Flüchtlingsarbeit in BW - Übersicht

Hungerstreik von Flüchtlingen in Fichtenau abgewendet

In der Flüchtlingsunterkunft in Fichtenau (Landkreis Schwäbisch-Hall) wäre es fast zu einem Hungerstreik von syrischen Flüchtlinge gekommen. Diese wollten ihrer Forderung nach einer schnelleren Bearbeitung der Asylanträge Ausdruck verleihen.  Ehrenamtliche des örtlichen Arbeitskreises Asyl konnten die Asylsuchenden überzeugen, nicht in den Hungerstreik zu treten.

Die Grünen laden zum „Runden Tisch Asyl“ in Freiburg

Am 30. April luden die VertreterInnen der Grünen Kerstin Andreas (MdB), Edith Sitzmann (MdL) und Stadträtin Maria Viethen das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung, die Initiative Schlüsselmensch e.V. sowie Personen, die haupt- oder ehrenamtlich mit Freiburger Flüchtlingen in Kontakt stehen zum „Runden Tisch Asyl“ beim Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die VertreterInnen des Freiburger Forums und der Initiative Schlüsselmensch e.V. formulierten dabei ihre Kritik an der derzeitigen Flüchtlingspolitik.

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Foto: Südwest Presse

8000 Euro für Freundeskreis Asyl Gaildorf

Im Gaildorfer Ortsteil Ottendorf sind 150 Asylsuchende untergebracht. Etwa 20 ehrenamtliche Helfer/innen engagieren sich im örtlichen Freundeskreis Asyl für die Flüchtlinge. Unterstützt wurde die Arbeit des Freundeskreises nun durch eine Geldspende in Höhe von 8000 € von zwei Gaildorfer Bürgern. Die Mittel sollen hauptsächlich für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs durch die Asylbewerber/innen eingesetzt werden. Bislang gab es hierfür keine Finanzierung.

Keine Privatsphäre

Im Breisgau-Hochschwarzwald besaß Polizei Generalschlüssel für Unterkünfte und Zimmer der Flüchtlinge

Wie die BZ am 14.04.2015 berichtet, besaß die Polizei in Breisach, Kirchzarten, Lenzkirch, Neuenburg, Müllheim, Titisee-Neustadt bis Ende vergangener Woche Generalschlüssel für die Flüchtlingsunterkünfte in ihrem Zuständigkeitsbereich. Ziel war, Abschiebungen möglichst reibungslos durchzuführen.

Nachdem es in Müllheim massive Kritik gab, hat die Polizei die Schlüssel mittlerweile ans Landratsamt zurück gegeben.

Sollte Ihnen aus Ihrem Kreis eine ähnliche Praxis bekannt sein, dann schicken Sie uns gern eine kurze Darstellung.

Abschiebung von drei Männern aus Müllheim (Baden) verhindert

"Bleiberecht statt Abschiebung! Unseren Flüchtlingen ein sicheres Zuhause", stand auf den Bannern der MüllheimerInnen, die in der Nacht vom 12. auf 13. April eine Abschiebung verhinderten.
80 Menschen im Alter von 16 bis 80 versammelten sich am Montag frühmorgens ab 3:00 Uhr vor der Unterkunft und sorgten so dafür, dass die Polizei unverrichteter Dinge wieder abziehen musste.

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Kulturpreis der LAKS für Kulturarbeit mit Flüchtlingen ausgeschrieben

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren Baden-Württemberg e.V. schreibt für 2015 den Amalie und Theo Pinkus-Preis für Engagement zur Schaffung von Freiräumen für Flüchtlinge aus. Aufgerufen sind Künstler/innen, die Flüchtlingen einen geschützten Raum bieten, in dem diese sowohl ihre Erfahrungen mit der Flucht als auch ihre aktuelle Situation reflektieren können.

Staatsministerium fördert ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Die für das bürgerschaftliche Engagement zuständige Staatsrätin Gisela Erler (Grüne) hat schon vor dem Flüchtlingsgipfel im Oktober 2014 einen Runden Tisch mit Vertreter/innen von Ministerien, Verwaltungen, Kommunen, Kirchen und Organisationen der Flüchtlingshilfe eingerichtet. Ziel war die Erarbeitung eines Maßnahmenpakets zur Förderung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Das Programm mit einem Volumen von ca. 1,5 Millionen Euro wurde Ende Dezember öffentlich ausgeschrieben. Den Auftrag erhielt die Stuttgarter non profit-Agentur em-faktor. Diese soll im Laufe des Jahres 2015 einen monatlichen Newsletter und ein Handbuch zur Flüchtlingsarbeit herausgeben sowie drei größere Veranstaltungen mit dem Titel „Forum Flüchtlingshilfe“ durchführen. Der erste Newsletter erschien Ende März. Mehr Informationen: www.fluechtlingshilfe-bw.de

Koordinierungsstelle für die Flüchtlingsarbeit im Main-Tauber-Kreis

Am 30. März wurde den Ehrenamtlichen im Main-Tauber-Kreis die neue von Caritas und Diakonie eingerichtete Fach- und Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit vorgestellt. Über Büros in Wertheim und Tauberbischofsheim soll die Koordinierungsstelle als Bindeglied zwischen den einzelnen Helferkreisen und der Landkreisverwaltung fungieren. Asylkreise gibt es derzeit an den Standorten Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Külsheim und Wertheim.

Zwei "Stuttgarter des Jahres" in der Flüchtlingsarbeit aktiv

Jedes Jahr werden engagierte Stuttgarter Bürger mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Dieses Jahr waren unter den zehn PreisträgerInnen zwei in der Flüchtlingsarbeit engagierte Personen: Jama Maqsudi (AGDW) und Gudrun Nitsch (Freundeskreis Flüchtlinge Vaihingen).

Evangelische Landeskirche richtet „Regionale Koordinierungsstellen Flüchtlingsarbeit“ ein und fördert Kleinprojekte mit und für Flüchtlinge

Zwölf Koordinierungsstellen für die Flüchtlingsarbeit vor Ort nehmen bei der württembergischen Diakonie ihre Arbeit auf. „Mit unserer Flüchtlingsarbeit setzen wir uns für gegenseitigen Respekt sowie für Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Menschen ein“, so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. Das erste Treffen der neuen Mitarbeitenden fand zum Internationalen Tag gegen Rassismus statt. Die zwölf neuen Mitarbeitenden begleiten und koordinieren das Engagement Ehrenamtlicher auf Kirchenbezirksebene.

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