Soziales: Unterbringung

Mindeststandards zum Schutz von traumatisierten Geflüchteten in Flüchtlingsunterkünften

Die "Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" vom Bundesfamilienministerium und UNICEF hat mit Beteiligung der BAfF e.V. ergänzend zu den "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen Flüchtlingsunterkünften" einen Annex zur besonders vulnerablen Gruppe der Menschen mit Traumafolgestörungen veröffentlicht. Nachzulesen unter Annex 3:

Fehlen verbindlicher Standards macht sich bemerkbar

Abschlussbericht der Lagertour 2017/18

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat zwischen Oktober 2017 und Februar 2018 Geflüchtetenunterkünfte (vor allem Gemeinschaftsunterkünfte) im ganzen Land besucht, um sich ein Bild von der aktuellen Unterbringungssituation zu machen. Es wurden insgesamt 26 Unterkünfte in 13 Stadt- und Landkreisen besucht. Dabei wurde darauf geachtet, alle Regionen des Landes sowie Großstädte, Kleinstädte und kleine Gemeinden zu berücksichtigen. Auch wenn diese Untersuchung nicht den Anspruch erheben kann, repräsentativ zu sein, gehen aus Sicht des Flüchtlingsrats einige wichtige Erkenntnisse daraus hervor.

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Privatsphäre und Verhältnis zwischen Personal und Bewohner*innen in Gemeinschaftsunterkünften

Ergebnisse einer Studie des Instituts für Menschenrechte

Gemeinschaftsunterkünfte zeichnen sich häufig durch eine eingeschränkte Privatsphäre aus. Sozialarbeiter*innen und Unterkunftsleitungen sollen hier, unter häufig schwierigen Bedingungen, sowohl ein möglichst harmonisches Zusammenleben organisieren als auch die Bedürfnisse und Rechte der einzelnen Bewohner*innen achten.

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Studie zu Auswirkungen der Wohnsitzauflage nach § 12a AufenthG

Anlässlich der Pläne, eine landesweite Wohnsitzauflage in Sachsen einzuführen, befasste sich eine Studie des Mercator Forums Migration und Demokratie an der Technischen Universität Dresden mit der Ausgestaltung und Zielsetzung von Wohnsitzauflagen gemäß § 12a AufenthG. Unter anderem kommt die Studie zu dem Schluss, dass Wohnsitzauflagen nicht als singuläres Instrument bei der Integration eingesetzt werden sollen, da "Integration ein multidimensionaler Prozess [sei], der nur bedingt politisch steuerbar ist".

Arbeitshilfe zur Vorbereitung zukünftiger Pflegeeltern

Das Kompetenzzentrum Pflegekinder hat eine Arbeitshilfe zur Vorbereitung von zukünftigen Pflegeeltern herausgegeben. Diese gibt Impulse, Anregungen und Orientierung, wie die Vorbereitungsphase auf ein Pflegeverhältnis - von der ersten Information für interessierte Personen bis hin zur gemeinsamen Entscheidung - gestaltet werden kann. Die Broschüre kann auf der Homepage des Kompetenzzentrum Pflegekinder bestellt werden.
Als Download stehen dort außerdem die schon etwas ältere Handreichung „Jugendliche Flüchtlinge in Gastfamilien“ und die Bibliographie „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Kinderflüchtlinge, Kindersoldaten“ zur Verfügung.

Deutsches Institut für Menschenrechte beklagt Missstände in Flüchtlingsunterkünften

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIM) kritisiert in seinem Menschenrechtsbericht 2017 die Missstände in deutschen Flüchtlingsunterkünften. Der Bericht spricht dabei vor allem die Schwierigkeiten für Geflüchtete mit Behinderung und die Rahmenbedingungen des Lebens in Flüchtlingsunterkünften an. Vielfach würden Grund- und menschenrechtliche Standards in Unterkünften nicht eingehalten und besonders schutzbedürftige Geflüchtete würden nicht ausreichend geschützt und unterstützt.

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BICC veröffentlicht Studie zu Konflikten in Unterkünften für Geflüchtete

Das Bonn International Center for Conversion (BICC) führte eine Studie zu Konflikten in Flüchtlingsunterkünften durch und entwickelte darauf basierend Konfliktvermeidungsstrategien und Empfehlungen für ein friedliches gemeinsames Zusammenleben. Hierfür wurden über 30 Unterkünfte in Nordrhein-Westfalen untersucht und Gespräche mit Einwohnern und verschiedenen Angestellten geführt. Die Handlungsempfehlungen sind nun in acht Sprachen verfügbar.

Offener Brief der Stuttgarter Freundeskreise wegen Nutzungsgebührenerhöhung

Die Nutzungsgebühren für Geflüchtete, die ihren Lebensunterhalt über Erwerbstätigkeit selbst sichern, wurden in einigen Landkreisen stark angehoben. In Stuttgart ist die Situation besonders drastisch (Pressemitteilung Flüchtlingsrat BW und Artikel vom 28. August). Um die Politiker*innen auf die Problematik hinzuweisen und eine Änderung zu erwirken, haben Stuttgarter Freundeskreise Ihre Kritik in einem offenen Brief formuliert. Dieser Brief soll von möglichst vielen Menschen an die einzelnen Stadträte geschickt werden. Die Stuttgarter Engagierten freuen sich über Ihre Unterstützung.

Hohe Nutzungsgebühren für Geflüchtete mit eigenem Einkommen

Erste Ergebnisse der Umfrage und Hinweise für die Praxis

Im Newsletter vom 9.5.2017 haben wir Sie darum gebeten, mitzuteilen, wenn die Nutzungsgebühren für Geflüchtete mit eigenem Einkommen auch in Ihrem Landkreis oder Ihrer Gemeinde signifikant angehoben worden sind. Ganz herzlich bedanken wir uns bei den Engagierten, die uns über die jeweilige Situation vor Ort Informationen haben zukommen lassen. Im Folgenden stellen wir die ersten Ergebnisse der Umfrage dar und geben Hinweise, wie Sie vor Ort mit Gebührenerhöhungen umgehen können. Wir bleiben weiter an dem Thema dran und sind dafür weiterhin auf Ihre Mithilfe angewiesen: Um die Auswirkungen der Nutzungsgebührenerhöhung deutlich zu machen, sind aus unserer Sicht detailliert geschilderte Einzelfälle nötig. Daher freuen wir uns über die Zusendung von kurzen Beschreibungen Ihrer Fälle vor Ort am besten mit folgenden Angaben: Höhe der zu zahlenden Nutzungsgebühren, Höhe des Gehalts, Zimmergröße, Zustand der Unterbringung sowie ggf. Fotos und persönliche Konsequenzen der Nutzungsgebührenerhöhung. Vielen Dank für die Unterstützung!

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Zugang zur Kinder- und Jugendhilfe

UNICEF Deutschland und BumF stellen Handreichung vor

UNICEF Deutschland und der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. haben eine Handreichung dazu erarbeitet, wie sich der Zugang zur Kinder- und Jugendhilfe für Familien gestaltet, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind. In diesem Rahmen wurden schriftliche Rückmeldungen und telefonische Interviews mit Mitarbeitenden aus Jugendämtern, Beratungsstellen und Flüchtlingsunterkünften aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewertet.
Das Ziel dieser Handreichung ist es, eine fachpolitische Diskussion anzustoßen und dazu einen Beitrag zu leisten, indem wir anhand konkreter Beispiele und Handlungsempfehlungen aufzeigen, wie sich der  Rechtsanspruch geflüchteter Kinder und Jugendlicher auf Leistungen, Angebote und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis umsetzen lässt.