Flüchtlingsarbeit BW - landesweit

Aktion STAY! Keine Abschiebung von Schüler*innen

STAY! benötigt Unterstützung für die Gestaltung einer Ausstellung

Hinter der Aktion STAY! steht ein breites Bündnis, welches sich für Bildungschancen für alle einsetzt. Die Initiative fordert uneingeschränkten Zugang zu Bildung für Geflüchtete und keine Durchführung von Abschiebungen für Menschen in Bildungsmaßnahmen — unabhängig von deren Aufenthaltsstatus.
Für das Frühjahr 2020 ist im Moment eine Ausstellung in Planung, die im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 2020 stattfinden soll. Inhalt und Fokus dieser Ausstellung sollen Dinge sein, die auf Grund der Abschiebung von Menschen in Bildung nicht mehr genutzt werden können. Das kann zum Beispiel ein Werkzeug sein, das liegenbleibt oder ein Schulbuch aus dem nicht mehr gelernt werden kann.  Um die Ausstellung authentisch zu gestalten und Bewusstsein für individuelle Schicksale zu schaffen, ist das Stay!-Bündnis auf der Suche nach konkreten Fällen: Wer also von Abschiebungen von Menschen in Bildung Kenntnis hat, ist eingeladen, sich per Mail an abraiger@bdkj.info oder telefonisch an 07153/3001-143 zu wenden.
 
Die Inititative hat inzwischen außerdem eine Onlinepetition gestartet, die sich gegen die Abschiebung junger Menschen in Bildung richtet und für die Sicherstellung des Rechts auf Bildung für alle plädiert. Wer unterstützen möchte, kann hier unterschreiben.
 
Weitere Informationen über das Stay!-Bündnis, dessen Ziele und geplante Aktionen finden Sie auf der Homepage der Initiative:

„Abschiebehaft abschaffen! Isolation durchbrechen!“

Aktionstag des Antirassistischen Netzwerks gegen Abschiebehaft

Am Samstag, den 5. Oktober 2019, rief das Antirassistische Netzwerk Baden-Württemberg zusammen mit anderen Initiativen des Protestbündnisses zur Demo vor dem Abschiebegefägnis in Pforzheim auf. Anlass dafür waren erneute Berichte von Seelsorger*innen über die Missstände, menschenunwürdige Behandlung und Isolation der Geflüchteten. Mit dem Aktionstag wollte das Bündnis nicht nur gegen die Haftbedingungen, sondern auch gegen das Mittel der Abschiebehaft als solches protestieren. Sie forderten unter anderem die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle, den internationalen Standards entsprechende medizinische Versorung für die Geflüchteten und grundsätzlich transparenteren Zugang zu Informationen.

Über den Aktionstag berichteten unter anderem:

Fördergelder für musisch-kulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen

Förderung der Ideeninitiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik"

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung möchte das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund fördern, dies gilt auch für Initiativen, die sich für die Integration von Geflüchteten einsetzen. 100.000 Euro Fördermittel stehen bereit, um maximal 20 Projektideen mit bis zu 7.500 Euro zu fördern. Der Einsendeschluss von Projektideen ist der 25. September 2019.

In eigener Sache: Neues Mitgliedschaftsformat für Organisationen

Neue Fördermitgliedschaft soll Angebot für Hauptamtliche sichern

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat ein neues Mitgliedschaftsformat eingeführt. Organisationen, die Hauptamtliche im Bereich Flucht und Migration beschäftigen, können ab sofort mit einer "Organisations-Fördermitgliedschaft" die Arbeit des Flüchtlingsrats unterstützen. Hintergrund dieser neuen Mitgliedschaftsform ist, dass seit einigen Jahren zunehmend Hauptamtliche das Beratungsangebot des Flüchtlingsrats in Anspruch nehmen, der allergrößte Teil dieser Beratungsarbeit allerdings im Rahmen von geförderten Projekten geleistet wird, die sich nur an Ehrenamtliche richten.

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Neues Netzwerk zum Thema "Diskriminierung Eheschließungen von binationalen Paaren" entstanden

Dokumentation des ersten Treffens am 20. Juli

Zum Themenkomplex "Diskriminierung Eheschließungen von binationalen Paaren" trafen sich am 20. Juli zwölf Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland in Stuttgart. Da die Idee des Netzwerks erst im Januar 2019 entwickelt wurde, eröffnete eine Vorstellungsrunde das Treffen. Hierbei wurden vor allem die verschiedenen, sehr individuellen, jedoch gleich geprägten Fälle von strukturellem Rassismus deutlich. Anschließend kam es zum intensiven Erfahrungs- und Informationsaustausch über unterschiedliche Themen. Zu diesen gehörten unter anderem die Dokumentenbeschaffung, die Dokumentenüberprüfung, der Umgang mit den Standesämtern und Botschaften, die rechtliche Situation oder wichtige Hinweise, um das Eheschließungsverfahren zu bestehen. Künftig wird es nun weitere Treffen geben, die nach der Festigungsphase im Netzwerk selbst auch für andere Betroffene zugänglich gemacht werden. Ein E-Mail-Verteiler existiert bereits, in dem wichtige Erfahrungen und Informationen gestreut werden. Anliegen ist es zudem ein ausführliches Merkblatt zu erstellen sowie durch kleinere Aktionen die Thematik der “Diskriminierung von Eheschließenden” in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen.

Sprachvermittlung individuell gestalten

Kürzlich lud Josha Frey (MdL Bündnis 90/Die Grünen) in Kooperation mit der Wirtschaftsregion Südwest wieder zum Runden Tisch "Integration von Geflüchteten im Arbeitsmarkt" ein. Der Runde Tisch bietet eine Plattform des Austauschs zu aktuellen Themen der Integration für Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung und der Flüchtlingsarbeit. Diesmal gab es Vorträge zum Thema "Sprache als Schlüssel zur Integration", die Referent*innen waren Philipp Schweinfurth (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg), Tatyana Nam (iOR Sprachakademie in Lörrach), Hanna Otter (Arbeitskreis Miteinander) und Markus Körner (Projekt ABC Arbeit*Beruf*Chancen). Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Spracherwerb die Berücksichtigung der individuellen Situation der Lernenden zu sein scheint.

Tübinger Menschenrechtspreis geht an Rechtsanwalt Manfred Weidmann

Am 24. Juni wurde dem Tübinger Rechtsanwalt Manfred Weidmann, der auch seit vielen Jahren im Sprecher*innenrat des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg aktiv ist, der Tübinger Menschenrechtspreis verliehen. Die Preisverleihung bildete den Auftakt der 5. Tübinger Menschenrechtswoche.

Kritik an Gambia-Vorführungen perlt an der Bundesregierung ab

Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag: Probleme werden bestritten oder mit Gleichgültigkeit begegnet

Die Vorführungen vom Personen die (mutmaßlich) aus Gambia stammen vor Delegationen der gambischen Regierung werfen bei vielen Betroffenen und Haupt- und Ehrenamtlichen Fragen auf. Einige dieser Fragen wurden in einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE aufgenommen und an die Bundesregierung gerichtet. Nun liegt die Antwort des Bundesinnenministeriums vor. Aus Sicht des Flüchtlingsrats werden viele problematische Phänomene, die aus der Praxis bekannt sind, entweder geleugnet oder mit einem Schulterzucken quittiert.

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Flüchtlingsrat Baden-Württemberg erhält einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat am 21. Juni stellvertretend für alle Flüchtlingshilfsnetzwerke und Asylarbeitskreise den Anerkennungspreis in der Kategorie "Zivilgesellschaft" erhalten. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und geben den Dank weiter an die ehrenamtlich Engagierten im Land. Auf der Veranstaltung mit rund 800 Gästen wurde zum ersten Mal der Integrationspreis in vier verschiedenen Kategorien vergeben. Weitere Informationen zur Veranstaltung und weiteren Preisträgern sind auf der Homepage des Sozialministeriums einsehbar.

Stellenausschreibung: Psychosoziale Beratung für Frauen mit Fluchthintergrund

Fraueninformationszentrum (FIZ) Stuttgart sucht Verstärkung

Das Fraueninformationszentrum (FIZ) in Stuttgart sucht eine Beraterin (80%) für den Bereich „Psychosoziale Beratung für Frauen mit frauenspezifischen Fluchtgründen, insbesondere für Betroffene von Menschenhandel im Asylsystem". Beginn zum 01.09.2019.
Weitere Informationen im angehängten Dokument oder bei Frau Doris Köhncke, Leitung FIZ unter 0711-23941 56 oder per Mail an koehncke@vij-wuerttemberg.de