Aktuelles

15 Personen nach Gambia abgeschoben

Erneute Sammelabschiebung in das instabile westafrikanische Land

Am 29. Januar fand eine Sammelabschiebung nach Gambia statt. Laut Auskunft des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurden dabei 15 Personen abgeschoben, allesamt volljährige Männer. Es waren ursprünglich 20 Personen zur Abschiebung vorgesehen. Drei Personen wurden aus der Abschiebehaft abgeschoben, zwei aus Strafhaftanstalten. Der Flüchtlingsrat hat seine grundsätzliche ablehnende Haltung zu Abschiebungen nach Gambia in seiner Stellungnahme  zur Sammelabschiebung vom 18. Dezember zum Ausdruck gebracht.

Länderbericht zu Mazedonien aktualisiert

Überarbeitete Version mit neuen Informationen

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat seinen Länderbericht zu Mazedonien aktualisiert und erweitert. Die neue Version enthält neben Hintergründen zu den politischen Entwicklungen des letzten halben Jahres auch Erkenntnisse aus neuen Quellen zur Situation von Rom*nija, Menschen mit Behinderung und Frauenrechten, die in der Zeit seit dem Erscheinen des ersten Berichts im vergangenen Sommer erschienen sind. Der Bericht kann als gedruckte Broschüre über den Online-Shop des Flüchtlingsrats bezogen werden.

Flucht über das Mittelmeer immer gefährlicher

Sechs Tote pro Tag bzw. beinahe eine Verdreifachung der Todesrate auf dem Mittelmeer von 2017 auf 2018 - das sind die traurigen Zahlen, die jetzt das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mitteilte. Während im Seegebiet zwischen Libyen, Malta und Italien 2017 ein Flüchtling auf je 38 Ankommenden auf See ums Leben kam, war es im vergangenen Jahr ein Toter auf alle 14 Ankömmlinge. Die UNHCR macht dafür die restriktive Flüchtlingspolitik der EU mitverantwortlich.
Unterdessen willigte Italien ein, 47 von der "Seewatch 3" aus Seenot Gerettete an Land zu lassen, nachdem sich nach fast zwei Wochen Verhandlungen Italien, Malta, Rumänien, Luxemburg, Portugal, Frankreich und Deutschland bereit erklärt hatten, die Menschen aufzunehmen.

Integration von Geflüchteten kommt voran

Flüchtlinge in Deutschland integrieren sich immer besser. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Während 2017 21 Prozent der Flüchtlinge erwerbstätig waren, ist dieser Anteil im letzten Jahr auf 35 Prozent gestiegen. Grundlage hierfür sind immer bessere Deutschkenntnisse. Nach Angaben der Forscher finden 29 Prozent derjenigen, die Sprachkurse besucht haben, eine Arbeit; aber nur elf Prozent derer, die kein Deutsch gelernt haben. Frauen schneiden insgesamt schlechter als Männer ab. Risiken werden in der psychischen Gesundheit der Flüchtlinge gesehen.

3018 Abschiebungen aus Baden-Württemberg 2018

Kosovo bleibt auf Platz eins - Gambia und andere afrikanische Ländern zunehmend betroffen

Die Zahl der Abschiebungen aus Baden-Württemberg ist 2018 von 3450 auf 3018 gesunken. Grund dafür sind vor allem die zurückgehenden Rückführungen in die Länder des westlichen Balkans, auch wenn sie mit rund 1200 Menschen zwar einen erheblichen Anteil ausmachen, jedoch mehr als 1000 weniger betrafen als noch 2017. Der Kosovo ist mit 427 Abschiebungen weiterhin das häufigste Zielland. 

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Lucha: Abschiebungen gut integrierter und arbeitender Asylbewerber aussetzen!

Baden-Württembergs Integrationsminister Manne Lucha fordert, Abschiebungen gut integrierter und arbeitender Asylbewerber*innen auszusetzen. Man solle keine Tatsachen schaffen, bevor das Einwanderungsgesetz nicht verabschiedet sei, sondern jenen Geflüchteten, die hier bestens integriert sind, Perspektiven bieten. Das sei man auch den Unternehmern schuldig, die diese Menschen ausgebildet haben und auf deren Arbeitskraft nicht mehr verzichten möchten. Lucha bezog sich auf die Ankündigungen, die Zahl der Abschiebungen nach Gambia zu erhöhen.

Afghanistan ist nicht sicher: Eine interaktive Karte

PRO Asyl dokumentiert Anschläge und Kampfhandlungen

In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Kampfhandlungen oder Anschläge, aber auch keine Woche, wo nicht der Drohnenkrieg oder brutales Vorgehen auch der afghanischen Armee Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern. PRO ASYL hat eine Übersichtskarte zusammengestellt, die verdeutlicht, dass mit wenigen Ausnahmen alle Landesteile Schauplätze solcher Ereignisse mit Toten und Verletzten sind.

Hohe Erfolgsquote bei Klagen gegen Ablehnungen

Statistik zur Entscheidungen von Verwaltungsgerichten

Die ergänzende Asylstatistik für das dritte Quartal 2018 zeigt, dass rund ein Drittel der inhaltlich entschiedenen Klagen in Asylsachen zugunsten der Geflüchteten entschieden wurden. Eine weitere interessante Information ist, dass es in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt neun rechtswidrige Abschiebungen gab. Die Süddeutsche Zeitung hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

2018: rund 4600 Tote bzw. Vermisste bei Flucht und Migration

Mindestens 4592 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Ihrer Flucht gestorben bzw. gelten als vermisst. Diese vorläufigen Zahlen veröffentlichte die Internationale Organisation für Migration (IOM), eine Unterorganisation der Vereinten Nationen. Rund die Häfte aller Fälle (2297) ereignete sich auf den Seerouten über das Mittelmeer. Sehr gefährlich waren auch die Gebiete Nordafrikas mit 567, Afrika südlich der Sahara mit 559 sowie die Grenze der USA zu Mexiko mit 393 Toten oder Vermissten. 2017 waren 6.197 Menschen betroffen, 2016 mehr als 8.000.

Unerträgliche Hetze gegen Alassa M. und seine Unterstützer*innen

Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg vom 8. Januar 2019

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg verurteilt die Hetze gegen den Geflüchteten Alassa M. und seinen Rechtsanwalt Roland Meister und erklärt sich mit ihnen solidarisch.

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