Rassismus & Rechtsextremismus

Studie: Jede*r dritte Deutsche vertritt ausländerfeidnliche Positionen

56 Prozent stimmen der Aussage zu, sie fühlten sich durch vielen Muslime als Fremde im eigenen Land

Die aktuelle Studie der Universität Leipzig zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen kommt zu erschreckenden Ergebnissen:
Mehr als ein Drittel der Deutschen hält die Bundesrepublik in gefährlichem Maße für überfremdet.
Gravierend hoch ist die Abwertung von "Gruppen", die als "fremd" oder "abweichend" wahrgenommen werden wie Sinti und Roma, Asylbewerbern und Muslimen.
So stimmen beispielsweise 60 Prozent der Deutschen der Aussage zu, dass "Sinti und Roma zur Kriminalität neigen", 56 Prozent haben Probleme damit, wenn sich Sinti und Roma in ihrer Gegend aufhalten.
56 Prozent stimmen der Aussage zu, sie fühlten sich "durch die vielen Muslime als Fremde im eigenen Land".
10 Prozent finden ausdrücklich, dass "Juden etwas Besonderes an sich haben und nicht so recht zu uns passen".

Was tun gegen rechte oder rassistische Bedrohungen?

Überblick des Informationsverbunds Asyl&Migration

Immer öfter werden Menschen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren angefeindet, bedroht oder gar angegriffen.
Die Ergebnisse eines Workshops zu diesem Thema wurden nun mit weiterführenden Informationen und Links veröffentlicht.

Flüchtlinge sind nicht an allem schuld!

Aktualisierter Flyer des Flüchtlingsrats NRW zur Entkräftung von Vorurteilen

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. hat einen aktualisierten Flyer zum Thema Vorurteile gegenüber Flüchtlingen veröffentlicht. Hierin greift er gängige Vorurteile von Rechtpopulisten wie „Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg!“ und „Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche!“ auf und widerlegt diese durch Fakten.

Rechtlicher Diskriminierungsschutz für Flüchtlinge, Asylsuchende und Personen mit einer Duldung

Basisinformationen für die Beratungspraxis des Informationsverbunds Asyl und Migration

Die Basisinformationen des Informationsverbunds Asyl und Migration erklären, was „rassistische Diskriminierung“ im Sinne des Rechts ist, welche Formen von Diskriminierung rechtlich geahndet werden können, welche Akteure belangt werden können bzw. inwiefern das Recht auch vor institutionellen Diskriminierungen schützt. Sie bieten einen Überblick über die verschiedenen rechtlichen Möglichkeiten des Diskriminierungsschutzes sowie jeweils ein Kapitel zum Diskriminierungsverbot nach Artikel 3 GG und zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Ebenso erläutern sie, warum es sich lohnt, gegen Diskriminierung vorzugehen und welche Stellen Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte zur Seite stehen können.

Positionieren. Konfrontieren. Streiten. - Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

Handreichung der Amadeo Antonio Stiftung

Die Handreichung „Positionieren. Konfrontieren. Streiten.“ richtet sich an Parteien, Medien, Wirtschaft, Gewerkschaften, Sportverbände, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie staatliche Verwaltungen. Zahlreiche Praxisbeispiele und Interviews sollen die Leser*innen ermutigen, sicherer und offensiver in die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Positionen und Strategien zu treten.

25 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen: Erschreckend hohes Maß an rassistischer Gewalt

PRO ASYL fordert Solidarität mit Opfern rechter Gewalt

Anlässlich des 25-jährigen traurigen Jahrestages des Rostocker Pogroms fordert PRO ASYL ein Bleiberecht für die Opfer rassistischer Gewalt. Ein Bleiberecht ist ein starkes politisches Signal gegen rechte Gewalt. Die Opfer brauchen Schutz und Sicherheit. Sie werden in die Lage versetzt, in Strafverfahren gegen die Täter mitzuwirken.

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LEUCHTLINIE Wirkungsbericht 2016

Rechte Gewalt - Die Sicht der Opfer

Der erste Wirkungsbericht der landesweiten Beratungsstelle LEUCHTLINIE wurde veröffentlicht. Die Anlaufstelle bietet Betroffenen von rechter Gewalt kompetente Hilfe und Unterstützung in der Bewältigung von psychischen, physischen und materiellen Schäden. Der Flüchtlingsrat BW unterstützt die Arbeit von LEUCHTLINIE im Kampf gegen rechte Gewalt auch im Wirkungsbericht, mit einem Artikel über rassistische Angriffe auf Geflüchtete. Diesen und weitere Artikel können Sie hier nachlesen. 

Schutz vor Gewalt und Empowerment für geflüchtete Menschen

Bund für Soziale Verteidigung entwickelt Trainingskonzept

Als Reaktion auf die anhaltend hohe Anzahl von gewalttätigen Angriffen auf geflüchtete Menschen und ihre Unterkünfte entwickelt der Bund für Soziale Verteidigung e.V. ein Trainingskonzept für geflüchtete Menschen, die in Wohnheimen oder Flüchtlingsunterkünften wohnen und von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Gemeinsam mit den Bewohner*innen und freiwilligen sowie hauptamtlichen UnterstützerInnen werden die verschiedenen potentiellen Gefahrenlagen und Bedrohungen analysiert und Handlungsmöglichkeiten dagegen entwickelt.

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SPRACHFÄHIG in der Flüchtlingsdebatte

Fakten und Argumente gegen rechte Parolen und Vorurteile

Gemeinsam mit der Diakonie Hessen, dem Förderverein PRO ASYL und der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus hat der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz eine Online-Broschüre erarbeitet, die an Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit adressiert ist. Sie sollen in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gestärkt werden, indem zum einen herausgearbeitet wird, dass ihr Einsatz für Schutzsuchende und damit für die Menschenrechte keiner Rechtfertigung bedarf und zum anderen aktuelle Daten und Fakten zusammengestellt werden, um in der Debatte mit „flüchtlingskritischen“ Personen vor Ort gegen verbreitete Parolen und Vorurteile argumentieren und „Überzeugungsarbeit“ leisten können.

Das Grundrecht auf Diskriminierung

Ein Kommentar zu Günter Oettinger und seinen Verteidigern

Nach der Kritik an den rassistischen und homophoben Äußerungen von Günter Oettinger holen die Verteidiger alteingesessener Privilegien zum Gegenschlag aus. In den „Stuttgarter Nachrichten“ ergreift Wolfgang Molitor mit einem leidenschaftlichen Appell Partei für das Grundrecht eines jeden hetereosexuellen biodeutschen Mannes, andere herabzuwürdigen.

Ein Kommentar von Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg.

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