Sozialleistungen & Gesundheit

Keine Zustimmung im Bundesrat zu AsylbLG-Verschärfung

Der Bundesrat hat am 16. Dezember dem Entwurf zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes nicht zugestimmt. Damit sollten weitere gravierende Leistungskürzungen für Asylsuchende, die teilweise mit - völlig realitätsfernen - Einspareffekten beim Zusammenleben in einer Gemeinschaftsunterkunft begründet wurden, eingeführt werden. Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesrats und schließen uns Günter Burkhardt von PRO ASYL an, der fordert: "Wir appellieren an Bundesregierung und Bundestag, diese Entscheidung zu akzeptieren und nicht den Vermittlungsausschuss anzurufen". Infolge der Nicht-Zustimmmung des Bundesrates bleibt es nun auch nach dem 1. Januar 2017 bei den Leistungssätzen des Jahres 2016.

Verschlechterung des Asylbewerberleistungsgesetzes stoppen!

PRO ASYL appelliert an Bundestag und Bundesländer

Mit Bestürzung nimmt PRO ASYL den gestern im Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes der Bundesregierung zur Kenntnis. PRO ASYL appelliert an den Bundestag und an die Bundesländer, dieses Gesetz nicht zu beschließen.

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Infos zur Gesundheitsversorgung für Geflüchtete

Neue Website gestartet

Eine Gruppe von Medinetzen / Medizinischen Flüchtlingshilfen in Deutschland, die sich mit Fragen der Gesundheitsversorgung im Rahmen der Änderung der Asylgesetzgebung auseinandersetzen, haben jetzt eine Website erstellt. Übersichtlich dargestellt werden sollen dort immer wieder in der Praxis und von journalistischer Seite auftauchende Grundfragen zur Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden, Geduldeten und Papierlosen.

Landesärztekammer: Gesundheitskarte für Flüchtlinge überfällig

Im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten spricht Landesärztepräsident Dr. Ulrich Clever über die Flüchtlingssituation aus der Perspektive der ÄrztInnen und bezeichnet die Einführung einer Gesundheitskarte für Geflüchtete als "überfällig".

Leitfaden: Anforderungen an ärztliche Atteste

Damit bestehende Erkrankungen als Abschiebungshindernis gewertet werden können, bedarf es umfassender ärztlicher Atteste. Durch das im März 2016 in Kraft getretene Asylpaket II sind die Anforderungen an ärztliche Bescheinigungen angehoben worden. Welche Elemente ein geeignetes Attest enthalten sollte und worauf allgemein zu achten ist, hat Rechtsanwalt Bahr in einem kurzen Leitfaden zusammengefasst.

Trauma-Awareness und Psychoedukation

Beratungsbroschüre zu Traumatisierung und dem guten Umgang mit traumatisierten Menschen

Die DAAD Akademie informiert durch eine 28-seitige Broschüre zum Thema Traumatisierung bei geflüchteten Menschen. Inhalt sind sowohl Grundlagen des Themas, als auch Tipps für eine gute Zusammenarbeit mit traumatisierten Menschen. Die Broschüre richtet sich speziell an Studierende, ist aber natürlich auch für Nichtstudierende geeignet.

Basiskonto für alle - auch für Asylsuchende und Geduldete

Mit Einführung des Zahlungskontengesetzes (ZKG) am 19. Juni 2016 hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union einen Anspruch auf ein Basiskonto, also auch Personen ohne festen Wohnsitz sowie Asylsuchende und Geduldete. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat auf Ihrer Website verschiedene hilfreiche Dokumente zum Basiskonto eingestellt. Ein Anspruch auf Kontoeröffnung besteht auch mit den folgenden Dokumenten: Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender, Ankunftsnachweis, sämtliche Duldungsarten und Aufenthaltsgestattung. Sollten InhaberInnen der genannten Dokumente die Kontoeröffnung dennoch verweigert wenden, können sie sich gerne an uns wenden.

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UNICEF-Lagebericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland

Im Auftrag von UNICEF hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) Informationen zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland zusammengetragen. Aus dem Bericht wird die starke Benachteiligung von Flüchtlingskindern gegenüber deutschen Kindern ersichtlich. Zudem kristallisiert sich eine wachsende Ungleichheit unter den Flüchtlingskindern aus unterschiedlichen Herkunftsstaaten heraus. Dies schlägt sich u.a. im Zugang der Geflüchteten zu Bildung nieder.

Gesundheit für Geflüchtete

Infoportal von Medibüros/Medinetzen

Das Infoportal "Gesundheit für Geflüchtete" enthält hilfreiche Informationen rund um die Gesundheitsversorgung Geflüchteter. Auch die rechtlichen Grundlagen sind ausführlich dargestellt.

Flüchtlinge in unserer Praxis

Publikation für ÄrztInnen der Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BafF)

Diese Broschüre der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) richtet sich an ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen, die in ihrer Praxis Flüchtlinge behandeln oder behandeln wollen. Sie informiert über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und die Besonderheiten, die es zu beachten gilt, wenn Flüchtlinge medizinische oder psychotherapeutische Hilfe suchen. Darüber hinaus werden einige häufig gestellte Fragen, wie z. B. zur Rolle des Aufenthaltsstatus und zur Kostenträgerschaft für ärztliche, psychotherapeutische und auch Dolmetscherleistungen, beantwortet. Insbesondere der Überblick zur Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in Deutschlnad (Kapitel 2) dürfte auch für Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit interessant sein.