Informationen

Teilnehmer*innen des letzten Seminars der YJAG.
Teilnehmer*innen des letzten Seminars der YJAG.

Spenden für junge Journalist*innen in Gambia

Unterstützung für "Young Journalists' Association of The Gambia"

Der Verband junger Journalist*innen in Gambia möchte Nachwuchsreporter*innen befähigen, kritisch und unabhängig über den Themenkomplex Flucht, Migration, Rückkehr und Abschiebung zu berichten. Allzuoft, so der Verband, würde die Berichterstattung über diesen Themen weitgehend aus einer unkritischen Wiedergabe von Standpunkten der Regierung und der IOM bestehen. Dem möchte der Verband mit Fortbildungen und Seminaren für Journalist*innen entgegenwirken. Eine neue Generation von Reporter*innen soll die offiziellen Verlautbarungen kritisch hinterfragen und eigenständige Recherchen betreiben - so die Idee hinter dem Projekt.

Unten finden Sie eine Selbstdarstellung des Verbandes und eine von ihm verfasste Beschreibung des Vorhabens.

Für die Durchführung eines jetzt geplanten Seminars zur Berichterstattung über das Thema Flucht und Migration wird eine Summe von 500 Euro gebraucht. Verwenden Sie hierfür bitte dieses Sependenformular, oder überweisen Sie auf das Konto des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg mit dem Verwendungszweck "Gambia". Sollte die Höhe der eingehenden Spenden 500 Euro übersteigen, wird das überzählige Geld zur Finanzierung der Gambia-Informationsveranstaltungen des Flüchtlingsrats verwendet.

Der Flüchtlingsrat ist der Meinung, dass eine kritische und gut ausgebildete Medienöffentlichkeit in Gambia nicht nur für den Umgang mit dem Migrationsthema, sondern generell als Voraussetzung für den Aufbau einer offenen und demokratischen Gesellschaft extrem wichtig ist. Deshalb kommt der Flüchtlingsrat der Bitte der YJAG um Unterstützung gerne nach und dankt allen Spender*innen bereits jetzt für ihre Unterstützung.

 

So beschreibt der Verband sich und seine Projektidee in eigenen Worten:

Young Journalists' Association of The Gambia (YJAG) wurde 2007 als Untergliederung der Gambia Press Union (GPU) gegründet, dem Dachverband aller gambischen Journalist*innen und Medienorganisationen.

Es ist ein landesweit tätiger Verband, der sich für die Ausbildung angehender Journalist*innen in allen journalistischen Bereichen - Print, Online und Broadcast - aus schulischen Presseclubs im ganzen Land einsetzt. Als Jugendarm der GPU fördert der Verein auch den Qualitätsjournalismus durch die Bereitstellung von Ausbildungsprogrammen für Menschen bis 35 Jahre, die bereits jetzt schon journalistisch tätig sind.
Seit ihrer Gründung hat die YJAG mehrere Kongresse abgehalten, bei denen Vorstände gewählt wurden, um die Geschicke der Vereinigung für jeweils drei Jahre zu lenken - der aktuelle Vorstand um den aktuellen Präsidenten Kebba Jeffang wurde im Mai 2017 gewählt. Herr Jeffang leitete eine Partnerschaft zwischen YJAG und der Deutschen Welle ein, und wurde 2018 zum Global Media Forum nach Bonn eingeladen.

Projektidee: 

Die Young Journalists' Association of The Gambia (YJAG) hat eine satzungsgemäße Verantwortung, Mitglieder (junge Journalist*innen) in verschiedenen Entwicklungsbereichen durch verschiedene Capacity-Building-Programme auszubilden. Wir haben dies bei zahlreichen Gelegenheiten in verschiedenen Themenbereichen getan - das jüngste fand im August zu digitaler Wirtschaft und Datenberichterstattung statt.

In Anbetracht der Tatsache, dass Migrations- und Flüchtlingsfragen weltweit im Trend liegen, insbesondere aber viele Menschen aus Gambia ihr Leben haben auf einer gefährlichen Reise nach Europa auf der Suche nach einer vermeintlich besseren Zukunft, hat dies viele Bedenken hervorgerufen, die zu einer umfassenden Medienaufmerksamkeit geführt haben. Als Verband haben wir festgestellt, dass die Mehrheit der Nachrichteninhalte nicht die Realität von Migrant*innen in europäischen Ländern widerspiegelt. Wir haben auch beobachtet, dass westliche Medien den Inhalt der lokalen Medien in Gambia weitgehend beeinflusst haben. Der Grund dafür ist, dass die meisten (überwiegend jungen) lokalen Reporter*innen nicht über eine umfassende Fähigkeit verfügen, die ihnen von den Internationalen Organisationen für Migration (IOM) zur Verfügung gestellten Informationen kritisch zu analysieren. In den Nachrichtenberichten wird überwiegend gesehen, dass Artikel massiv auf IOM-Daten basieren, die immer negativ gegenüber Migrant*innen sind, und solche Berichte enthalten nicht auch gegenteilige Daten, um die Positiven widerzuspiegeln - als Ergebnis hat man eine Nachricht, die stark unausgewogen ist.
Als Verband wollen wir den Geist unserer Mitglieder, die den Großteil der Redaktionen ausmachten, wieder auf eine faire und ausgewogene Berichterstattung über Migrations- und Flüchtlingsfragen und Menschen, die daran beteiligt sind, konzentrieren.
YJAG pflegt eine Partnerschaft mit der Media Academy for Journalism and Communications (MAJaC), deren Trainer*innen wir für die Durchführung des Trainings einsetzen können. Das Training ist als zweitägige Veranstaltung geplant, die etwa 30 Teilnehmer zusammenbringt.

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