Zahlen & Fakten

Höchste Zahl an Asylanträgen, höchste Zahl an nicht bearbeiteten Anträgen

Mit 79.000 Asylantragsteller/innen (BaWü: 7.100) gab es im Juli 2015 laut BAMF-Präsident Schmidt einen "Allzeitrekord". Im ersten Halbjahr 2015 haben in Deutschland knapp 180.000 Menschen einen Asylantrag gestellt, darunter knapp 20.000 Asylfolgeanträge. Hauptherkunftsland ist mit weitem Abstand Syrien. Aus den Balkanstaaten Serbien, Mazedonien, Bosnien, Kosovo, Montenegro und Albanien stammen 33% aller Asyl-Erstantragsteller/innen, wobei die Zahl der Flüchtlinge aus dem Kosovo seit März 2015 wieder deutlich zurückgegangen ist. Die Gesamtschutzquote beträgt im 1. Hj 2015 36,1 %. Die Zahl der vom BAMF unbearbeiteten Asylanträge ist mit ca. 209.000 doppelt so hoch als noch 2014.

Weiterlesen …

Trauriger Rekord: Fast 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

Weltweit waren Ende 2014 rund 59,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Das geht aus dem UN-Jahresbericht „Global Trends 2014“ hervor, der anlässlich des Weltflüchtlingstags (20. Juni) veröffentlicht wurde. Ein Jahr zuvor hatten die Flüchtlingszahlen noch bei 51,2 Millionen Personen gelegen. Damit ist die Steigerung von 2013 auf 2014 die höchste, die jemals im Laufe eines Jahres vom UNHCR dokumentiert wurde. 13,9 Millionen Menschen wurden allein im Jahr 2014 neu vertrieben. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres beschrieb die dramatische Entwicklung mit folgenden Worten: "Wir geraten in eine Epoche, in der das Ausmaß der globalen Flucht und Vertreibung sowie die zu deren Bewältigung notwendigen Reaktionen alles davor Gewesene in den Schatten stellen"

Weiterlesen …

UNHCR: Asylantragszahlen in Industrieländern auf höchstem Stand seit 22 Jahren

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zählte 2014 in den Industrieländern 866 000 Asylbewerber. Damit lag die Zahl der Asylanträge um 45 Prozent höher als im Jahr zuvor. Dies geht aus dem UNHCR-Bericht "Asylum Trends 2014" hervor, der am 26. März in Genf veröffentlicht wurde. In absoluten Zahlen war Deutschland mit 173.000 Erstanträgen das Hauptzielland der Flüchtlinge, gefolgt von den USA (121.000) und der Türkei (87.000). Bezogen auf die Einwohnerzahl führt Schweden mit 75.000 Erstanträgen die Liste an.

Für 2015 rechnet der UNHCR mit einem weiteren Anstieg der Antragszahlen, da viele der 3,9 Millionen in die Nachbarstaaten geflohenen Syrer nicht an ein Ende des Krieges in ihrem Heimatland glauben und somit ein Anhalten des Flüchtlingsstroms nach Europa zu erwarten ist.

Jahresstatistik 2014 für Baden-Württemberg: Über 25.000 neue Asylsuchende

Nach Angaben des Ministerium für Integration wurden in Baden-Württemberg im Jahr 2014 insgesamt 25.673 Asylerstantragsteller/innen aufgenommen (BRD: 173.072). Während im zweiten Halbjahr die Zahl der Asylsuchenden aus Syrien und Serbien sank, stieg die Zahl von Antragsteller/innen aus dem Kosovo stark an. Dieser Trend setzte sich auch Anfang 2015 fort. Im Januar 2015 wurden 3.695 Asylsuchende aufgenommen, davon 1.306 aus dem Kosovo.

Weiterlesen …

Zahl der Asylanträge 2014 um fast 60 % angestiegen

Laut der Asylgeschäftsstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge stellten im Jahr 2014 202.834 Personen einen Asylantrag. Im Vergleich zum Vorjahr stellte dies einen Anstieg um 59,7 % dar. Mehrheitlich handelte es sich um Erstanträge (173.072), die Zahl der Folgeanträge belief sich auf 29.762. Insgesamt hat das BAMF im vergangenen Jahr über 128.911 Erst- und Folgeanträge entschieden. Die Gesamtschutzquote, d.h. der Anteil der Verfahren, die Asylanerkennungen, Zuerkennungen der Flüchtlingseigenschaft oder Gewährung von subsidiärem Schutz zum Ergebnis hatten, betrug 31,5 % (2013: 24,9 %). Demgegenüber wurden 33,4 % der Anträge als unbegründet bzw. offensichtlich unbegründet abgelehnt (2013: 38,5 %), während 35,2 % „formell“ abgelehnt wurden, was in ca. der Hälfte aller Fälle auf Dublin-Verfahren zurückzuführen war.

Weiterlesen …

Anstieg der Aufgriffe von Flüchtlingen bei Polizeikontrollen

Immer mehr Flüchtlinge werden auf ihrem Fluchtweg in Grenzregionen, Zügen oder an Bahnhöfen von der Polizei kontrolliert und festgenomme. In Baden-Württemberg wurden nach Medienberichten im Jahr 2014 bereits 5.200 Personen aufgegriffen, die meisten davon in der deutsch-französischen Grenzregion im Ortenaukreis (Kehl, Offenburg) und am Stuttgarter Hauptbahnhof. Wenn sich die häufig als "Illegale" bezeichneten als Asylsuchende zu erkennen geben, werden Personalien aufgenommen und anschließend der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Karlsruhe zugeleitet. Im Stuttgarter Hauptbahnhof hat die Bundespolizei eine Unterkunft mit Feldbetten und Decken eingerichtet und versorgt die Flüchtlinge mit Essen. Die Stadt Stuttgart habe Personal aus dem Bereich der Rückkehrberatung für die sprachliche Verständigung bereit gestellt.

Weiterlesen …

Voraussichtlich 200.000 Asylanträge im Jahr 2014

Nach Informationen des Bundesinnenministeriums steigt die Zahl der in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge weiter an. Bis Ende September haben 136.039 Menschen einen Asylantrag gestellt, 60% mehr als im Vorjahr. Ingesamt werden in 2014 bis zu 200.000 neue Asylsuchende prognostiziert, für Baden-Württemberg rund 26.000 (2013: 13.600) Den größten Anstieg gibt es bei Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea. Dies dürfte primär mit der italienischen Seenotrettungsaktion "Mare nostrum" zu tun haben und mit der Tatsache, dass Italien viele Flüchtlinge weiterreisen lässt. Die Hauptzufluchtländer, zu denen auch Deutschland gehört, fordern nun ein neues Verteilsystem in Europa.

Weiterlesen …

Zwei Milliarden für den Grenzschutz, kein Cent für Rettung von Flüchtlingen

Amnesty-Bericht über das europäische Asylsystem

  • - 09.07.2014 Taz: „Amnesty-Bericht zu Asyl in Europa“. Zwei Milliarden Euro für die Festung. Die EU gibt dreimal so viel Geld für die Abschottung an den Grenzen aus wie für die Verbesserung von Asylverfahren. Amnesty kritisiert das als „makaber“.

Weiterer Anstieg der Asylantragszahlen

Laut Asylgeschäftsstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wurden im ersten Halbjahr 2014 67.441 Asylerstanträge gestellt (2013: 43.016). Die Zahl der Asylfolgeanträge stieg im gleichen Zeitraum auf 5.508 (2013: 9.668) . Das Bundesamt hörte 26.803 (24% mehr als im Vorjahr) Insgesamt 60.467 Erst- und Folgeanträge wurden im bisherigen Jahr entschieden (2013: 31.191. Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer im 1. Hj. 2014 bei 26,6 % (2013: 24,9%). Die Zahl der anhängigen Verfahren lag Ende Juni bei 112.873 Verfahren (2013: 67.583). Die drei stärksten Herkunftsländer im 1. Hj. 2014 sind: Syrien (12.077 Erstanträge, +167,4 %), Serbien (6.278 Erstanträge, +134,1 %), Afghanistan (4.219 Erstanträge, +22,4 %). Im Vergleich zu 2013 gibt es Zuwächse bei allen 10 stärksten Herkunftsländern, insbesondere Eritrea. Noch größer als die Zahl der Ablehnungen (19.690) ist erneut die Zahl der „sonstigen Verfahrenserledigungen“ (24.713), insbesondere Dublin-Verfahren, über deren Details der Bericht des BAMF ansonsten wenig Auskünfte enthält. 25,5% aller Entscheidungen über Asylanträge sind Dublin-Entscheidungen. Zahlen für Baden-Württemberg liegen aktuell (uns) nicht vor.

Weltweit über 50 Millionen Flüchtlinge

Laut dem UNHCR-Jahresbericht "Global Trends 2013" ist die Zahl der weltweit auf der Flucht befindlichen Menschen erstmals nach dem 2. Weltkrieg auf über 50 Millionen gestiegen. Im Jahr 2013 zählte der UNCHR 51.2 Millionen Flüchtlinge, über 6 Millionen mehr als noch im Jahr davon. Der Anstieg wurde ausgelöst durch die (Bürger-)Kriege in Syrien und in Zentralafrika. Nach wie vor sind ca. drei Viertel aller Flüchtlinge Binnenvertriebene (33,3 Millionen). Nur ein Viertel aller Flüchtlinge hat das Herkunftsland verlassen (11,7 Millionen). Lediglich 1,1 Mio. aller Flüchtlinge konnten irgendwo einen Asylantrag stellen, davon 64.000 syrische Staatsbürger und 25.300 unbegleitete Minderjährige. Über 80% aller Flüchtlinge befinden sich in der sog. Dritten Welt. Über die Hälfte aller Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.