Roma-Flüchtlinge

8. April - Internationaler Roma-Tag

Presemitteilung der Anlaufstelle PRO ROMA Waldkirch

Die Anlaufstelle PRO ROMA Waldkirch äußert sich anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April: "Jährlich wird am 8. April die Kultur der Roma gefeiert und an ihren wichtigen Kampf um Menschen- und Bürgerrechte erinnert. Nach wie vor ist dieser Kampf wichtig, denn noch immer sind Roma europaweit in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (u.a. Bildungsbereich, Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt) benachteiligt und von Antiziganismus betroffen."

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Infoveranstaltung von URI für Holocaust-Überlebende im vergangenen Jahr.

Spendenaufruf für die Roma-Community in Südserbien

Große Notlage nach Ausgangssperre wegen Coronavirus

Den Flüchtlingsrat Baden-Württemberg erreichte in diesen Tagen ein dringender Hilfeaufruf seiner Partnerorganisation URI aus Serbien. Aufgrund der Restriktion anlässlich des Coronavirus dürfen Menschen über 65 ihre Wohnung nicht verlassen. Die ohnehin prekäre Lage der Roma wird in dieser Situation noch gefährlicher. Für viele bricht die Möglichkeit zum Geldverdienen durch Saisonarbeit weg, auch die unzureichende Gesundheitsversorgung verursacht große Problem. URI bittet um Spenden, um gerade den rund 300 älteren Roma, von denen rund 100 Holocaust-Überlebende sind, in der Not zu helfen.

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Hilfe für Roma-Schulkinder in Nordmazedonien

Projekt der Beratungsstelle Pro Roma mit einer Partnerorganisation vor Ort

Die Beratungsstelle Pro Roma aus Waldkirch initiiert ein Unterstützungsprojekt für Romakinder an einer Schule in Shutka / Nordmazedonien. Gemeinsam mit der örtlichen Roma-Organisation „Kham-Sijan“ (Sonne) sollen die Kinder an der Schule mit Kleidung, Schulmaterial und Mittagessen versorgt werden. Zur Unterstützung des Projekts wird um Spenden gebeten.

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie im Projektflyer.

Tahiri-Schwestern: Abgeschoben aus der Heimat

Abschiebung junger Kosovarinnen nach Serbien löst Empörung aus

Am 27. September wurden die Schwestern Gylten und Gylije Tahiri  (21 und 23 Jahre alt) im Rahmen einer Sammelabschiebung nach Serbien abgeschoben. Die Schwestern sind im Alter von einem und drei Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflohen, nachdem sie wie viele andere Roma nach dem Kosovo-Krieg gewaltsam vertrieben wurden. Sie haben in Deutschland Kindergarten und Schule besucht, haben gearbeitet und sprechen nur Deutsch und ein bisschen Albanisch. Sie sind kosovarische Staatsangehörige, dennoch wurden sie nach Serbien abgeschoben. Nun sind sie in einem fremden Land, zu dem sie keinen Bezug haben, wo sie niemanden kennen, die Sprache nicht beherrschen und keinerlei staatliche Unterstützung bekommen. Ein verzweifelter Hilferuf per Video wurde von hunderttausenden Menschen gesehen und hat eine große Medienresonanz ausgelöst. Eine Petition für ihre Rückkehr ist binnen weniger Tage von über 30 000 Menschen unterzeichnet worden.

Presseberichte zum Thema:

Westbalkan-Regelung: Wie eine Bevölkerungsgruppe ausgeschlossen wird

Experte: Roma profitieren kaum von Arbeitsvisums-Regelung

In einem Beitrag im Fluchtforschungsblog erklärt der Westbalkan-Experte Stephan Müller, wie die Roma aus den Westbalkanländern 2015 benutzt wurden, um eine Verschärfung des Asylrechts durchzusetzen. Von den Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang die Kritik besänftigen sollten - zum Beispiel das erleichterte Arbeitsvisum für Menschen aus den Westbalkanstaaten - profitieren sie jedoch kaum, so seine These.

Einleitung eines landesweiten Roma-Netzwerks

Die Anlaufstelle Pro Roma der katholischen Seelsorgeeinheit Waldkirch hatte in Kooperation mit dem Roma-Büro Freiburg zum ersten landesweiten Treffen von Roma nach Waldkirch eingeladen, es kamen über 90 Menschen aus ganz Baden-Württemberg. Kenan Emini (Vorsitzender des Roma-Centers Göttingen und Mitglied des Bundes Roma Verband) sprach im Einführungsvortrag über die Arbeit der Initiative "Alle bleiben", die sich für die Rechte von Roma, die von Abschiebung bedroht sind, einsetzt. Mit Gästen, Kemal Ahmed (Pro Roma) und Sean McGinley (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg) wurde im Anschluss die Gründung eines landesweiten Netzwerkes eingeleitet.

Vertrieben, vergiftet und vergessen

20 Jahre nach dem Kosovo-Krieg: Die Rom*nija und andere Minderheiten sind die vergessenen Opfer

20 Jahre nach dem Kosovo-Konflikt erinnert die Rosa-Luxemburg-Stiftung an ein weitgehend unbekanntes Kapitel dieser Geschichte: Die gewaltsame Vertreibung der Minderheiten - neben Serb*innen auch Rom*nija, Ashkali und Ägypter*innen - durch albanische Nationalist*innen unter den Augen der NATO-Truppen in der unmittelbaren Nachkriegszeiten.

Dem wachsenden Antiziganismus entgegentreten!

Gemeinsame Pressemitteilung der Beratungsstelle Pro Roma und des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg zum Internationalen Roma-Tag am 8. April

Anlässlich des Internationalen Roma-Tages am 8. April erinnern die Roma-Gemeinschaft und ihre Unterstützer*innen an den Beginn der weltweiten Roma-Bürgerrechtsbewegung und mahnen die fortwährende Diskriminierung und Ausgrenzung dieser Minderheit an. Dieser Tag erinnert aber auch an Verfolgung und Diskriminierung, denen die Roma über Jahrhunderte hinweg ausgesetzt waren, und an den auf Vernichtung zielenden Rassismus des NS-Regimes. Erst nach vier Jahrzehnten hat die Bundesregierung den Völkermord an Sinti und Roma anerkannt. Dass sie dies überhaupt getan hat, war ein Verdienst der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Deutschland, die viele Jahre hierfür gekämpft hat.

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Gewalt-Vorwürfe gegen Securities in Karlsruhe

Betroffene und Zeug*innen wenden sich an Beratungsstelle "Pro Roma"

Die Beratungsstelle "Pro Roma" in Waldkirch berichtet von gewaltsamen Übergriffen von Security-Person in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in der Felsstraße in Karlsruhe gegen Geflüchtete aus Mazedonien. Laut Betroffenen und Zeug*innen hatten sich die Securities über spielende Kinder auf den Fluren beschwert und hätten anwesende Personen anschließend geschlagen und zu Boden geworfen. Betroffene und Zeug*innen berichten ebenfalls, dass sie anschließend von den Securities angewiesen worden seien, niemand zu sagen, was passiert sei. Eine Zeugin hat im Interview mit Radio Dreyeckland über den Vorfall gesprochen.

Romakinder - Schule ohne Abschiebung!

Auf ihre Kampagne "Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung" wies kürzlich das Roma-Center in Göttingen hin. Danach werden viele Roma-Kinder, auch die, die in Deutschland geboren werden und eine Schule besuchen, abgeschoben. Ca. 75% von ihnen gehen danach nie wieder in die Schule, da sie die Sprache ihres vermeintlichen Herkunftsland nicht beherrschten oder diskriminiert würden. Weitere Informationen bzw. Kontaktdaten anbei.