Flüchtlingsarbeit in BW - Übersicht

Flüchtlingsrat feierte 30-jähriges Bestehen

30 Jahre engagiert für eine menschliche Flüchtlingspolitik — unter diesem Motto hat der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg am 7. September 2018 seine Jubiläumsfeier im Stuttgarter Gewerkschaftshaus begangen. Rund 100 Mitglieder, Wegbegleiter*innen und Kooperationspartner*innen folgten der Einladung ins Stuttgarter Gewerkschaftshaus. Zu Beginn der Veranstaltung nahm Lucia Braß eine politische Einordnung vor und verwies auf die erfreulicherweise gestiegene Mitgliederzahl. In seiner Festrede blickte Bernd Mesovic von Pro Asyl auf die vergangenen 30 Jahre in der Flüchtlingspolitik und Flüchtlingsarbeit zurück und warb vor allem dafür, sich trotz der vielen Rückschläge nicht entmutigen zu lassen. Nachdem Sprecherrätin Ulrike Duchrow anhand von Fotos einige Stationen der letzten 30 Jahre geschildert hatte, gab es eine Gesprächsrunde mit verschiedenen „Generationen“ von Flüchtlingsrats-Mitgliedern. Zum Abschluss der Veranstaltung waren vier Personen mit Fluchthintergrund eingeladen, ihre Wünsche und Visionen für die nächsten 30 Jahre darzulegen. Unter Weiterlesen finden Sie einige Fotos der Veranstaltung.

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Lesbos: Dringender Spendenaufruf für Rechtsberatung von Flüchtlinge

Die kostenlose Rechtsberatung auf Lesbos ist mehr denn je auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bis Ende Mai 2018 kamen mehr als viermal so viele Menschen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres an. Entsprechend steigt der Bedarf an kostenloser Rechtsberatung. Sie wird getragen von European Lawyers in Lesvos, einer gemeinnützigen Organisation, die in den letzten beiden Jahren über 7.570 Menschen ohne weitere Aufwendungen beraten hat.

Broschüre "Digital Streetwork - Soziale Medien in der Asyl- und Migrationsberatung"

Viele Geflüchtete nutzen intensiv soziale Medien, um sich über die für sie relevanten Fragen zu informieren — das Spektrum der Themen reicht von Wohnungs- und Jobsuche bis zum Ablauf des Asylverfahrens. Dabei birgt die Nutzung sozialer Medien durchaus Chancen, aber auch die Gefahr, dass sich Halbwissen und Falschinformationen schnell verbreiten .Die Asyl- und Migrationsberatung steht daher zunehmend vor der Frage, wie zuverlässige Informationen und seriöse Unterstützung im Internet und insbesondere in sozialen Medien angeboten werden können. Die Broschüre, die auch als Beilage zum Asylmagazin 7–8/2018 erschienen ist, stellt Ansätze vor, die die Chancen und die Grenzen der Informationsvermittlung im Internet verdeutlichen.

Resolution "Save Me Mannheim"

Anlässlich einer öffentlichen Fachkonferenz am 17.10.2018 mit Prof. Dr. Gesine Schwan zum Thema "Die Stadt - Ort der Zuflucht und Integration" wurde mit dem Publikum einstimmig eine Resolution verabschiedet und an den Gemeinderat und die Verwaltung Mannheims geschickt. In der Resolution wird gefordert, Mannheim solle sich dem Beispiel anderer Städte wie Köln, Düsseldorf und Bonn anschließen, zum "sicheren Hafen" werden und offensiv die Aufnahme von Geflüchteten angehen.

Offener Brief des Deutschen Frauenrats und und der Landesfrauenräte an den Bundesinnenminister Seehofer

Der Deutsche Frauenrat und die Landesfrauenräte der Bundesländer äußern in einem offenen Brief an den Bundesinnenminister Horst Seehofer ihre Besorgnis über die Situation besonders vulnerabler und schutzbedürtiger Personen in sogenannten Ankerzentren. Zu diesen Personen zählen Frauen (insbesondere vor und nach einer Entbindung) und Kinder, LSBTIQ-Geflüchtete, sowie geflohene Menschen mit Behinderung und Geflüchtete, die geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben.
Die Frauenräte forden, gewisse Mindeststandards (wie sie vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend formuliert wurden) zum Schutz dieser Personen unbedingt auch in Ankerzentren einzuhalten.

Landesweite Demonstration in Karlsruhe

Etwa 2000 Menschen haben am 13. Oktober 2018 in Karlsruhe friedlich "Gegen nationalistische und rassistische Hetze!" demonstriert. Die Demonstranten forderten: „Stoppt den Wettlauf zur Ausgrenzung und Entrechtung! Keine Abschiebungen! Gleiche Rechte und ein gutes Leben für Alle!“. Der Protest war gerichtet an die Landesregierung Baden-Württembergs und ihre Verwaltungen, insbesondere an das Regierungspräsidium Karlsruhe als der zentralen Ausländer- und Abschiebebehörde Baden-Württembergs. Rund 90 Gruppierungen hatten zu diesem Protest aufgerufen. 

Umfrage zur Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Auswertung der letztjährigen Umfrage findet sich hier

Auch in diesem Jahr führt der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. eine Online-Umfrage durch, die sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Pflegeeltern, Beratende und weitere Personen richtet, die mit unbegleiteten minderjährigen und jungen erwachsenen Geflüchteten in Kontakt stehen.
Die Umfrage hat das Ziel, gute Praxis und bestehende Probleme zu identifizieren und über einen langfristigen Zeitraum Veränderungen in der Situation von jungen Geflüchteten und den Fachkräften, die mit ihnen zusammenarbeiten, abzubilden. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 07.10.2018 möglich.

Und hier finden Sie die Auswertung der letztjährigen Umfrage:

 

Petition Konstanzer Seebrücke

Die Initiative Konstanzer Seebrücke appelliert an die Stadt Konstanz, sich als „Sicheren Hafen" zu erklären und hierin dem Beispiel der Städte Düsseldorf, Köln, Bonn u.a. zu folgen, die geflüchtete Menschen aus der Seenotrettung über den bisherigen Verteilschlüssel hinaus aufnehmen möchten. Unter dem folgenden Link können Sie die Petition unterschreiben:

 

Telefonische Beratung beim Flüchtlingsrat eingeschränkt

Telefonberatung künftig dreimal pro Woche

Aufgrund der Mittelkürzungen durch das Land Baden-Württemberg kann der Flüchtlingsrat dieses Jahr die Stellen von zwei Mitarbeiter*innen, die im vom Land geförderten Projekt "Aktiv für Flüchtlinge" beschäftigt waren und uns nun verlassen haben, nicht neu besetzen. Trotz unserer Anstrenungen, das Defizit durch Mehrarbeit auszugleichen, müssen wir akzeptieren, dass dieser Verlust an Kapazitäten nicht ohne Einschränkungen unseres Angebots verkraftet werden kann. Deshalb muss leider die Telefonberatung am Freitag entfallen. Sie erreichen uns künftig montags und donnerstags von 14 bis 17 und dienstags von 14 bis 19 Uhr, oder per Email an die Adresse info@fluechtlingsrat-bw.de

Mehrsprachige Werbung für landesweite Demonstration in Karlsruhe

Sprachnachrichten eignen sich für die Verbreitung unter Geflüchteten

Zur Werbung für die landesweite Demonstration am 13. Oktober in Karlsruhe gibt es kurze Sprachnachrichten in verschiedenen Sprachen, die über WhatsApp und ähnliche Dienste verbreitet werden sollen, um möglichst viele Geflüchtete zur Demo einzuladen. Bitte helfen Sie mit, diese Sprachnachrichten zu verbreiten!

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