Aktuelles

07.09.2018

Feier zum 30-jährigen Bestehen des Flüchtlingsrats BW

Freitag, 7. September, 17:00-21:30, Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Wir feiern am 7. September ab 17 Uhr unser 30-jähriges Bestehen und freuen uns, wenn Sie diesen Tag gemeinsam mit uns begehen. Mit Bernd Mesovic (PRO ASYL) wollen wir an diesem Abend die letzten 30 Jahre in der Flüchtlingspolitik und -arbeit auf Bundesebene Revue passieren lassen und gemeinsam mit einigen Wegbegleiter*innen auf die Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg und Aktionen des Flüchtlingsrats BW in den letzten Jahrzehnten zurückblicken. Wenn Sie mit uns gemeinsam feiern möchten, geben Sie uns bitte bis zum 26. August unter info@fluechtlingsrat-bw.de Bescheid.

Tagung "Flüchtlingsschutz - Wir schaffen das! - Neue Entwicklungen in der europäischen und deutschen Migrationspolitik"

21.-23. September 2018, Evangelische Akademie Baden, Dobler Str. 51, 76332 Bad Herrenalb

Die Tagung will dazu beitragen, dass die Stimme all derer, die sich für Menschenrechte und Flüchtlingsschutz einsetzen, in der Gesellschaft hörbar bleibt. Unter der Fragestellung „Wie schaffen wir das?“ sollen Visionen für gute und menschenwürdige Perspektiven erarbeitet und in die Politik getragen werden.

Aktualisierte Arbeitshilfe des Paritätischen zur Ausbildungsduldung

Die vorliegende aktualisierte Arbeitshilfe (Stand: 18.07.2018) erläutert die einzelnen Voraussetzungen für die Ausbildungsduldung genauer und berücksichtigt neben den Anwendungshinweisen des Bundesinnenministeriums auch die Ländererlasse sowie die  Rechtsprechung. 

Flüchtlingsrat startet neues Projekt "Schutz und Teilhabe in BW"

Seit dem 01. August 2018 läuft unser neues Projekt "Schutz und Teilhabe in BW", gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie! In diesem Projekt wollen wir die Geflüchteten, die als besonders schutzbedürftig gelten (z.B. Kinder, alleinstehende Frauen, Schwangere, Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, LSBTTIQ*) unterstützen, indem wir Anfragen beantworten, Fortbildungen anbieten und auch in Einzelfällen bei Problemen gemeinsam mit den Betroffenen, den Haupt- und Ehrenamtlichen und den zuständigen Behörden nach Lösungen suchen. Das Projekt läuft bis Ende Juli 2019. Für weitere Informationen oder wenn Sie die Angebote dieses Projekts in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich gerne bei uns: info@fluechtlingsrat-bw.de

Abschiebung nach Afghanistan am 14. August

Drei Afghanen aus Baden-Württemberg betroffen

Am 14. August 2018 wurden erneut wurden afghanische Staatsangehörige aus Deutschland nach Kabul abgeschoben. Drei der 46 abgeschobenen Menschen kamen aus Baden-Württemberg. Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg kritisiert die Bundes- und Landesregierung für die erneute Abschiebung nach Afghanistan im Angesicht der aktuellen Sicherheitslage, die detailliert von PRO ASYL in einer Pressemitteilung erläutert wird.

Seenotrettung: Aquarius mit 141 Flüchtlingen auf Malta angekommen

Nach tagelangem Warten auf hoher See ist die Irrfahrt des Seenotrettungsschiffes beendet. Zuvor hatten Spanien, Portugal, Frankreich, Luxemburg und Deutschland zugesagt, die Flüchtlinge, überwiegend aus Eritrea und Somalia, aufzunehmen. 50 Schiffsbrüchige kommen nach Deutschland. Etwa die Hälfte von ihnen ist minderjährig.

Die Bundesregierung mahnte eine gesamteuropäische Lösung an. Beteiligte Hilfsorganisationen forderten, solange tätig werden zu können bis die „furchtbare Flucht über das Mittelmeer beendet sei“. Zur Zeit sei kein weiteres ziviles Rettungsschiff im Einsatz.

Aktiv werden gegen die Unmenschlichkeit!

Abschottung, Zurückweisung, Transitlager und Ertrinken-Lassen sind kein Konsens!

Unmenschlichkeit dominiert die derzeitigen Politiken auf Bundes- und Europaebene. Klares Ziel: Reduzierung der Zuwanderungszahlen Geflüchteter nach Europa und Auslagerung des Flüchtlingsschutzes. Gleichzeitig werden die flüchtenden Menschen auf See und in der Wüste ihrem Schicksal, sprich dem Tod oder libyschen Mafia-Banden, überlassen. Seenotrettung wird kriminalisiert, während hunderte Menschen im Mittelmeer sterben. Aber diese Politik der Unmenschlichkeit ist kein gesellschaftlicher Konsens und trifft auf Protest Wir haben Ideen, Aktionen, Termine und Hintergrundinfos dazu gesammelt.

Weiterlesen …

E-Mail-Verteiler zum Thema "Gambia"

Ab sofort gibt es einen E-Mail-Verteiler zum Thema "Gambia", der durch Ehrenamtliche im Helferkreis Breisach gepflegt wird. Personen, die sich um gambische Geflüchtete kümmern oder Interesse an Land und Leuten haben, sind eingeladen, Teil dieses E-Mail-Verteilers zu werden. Die Organisator*innen möchten in regelmäßigen Abständen Erfahrungen u.a. zu den Themen Abschiebungen, Umgang mit den Behörden, Asylverfahren, Beschaffung von Papieren, Arbeitsverbote, Vorsprache bei der gambischen Delegation beim Regierungspräsidium Karlsruhe sowie zu positiven Erfahrungen, z.B. bei der Erteilung von Ausbildungsduldungen, abfragen und weitergeben. Wenn Sie in den Verteiler aufgenommen werden möchten, können Sie sich an folgende E-Mailadresse wenden: gambia@helferkreis-breisach.de.

Orientierungshilfe zum Thema "Rücküberstellung nach Polen"

Die vom "Raphaelswerk e.v." herausgegebene Orientierungshilfe informiert Geflüchtete und ihre Helfer*innen rund um das Thema "Rücküberstellung nach Polen aufgrund der Dublin-Verordnung". Neben der Klärung von aufenthaltsrechtlichen Fragen bietet die Handreichung Informationen zu verschiedenen Angeboten und Möglichkeiten für Geflüchtete in Polen. Unter anderem werden Kontaktadressen aus verschiedenen Bereichen genannt, an die sich die Betroffenen bei Bedarf wenden können.

Nach Flüchtlingsabkommen mit Spanien: Kritik am Verfahren an bayerisch-österreichischer Grenze

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurde ein Flüchtlingsabkommen zwischen Deutschland und Spanien geschlossen, das zum 11.08.2018 in Kraft getreten ist. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert das geplante Verfahren als nicht nur menschlich, sondern auch rechtlich mehr als fragwürdig. Laut Abkommen zwischen Deutschland und Spanien sollen alle Flüchtlinge, die in Spanien registriert wurden, einen Asylantrag gestellt haben und nach Deutschland weiterreisen, innerhalb von 48 Stunden nach Spanien abgeschoben werden. Das übliche Prozedere nach der Dublin-Verordnung wird dadurch ersetzt.

Verfahren zur systematischen Schutzbedarfserhebung und Umsetzung von Schutzgarantien für LSBTTIQ Geflüchtete

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg hat ein Papier zur systematischen Schutzbedarfsfeststellung und Umsetzung der Schutzgarantien, die sich aus den EU-Richtlinien und den Entwürfen für die GEAS-Neuordnung ergeben, für LSBTTIQ Flüchtlinge erarbeitet. Die Verfahrensvorschläge liegen in einer Langfassung und einer Kurzfassung vor.