt- und ehrenamtliche Unterstützer*innen geflüchteter Menschen kommen mit sensiblen personenbezogenen Daten in Berührung. Der verantwortungsbewusste Umgang mit diesen Daten ist aufgrund der vulnerablen Situation der Geflüchteten und im Sinne einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe sehr wichtig. Außerdem bedarf es laut der Datenschutz-Grundverordnung die Einwilligung der Betroffenen für die Weitergabe von personenbezogenen Daten, denn alle Menschen haben ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Beim Flüchtlingsrat BW erhalten wir immer wieder E-Mails mit personenbezogenen Daten der betroffenen Geflüchteten (wie z.B. Name, Aktenzeichen, konkrete Adresse, Geburtsdatum). Diese Daten sind in aller Regel für eine Bearbeitung von Anfragen nicht erforderlich. Daher bitten wir darum, uns künftig keine personenbezogenen Daten mehr zuzumailen bzw. Unterlagen, die solche Angaben enthalten, vor dem Versand anonymisieren.

In den folgenden Arbeitshilfen sind Informationen zum Datenschutz für die Flüchtlingsarbeit zusammengefasst:

Refugio Stuttgart sucht ehrenamtliche Begleiter*innen und Sprachmittler*innen

Refugio stuttgart e.V. ist wieder auf der Suche nach Sprachmittler*innen und Ehrenamtlichen. Zur Vorbereitung auf die Tätigkeit werden im Herbst Schulungen durchgeführt. 

Neues Netzwerk zum Thema "Diskriminierung Eheschließungen von binationalen Paaren" entstanden

Dokumentation des ersten Treffens am 20. Juli

Zum Themenkomplex "Diskriminierung Eheschließungen von binationalen Paaren" trafen sich am 20. Juli zwölf Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland in Stuttgart. Da die Idee des Netzwerks erst im Januar 2019 entwickelt wurde, eröffnete eine Vorstellungsrunde das Treffen. Hierbei wurden vor allem die verschiedenen, sehr individuellen, jedoch gleich geprägten Fälle von strukturellem Rassismus deutlich. Anschließend kam es zum intensiven Erfahrungs- und Informationsaustausch über unterschiedliche Themen. Zu diesen gehörten unter anderem die Dokumentenbeschaffung, die Dokumentenüberprüfung, der Umgang mit den Standesämtern und Botschaften, die rechtliche Situation oder wichtige Hinweise, um das Eheschließungsverfahren zu bestehen. Künftig wird es nun weitere Treffen geben, die nach der Festigungsphase im Netzwerk selbst auch für andere Betroffene zugänglich gemacht werden. Ein E-Mail-Verteiler existiert bereits, in dem wichtige Erfahrungen und Informationen gestreut werden. Anliegen ist es zudem ein ausführliches Merkblatt zu erstellen sowie durch kleinere Aktionen die Thematik der “Diskriminierung von Eheschließenden” in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen.

Spendenaufruf: Abschiebungsbeobachtung in Westafrika

Refugees4Refugees bittet um Unterstützung

Der Verein „Refugees for Refugees“ plant eine Recherchereise nach Westafrika, um die Situation von Abgeschobenen zu dokumentieren. In den kommenden Wochen soll die Reise starten, um bei der Ankunft eines bevorstehenden Abschiebungsflugs vor Ort zu sein. Zur Realisierung dieses Vorhabens wird um Spenden gebeten.

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Sprachvermittlung individuell gestalten

Kürzlich lud Josha Frey (MdL Bündnis 90/Die Grünen) in Kooperation mit der Wirtschaftsregion Südwest wieder zum Runden Tisch "Integration von Geflüchteten im Arbeitsmarkt" ein. Der Runde Tisch bietet eine Plattform des Austauschs zu aktuellen Themen der Integration für Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung und der Flüchtlingsarbeit. Diesmal gab es Vorträge zum Thema "Sprache als Schlüssel zur Integration", die Referent*innen waren Philipp Schweinfurth (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg), Tatyana Nam (iOR Sprachakademie in Lörrach), Hanna Otter (Arbeitskreis Miteinander) und Markus Körner (Projekt ABC Arbeit*Beruf*Chancen). Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Spracherwerb die Berücksichtigung der individuellen Situation der Lernenden zu sein scheint.

Europaweite Demonstrationen für Seenotrettung

Am 6. Juli gingen europaweit rund 30 000* Menschen für Seenotrettung, gegen das Ertrinkenlassen auf die Straße.
Der Schwerpunkt lag in Deutschland mit Demonstrationen in mehr als 90 Städten, auch in Baden-Württemberg gingen tausende demonstrieren. Danke an alle, die dabei waren!

*laut einer Sprecherin der internationalen "Seebrücke" Bewegung

Tübinger Menschenrechtspreis geht an Rechtsanwalt Manfred Weidmann

Am 24. Juni wurde dem Tübinger Rechtsanwalt Manfred Weidmann, der auch seit vielen Jahren im Sprecher*innenrat des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg aktiv ist, der Tübinger Menschenrechtspreis verliehen. Die Preisverleihung bildete den Auftakt der 5. Tübinger Menschenrechtswoche.

Kritik an Gambia-Vorführungen perlt an der Bundesregierung ab

Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag: Probleme werden bestritten oder mit Gleichgültigkeit begegnet

Die Vorführungen vom Personen die (mutmaßlich) aus Gambia stammen vor Delegationen der gambischen Regierung werfen bei vielen Betroffenen und Haupt- und Ehrenamtlichen Fragen auf. Einige dieser Fragen wurden in einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE aufgenommen und an die Bundesregierung gerichtet. Nun liegt die Antwort des Bundesinnenministeriums vor. Aus Sicht des Flüchtlingsrats werden viele problematische Phänomene, die aus der Praxis bekannt sind, entweder geleugnet oder mit einem Schulterzucken quittiert.

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Flüchtlingsrat Baden-Württemberg erhält einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat am 21. Juni stellvertretend für alle Flüchtlingshilfsnetzwerke und Asylarbeitskreise den Anerkennungspreis in der Kategorie "Zivilgesellschaft" erhalten. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und geben den Dank weiter an die ehrenamtlich Engagierten im Land. Auf der Veranstaltung mit rund 800 Gästen wurde zum ersten Mal der Integrationspreis in vier verschiedenen Kategorien vergeben. Weitere Informationen zur Veranstaltung und weiteren Preisträgern sind auf der Homepage des Sozialministeriums einsehbar.

Stellenausschreibung: Psychosoziale Beratung für Frauen mit Fluchthintergrund

Fraueninformationszentrum (FIZ) Stuttgart sucht Verstärkung

Das Fraueninformationszentrum (FIZ) in Stuttgart sucht eine Beraterin (80%) für den Bereich „Psychosoziale Beratung für Frauen mit frauenspezifischen Fluchtgründen, insbesondere für Betroffene von Menschenhandel im Asylsystem". Beginn zum 01.09.2019.
Weitere Informationen im angehängten Dokument oder bei Frau Doris Köhncke, Leitung FIZ unter 0711-23941 56 oder per Mail an koehncke@vij-wuerttemberg.de