Aktuelles

2018: rund 4600 Tote bzw. Vermisste bei Flucht und Migration

Mindestens 4592 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Ihrer Flucht gestorben bzw. gelten als vermisst. Diese vorläufigen Zahlen veröffentlichte die Internationale Organisation für Migration (IOM), eine Unterorganisation der Vereinten Nationen. Rund die Häfte aller Fälle (2297) ereignete sich auf den Seerouten über das Mittelmeer. Sehr gefährlich waren auch die Gebiete Nordafrikas mit 567, Afrika südlich der Sahara mit 559 sowie die Grenze der USA zu Mexiko mit 393 Toten oder Vermissten. 2017 waren 6.197 Menschen betroffen, 2016 mehr als 8.000.

Unerträgliche Hetze gegen Alassa M. und seine Unterstützer*innen

Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg vom 8. Januar 2019

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg verurteilt die Hetze gegen den Geflüchteten Alassa M. und seinen Rechtsanwalt Roland Meister und erklärt sich mit ihnen solidarisch.

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Flüchtlingsrat gegen neuen Standort für Ankunftszentrum

Interview mit Ulrike Duchrow in der Rhein-Neckar-Zeitung

Das Land Baden-Württemberg beabsichtigt, das Ankunftszentrum vom jetzigen Standort im Patrick-Henry-Village auf das Gelände "Wolfsgärten" westlich von Heidelberg zu verlegen - einem kleinen Areal zwischen einer Bahnlinie und zwei Autobahnen. Warum der Flüchtlingsrat diesen Standort ungeeignet findet, erklärt Sprecher*innenratsmitglied Ulrike Duchrow aus Heidelberg im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

Informationen zu Sammelabschiebungen nach Afghanistan

Nächste Abschiebung soll am 7. Januar stattfinden

Die Bundesregierung setzt offenbar die Sammelabschiebungen nach Afghanistan fort. Wie die Welt berichtet, soll am Montag, 7. Januar ein Abschiebeflug Menschen zwangsweise wieder in das von Krieg und Terror gebeutelte Land zurückbringen. Der Flug wird am Dienstag, 8. Januar in Kabul erwartet. Es ist zu befürchten, dass auch dieses Mal Menschen aus Baden-Württemberg betroffen sein werden. Deshalb gibt der Flüchtlingsrat Tipps und Informationen hierzu.

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"Platz für ASYL in EUROPA"

Kampagne des Diakonischen Werks Württemberg zur Europawahl und zum Weltflüchtlingstag 2019

Mit der Kampagne "Platz für ASYL in EUROPA" zeigt das Diakonische Werk Württemberg: Das Recht auf Asyl hat einen Platz in Europa! Eine Installation mit vielen Stühlen macht deutlich, dass in Deutschland und Europa Platz ist für Menschen, die vor Verfolgung und Elend fliehen. Mindestens 400 dieser "Asylstühle" sollen auf einer Veranstaltung am 15. Mai  zentral in Stuttgart ausgestellt werden. Zum Tag des Flüchtlings am 20. Juni gehen die Stühle dann zurück in die Herkunftsorte und können dort mit einer lokalen Aktion verbunden werden.

Abschiebung anstatt Fluchtursachenbekämpfung

Pressemitteilung des Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, 20.12.2018

Baden-Württemberg schiebt kurz vor Weihnachten 15 Menschen nach Gambia ab
Am 18. Dezember wurden nach Informationen des Regierungspräsidiums Karlsruhe 15 Menschen nach Gambia abgeschoben. Bezüglich genauerer Informationen wurde das Innenministerium Baden-Württemberg angefragt, eine Antwort steht bisher noch aus.

Im Dezember vor zwei Jahren schickten Gambier*innen ein positives demokratisches Signal in die Welt und schafften es friedlich, den langjährigen Diktator Yahya Jammeh abzuwählen. Die Aufarbeitung der Diktatur, der wirkliche demokratische Wechsel und der Abbau der Fluchtgründe einiger Minderheiten wird aber noch lange dauern und weiterhin besteht die Angst eines möglichen Putschversuchs des früheren Diktators.

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Vorweihnachtliche Abschiebung aus Schule und Kindergarten

Baden-Württemberg schiebt entgegen Aussagen der Landesregierung aus Bildungseinrichtungen ab

Am Montag, 10. Dezember wurde ein elfjähriger Junge aus der Johannes-Kepler-Gemeinschaftsschule in Mannheim von der Polizei abgeholt und zusammen mit seiner sechsjährigen Schwester, die aus dem Kindergarten geholt wurde, den Eltern und einem weiteren Kind nach Albanien abgeschoben. Der Mannheimer Morgen berichtet, dass der Junge unter Tränen von der Polizei abgeführt wurde und dass zwei Lehrer und eine Sozialarbeiterin zwei bis drei Tage damit beschäftigt waren, die Mitschüler*innen zu beruhigen.

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Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten

Neue Arbeitshilfe des Deutschen Caritasverbandes

Der Deutsche Caritasverband hat eine neue Arbeitshilfe zum Thema "Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten" veröffentlicht. Autor der Arbeitshilfe ist Rechtsanwalt und Rechtsberater der Caritas Robert Stuhr.

„IDENTITY - Kunst sucht Heimat“

Ausstellung im Schloss Untergröningen bis 27. Januar verlängert

Die Ausstellung "IDENTITY - Kunst such Heimat" des Kunstvereins KISS im Schloss Untergröningen in Abtsgmünd (Ostalbkreis) wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27. Januar verlängert. Die große Ausstellung auf 1000 Quadratmetern mit Flüchtlingsboot, UNHCR-Flüchtlingszelt, Container, Gefängnis, Luftschutzraum, Trümmerstadt und Werken von Künstler*innen mit Fluchterfahrung macht Flucht für die Besucher*innen greifbarer. Es geht um Krieg, Vertreibung, Flucht und Trauma. "IDENTITY" macht betroffen und informiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit unter anderem mit der UNO-Flüchtlingshilfe, SeaWatch, Mimycri Berlin, Amnesty International, der LEA Ellwangen und dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und ist eingebunden in das Rahmenprogramm des Jubiläums „30 Jahre Flüchtlingsrat Baden-Württemberg“.

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„Die Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Flüchtlinge“

Offener Brief an Minister, Behörden und Abgeordnete

„Die Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Flüchtlinge“ – dies setzt ein „Offener Brief“ den Intentionen von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl entgegen, die „Schlagzahl“ bei der Abschiebung von gambischen Geflüchteten deutlich zu erhöhen. Der Offene Brief wurde jetzt im Gambia-Helfernetz veröffentlicht, einem E-Mail-Netzwerk von über 400 haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern von gambischen Geflüchteten. Er wird jetzt von vielen Mitgliedern und Hilfsorganisationen im Netzwerk persönlich an Minister, Behörden und Abgeordnete in Baden-Württemberg versandt. 

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