Aktuelles

Infoportal für Geflüchtete nun auch auf Türkisch

Elfte Sprachversion von "W2BW" geht online

Das Infoportal www.w2bw.de, das im Rahmen des Projekts "Welcome2BW", an dem der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg beteiligt ist, entstanden ist, ist nun auch in türkischer Sprache verfügbar. Das Portal, das Basisinformationen zu Themen wie Asylverfahren, Unterbringung, Bildung, Arbeit sowie Freizeit und Alltag beinhaltet,  ist damit nun in insgesamt elf verschiedenen Sprachen verfügbar.  Das Projekt "Welcome2BW" wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds sowie durch die UNO-Flüchtlingshilfe kofinanziert. 

Familiennachzug für Überlebende von Folter und traumatisierte Geflüchtete nahezu unmöglich

Pressemitteilung anlässlich des Tages zur Unterstützung von Folteropfern von refugio stuttgart e.v. am 24.Juni 2019

Der Tag zur Unterstützung von Folteropfern findet seit 1988 jährlich am 26. Juni statt. Der Gedenktag soll an die Internationale Konvention gegen Folter und andere unmenschliche, erniedrigende Handlungen und Strafen erinnern und daran, dass Folter noch immer eine gängige Praxis in vielen Ländern darstellt. Die Antifolterkonvention (engl. Abkürzung: CAT) der Vereinten Nationen trat am selben Tag im Jahr 1987 in Kraft.
Viele Geflüchtete haben in ihrer Heimat oder während der Flucht Folter erfahren. Refugio stuttgart e.v. ist ein psychosoziales Zentrum im Raum Stuttgart und bietet u.a. traumaspezifische psychologische Beratung für Flüchtlinge, Folterüberlebende und deren Angehörige an. Anlässlich des heutigen Tages, veröffentlichte Refugio eine Pressemitteilung, die u.a. die Frage aufwirft, wie eine Person getrennt von der Familie gesund werden soll.

Kritik an Gambia-Vorführungen perlt an der Bundesregierung ab

Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag: Probleme werden bestritten oder mit Gleichgültigkeit begegnet

Die Vorführungen vom Personen die (mutmaßlich) aus Gambia stammen vor Delegationen der gambischen Regierung werfen bei vielen Betroffenen und Haupt- und Ehrenamtlichen Fragen auf. Einige dieser Fragen wurden in einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE aufgenommen und an die Bundesregierung gerichtet. Nun liegt die Antwort des Bundesinnenministeriums vor. Aus Sicht des Flüchtlingsrats werden viele problematische Phänomene, die aus der Praxis bekannt sind, entweder geleugnet oder mit einem Schulterzucken quittiert.

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Verlängerter Abschiebestopp für Syrien bis Ende 2019

Uneinigkeit bei Abschiebungen nach Afghanistan

Auf der Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern Ende letzter Woche wurde der Abschiebestopp für Syrien erneut verlängert. Aufgrund der gegenwärtig "unübersichtlichen" Lage im Land gilt der Abschiebestopp bis Ende des Jahres. Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen fordern jedoch Ausnahmen, um bei einer Entspannung der Lage, Straftäter und Gefährder abschieben zu können. Ein aktualisierter Lagebericht zur Situation in Syrien soll im Herbst vorgelegt werden. Die Diskussion um Abschiebungen nach Afghanistan konnte auf der IMK nicht geklärt werden. Weitere Infos hier:

VG Freiburg zum Familienasyl: Unverzüglich heißt nicht immer zwei Wochen

Mit Urteil vom 16. April 2019 (Aktenzeichen: A 5 K 2488/18) hat das VG Freiburg entschieden, dass auch ein mehr als vier Wochen nach Einreise gestellter (förmlicher) Asylantrag ausnahmsweise noch unverzüglich im Sinne der Vorschriften über das Familienasyl (§ 26 AsylG) sein kann. Was war passiert:

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Appell an die Bundesländer

Pressemitteilung zum Runden Tisch am Rande der Innenministerkonferenz in Kiel

Auf Initiative des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein und des IMK-Vorsitzlandes Schleswig-Holstein hat anlässlich der in Kiel vom 12. bis 14. Juni tagenden Innenministerkonferenz am 11. Juni ein Runder Tisch mit Organisationen der Zivilgesellschaft stattgefunden. Erstmalig hatten dabei Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Selbstorganisationen sowie Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen Gelegenheit in dieser Form ihre festgestellten Handlungsbedarfe an die tagenden Innenminister aus Bund und Ländern heranzutragen. Auch der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg war vertreten, durch Julian Staiger, der erklärte, warum Abschiebungen nach Gambia in der aktuellen Situation unverantwortlich sind.

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Vertrieben, vergiftet und vergessen

20 Jahre nach dem Kosovo-Krieg: Die Rom*nija und andere Minderheiten sind die vergessenen Opfer

20 Jahre nach dem Kosovo-Konflikt erinnert die Rosa-Luxemburg-Stiftung an ein weitgehend unbekanntes Kapitel dieser Geschichte: Die gewaltsame Vertreibung der Minderheiten - neben Serb*innen auch Rom*nija, Ashkali und Ägypter*innen - durch albanische Nationalist*innen unter den Augen der NATO-Truppen in der unmittelbaren Nachkriegszeiten.

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg erhält einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat am 21. Juni stellvertretend für alle Flüchtlingshilfsnetzwerke und Asylarbeitskreise den Anerkennungspreis in der Kategorie "Zivilgesellschaft" erhalten. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und geben den Dank weiter an die ehrenamtlich Engagierten im Land. Auf der Veranstaltung mit rund 800 Gästen wurde zum ersten Mal der Integrationspreis in vier verschiedenen Kategorien vergeben. Weitere Informationen zur Veranstaltung und weiteren Preisträgern sind auf der Homepage des Sozialministeriums einsehbar.

Notbremse ziehen! Union will grenzenlos nach Afghanistan abschieben, »Geordnete-Rückkehr-Gesetz« ebnet den Weg

Pressemitteilung von PRO ASYL vom 06.06.2019

PRO ASYL ruft die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu auf, das "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" abzulehnen

Am morgigen Freitag soll das »Geordnete-Rückkehr-Gesetz« im Bundestag verabschiedet werden. Daher richtet PRO ASYL einen besonderen Appell an die Abgeordneten der SPD. PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt appelliert: »Ziehen Sie die Notbremse, das Hau-ab-Gesetz öffnet den Weg für schrankenlose Inhaftierungen und Abschiebungen nach vorheriger Entrechtung und Isolation in den AnkERzentren.«

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Stellenausschreibung: Psychosoziale Beratung für Frauen mit Fluchthintergrund

Fraueninformationszentrum (FIZ) Stuttgart sucht Verstärkung

Das Fraueninformationszentrum (FIZ) in Stuttgart sucht eine Beraterin (80%) für den Bereich „Psychosoziale Beratung für Frauen mit frauenspezifischen Fluchtgründen, insbesondere für Betroffene von Menschenhandel im Asylsystem". Beginn zum 01.09.2019.
Weitere Informationen im angehängten Dokument oder bei Frau Doris Köhncke, Leitung FIZ unter 0711-23941 56 oder per Mail an koehncke@vij-wuerttemberg.de