Flüchtlingsarbeit in BW - Übersicht

Koordinationsstelle für Ehrenamtliche in Stuttgart geplant

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Stuttgart - und immer mehr Menschen engagieren sich für sie. Die Zahl der Ehrenamtlichen in der Stadt liegt derzeit bei 800. Diese zu betreuen und zu koordinieren stellt die sozialen Träger, die in den Unterkünften hauptamtliche Flüchtlingsarbeit leisten, vor große Herausforderungen. Daher wird es ab 1. Mai eine Koordinierungsstelle geben, die beim Sozialamt angesiedelt und über die Bürgerstiftung finanziert wird. Diese Stelle soll den Erfahrungsaustausch unter den Ehrenamtlichen befördern, eine Informationsplattform aufbauen usw.

Neuer Stuttgarter Asylpfarrer tritt sein Amt am 1. September an

Der Seelsorger Joachim Schlecht wird am 1. September die Nachfolge von Werner Baumgarten als Asylpfarrer der evangelischen Kirche antreten. Er möchte insbesondere bei der Gesundheitsversorgung von noch nicht anerkannten Flüchtlingen Akzente setzen und ein Sprachrohr auch für jene Flüchtlinge sein, die der Wirtschaft nicht unmittelbar nützen.

Jede Menge Engagement im Kreis Göppingen

Derzeit leben im Landkreis Göppingen insgesamt 699 Flüchtlinge aus 37 Ländern in Gemeinschaftsunterkünften, weitere 300 Asylsuchende im Kreis sind bereits in eine eigene Wohnung umgezogen. Laut Marco Lehnert vom Landratsamt haben sich in nahezu allen 23 Kreiskommunen bereits Arbeitskreise zur Unterstützung der Asylsuchenden gegründet.

Die größten Herausforderungen sehen die Göppinger Ehrenamtlichen derzeit in den defizitären Angeboten zu Sprachförderung sowie in den fehlenden Wohnungen für Asylsuchende, die die Gemeinschaftsunterkunft verlassen müssen.

Begegnungsnachmittag in Pfullingen

17 Flüchtlinge leben bereits in Pfullingen, 30 weitere sollen Mitte März eintreffen. Um sich auf den Neuzugang einzustellen, hat die Planungsgruppe des Bürgertreffs einen Begegnungsnachmittag organisiert, zu dem sowohl Einheimische als auch Flüchtlinge eingeladen waren. Die Ehrenamtlichen in Pfullingen haben unter anderem geplant, eine Datenbank aufzubauen, damit beispielweise Anbieter und Nutzer von Sprachkursen oder Kinderbetreuung zueinander finden können und somit die Hilfe koordiniert und zielgerichtet ist. Interessierte können sich unter 07121 5148897 oder 5148898 mit der Planungsgruppe in Verbindung setzen.

Sprachkurse für Flüchtlinge in Stuttgart

Lange Wartezeiten und unsichere Finanzierung

Mehrere Stuttgarter Freundeskreise setzen sich derzeit für einen besseren Zugang von Asylsuchenden zu Sprachkursen ein. Seit September 2014 sollen allen neu in Stuttgart ankommenden Flüchtlingen Sprachkurse im Umfang von 200 Stunden Deutsch angeboten werden. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis komme es zu langen Wartezeiten und die für die Vermittlung der Asylbewerber/innen in Sprachkurse zuständige Clearingstelle sei überlastet, so Verena Funk vom Freundeskreis für Flüchtlinge in Feuerbach.

Ariane Müller-Ressing vom Arbeitskreis Flüchtlinge Heumaden-Sillenbuch moniert ferner, dass die Finanzierung der Kurse nicht langfristig gesichert ist. Da die Pauschale, die das Land für die Sprachförderung der Flüchtlinge zahlt, nicht ausreicht, entscheidet der Gemeinderat alle zwei Jahre neu, ob er die fehlende Summe zuschießt. Für eine nachhaltige Sprachförderung ohne Finanzierungsvorbehalt setzt sich der Freundeskreis innerhalb der Lokalen Agenda Sillenbuch ein.

"Strippenzieher und Vernetzer"

Die Südwest Presse würdigte den ehemaligen Sozialrichter Günter Jung in einem ausführlichen Artikel über sein ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge. Seit über 20 Jahren ist der Reutlinger in der ehrenamtlichen Asylberatung und Flüchtlingsarbeit in Reutlingen aktiv. Erst vor Kurzem wurde in Reutlingen ein viertes Asylcafe in einem evangelischen Gemeindezentrum eröffnet. Günter Jung ist Mitglied im Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.

Neue Außenstelle von Refugio in Tübingen

In Baden-Württemberg gibt es jetzt sechs psychosoziale Zentren für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer. Ende Januar wurde in Tübingen eine Außenstelle von Refugio Stuttgart eröffnet. Das Zentrum, in dem zunächst ein Psychtherapeutin und ein Sozialpädagoge beschäftigt sind, wird finanziell u.a. von der Diözese Rottenburg Stuttgart gefördert. Die Refugio  Regionalstelle Tübingen wird für PatientInnen aus der Region Neckar-Alb und Schwarzwald zuständig sein.

Psychologische Betreuung von Flüchtlingen in Baden-Württemberg

Gemäß der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU (LT-Drs. 15/6028) wird die psychologische Betreuung von Flüchtlingen von den sozialpsychiatrischen Diensten der Stadt- und Landkreise sowie von den fünf psychosozialen Zentren in Baden-Württemberg geleistet. Den Flüchtlingssozialarbeitern in den Erstaufnahmestellen und Unterkünften obliegt im Rahmen des Flüchtlingsaufnahmegesetzes die Identifizierung behandlungsbedürftiger Personen.

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Landesregierung dankt Bürgern für Engagement für Flüchtlinge

Mit einem Empfang im Neuen Schloss in Stuttgart am 31. Januar hat sich die Landesregierung bei den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg bedankt.

Über 4.000 € für das Asylcafé Mannheim

Der rund 12.000 Teilnehmer zählende Aktionstag „Mannheim sagt JA!“ am 17.01.2015 war auch in finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg. So verblieb nach Abzug aller Kosten ein Reinerlös i.H.v. 4.028,50 €, der dem Asylcafé Mannheim, einer Beratungsstelle für Flüchtlinge, zu Gute kommen soll. Die Einnahmen resultierten insbesondere aus dem Verkauf von eigens für die Veranstaltung angefertigten Solidaritätsbuttons.

Aufgrund des anhaltend starken Echos auf die Veranstaltung denkt der Initiativkreis aktuell über ein längerfristiges Engagement nach und erwägt die Gründung eines Vereins.