Flüchtlingsarbeit BW - Stadt- & Landkreise

Stuttgart: Neue Beratungsstelle "ArrivalAid" sucht Ehrenamtliche

Anhörungsvorbereitung und -Begleitung für Menschen im Asylverfahren

ArrivalAid ist eine Initiative zur Ausbildung und Fortbildung von Ehrenamtlichen, die Flüchtlinge auf den Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorbereiten und sie zu diesem begleiten. Seit Anfang des Jahres ist ArrivalAid auch in Stuttgart vertreten, und ist gerade dabei, eine Gruppe von ehrenamtlichen Anhörungsbegleitern aufbauen und ausbilden. Dazu werden engagierte Menschen gesucht, die Freude daran haben, diese Aufgabe zu übernehmen.

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Wenn das nicht zum Nachmachen anregt – Tipps zum Spendensammeln aus Inzlingen

„Inzlingen packt (es) an“ ist eine jährliche Aktion dieser Dorfgemeinde in der Nähe von Lörrach. Vitus Lempfert vom „Arbeitskreis Miteinander“ berichtet im folgenden Artikel, wie die Gemeinde Spenden gesammelt hat. Er gibt Tipps für ähnliche Aktionen, die ggf. auch anderorts in Baden-Württemberg Wirkung zeigen können. Vielleicht schon bei der ein oder anderen Weihnachtsaktion.

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Finanzielle Unterstützung bei "freiwilliger Ausreise" und Abschiebung

Unabhängiger Roma-Fonds aus Konstanz geht in die zweite Runde

Ehrenamtliche in Baden-Württemberg machen häufig die gleichen traurigen Erfahrungen. Menschen, die sie beim Ankommen im Deutschland unterstützt haben, sollen abgeschoben werden. In einigen Fällen sind diese Abschiebungen nicht mehr oder nur noch durch die erzwungene "freiwillige Ausreise" zu verhindern.
Um dabei nicht nur tatenlos zuschauen zu müssen, hat das Forum Azilon in Konstanz einen Roma-Fonds ins Leben gerufen. Mit ihm werden Menschen aus dem Landkreis Konstanz unterstützt, die in die Länder des Westbalkans zurückgeschickt werden. Dank zahlreicher Spenden kann dieser Fonds nun in die zweite Runde gehen. Gratulation dafür nach Konstanz.
In unserem aktuellen Rundbrief finden Sie einen ausführlichen Artikel des Roma-Fonds Konstanz.

Gemeinsame Erklärung des Reutlinger AK Flüchtlinge und des dortigen Asylpfarramts zu den Ereignissen vom 24. Juli 2016

In Reutlingen wurde am 24. Juli 2016 eine Frau von einem syrischen Flüchtling nach einem Streit getötet. Die bisherigen Ermittlungen lassen auf eine Beziehungstat schließen. Asylpfarrerin Ines Fischer, ehemaliges Mitglied im Sprecherrat des Flüchtlingsrats BW, und Günter Jung vom AK Flüchtlinge in Reutlingen haben im Namen der Reutlinger Ehrenamtlicheninitiativen dazu eine Erklärung veröffentlicht, in der zu besonnenen Reaktionen und zur differenzierten Wahrnehmung aufgerufen wird.

Save me Mannheim fordert Gemeinderat zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland auf

Zehntausende Flüchtlinge sitzen nach Schließung der Balkanroute seit Monaten in Griechenland fest. Tausende weitere sind seit dem 20.3.2016 auf den ostägäischen Inseln hinzugekommen, wo derzeit in Form des sogenannten „EU-Türkei-Deals“ ein unwürdiges Exempel statuiert wird. In einem an Mannheimer Gemeinderäte gerichteten Brief fordert die Mannheimer Flüchtlingsinitiative "Save me" einen humanitären Beitrag "ihrer" Stadt durch Aufnahme von mindestens 550 Flüchtlingen aus den griechischen Lagern.

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2000 Menschen in Karlsruhe Hand in Hand gegen Rassismus

Am 19. Juni bildeten sich in einigen Städten Deutschlands Menschenketten, um ein Zeichen gegen Fremdenhass und für Menschlichkeit, Vielfalt und Weltoffenheit zu setzen. In Karlsruhe fanden sich an diesem Tag rund 2000 Menschen zu einer langen Menschenkette zusammen, anschließend wurden bunte Luftballons steigen gelassen. Amnesty International Karlruhe, der DGB sowie verschiedene Kirchen und Sozialverbände hatten zur Aktion aufgerufen.

Solidarität mit Geflüchteten in Fellbach

Gegenaktion zu flüchtlingsfeindlicher Kundgebung

Rund 300 Menschen versammelten sich am 17. Juni in Fellbach, um ihrer Solidarität mit geflüchteten Menschen und ihrem Widerstand gegen die flüchtlingsfeindliche Bewegung "Fellbach wehrt sich" Ausdruck zu verleihen. Letztere hatte eine Protestkundgebung gegen eine geplante Unterkunft in Fellbach angekündigt, an der nach Angaben der Stuttgarter Zeitung schließlich lediglich 11 Personen teilnahmen.  Organisiert wurden mehrere Gegenaktionen, unter anderem auch eine Menschenkette vor der Flüchtlingsunterkunft, zu der der Freundeskreis für Flüchtlinge in Fellbach aufgerufen hatte.

Save me Mannheim appelliert an die Bundesregierung

Mannheimer Flüchtlingsorganisation fordert Kontingentlösung für in Griechenland gestrandete Flüchtlinge

In einem offenen Appell fordern die Mannheimer FlüchtlingshelferInnen von save me die Bundesregierung zu einer humanitären Kontingentlösung für die in Griechenland festsitzenden Flüchtlinge auf. Tausende leben derzeit in Griechenland unter unwürdigen und inhumanen Bedingungen in diversen Auffanglagern. Darunter sind auch zahlreiche Familienangehörige von Personen, die sich bereits in Deutschland befinden. Sie haben nach der „Dublin-III-Verordnung“ sogar einen Anspruch auf Einreise nach Deutschland. Ein Weiterkommen ist nach der Schließung der „Balkanroute“ für sie aber nicht in Sicht. Das griechische Asylsystem ist nach wie vor hoffnungslos überfordert. Stattdessen droht nach dem EU-Türkei-Deal die Abschiebung in die Türkei und von dort weiter in die Herkunftsländer. Um diese rechtlich wie tatsächlich inakzeptable Situation zu beenden, fordert save me Mannheim die Schaffung von Kontingenten als Grundlage für eine zügige und legale Einreise. Wer den Appell unterstützen möchte, kann sich unter dem Stichwort „Appell“ per E-Mail an Save me Mannheim wenden.

"Welcome Package" für Flüchtlinge in Konstanz

Das Welcome Package unterstützt die Geflüchteten bei ihrem alltäglichen Leben in Konstanz. Es enthält Informationen über Konstanz wie einen Stadtplan, Infos zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und Freizeitangebote. Zudem gibt es unter "Offizielles" Informationen über den Sozialpass, Kontoeröffnung oder Zuständigkeiten der verschiedenen Behörden. Viele Fotos aus Konstanz untermahlen die Erklärungen zusätzlich. Inzwischen liegt das Welcome Package in Englisch, Arabisch und Serbokratisch vor. Weitere Übersetzungen sind in Planung. 

Vielleicht auch eine schöne Idee für andere Städte?

Bild: Renate Huober

Mahnwache in Ellwangen protestierte gegen EU-Türkei-Abkommen

Bericht / Presseerklärung von Gerhard Schneider (Mahnwache Ellwangen)

Scharf kritisierten die RednerInnen aus dem Kreis der aufrufenden Gruppen bei der Mahnwache am vergangenen Samstag (16. April) in Ellwangen die verantwortungslose Politik, mit der die EU-Mitgliedsstaaten versuchten, ihre Länder vor den Menschen auf der Flucht abzuschotten, statt ihnen zu helfen und die Fluchtursachen zu bekämpfen. Gudrun Loeffler (Aktionsbündnis Mahnwache), Karin Böhme (Friedenskreis der ev. Kirchengemeinde), Pater Reinhold Baumann (Comboni-Missionare), Renate Huober (Freundeskreis Asyl) und Josef Baumann (Ellwanger Friedensforum) verurteilten das Abkommen zwischen der EU und der Türkei als Verstoß gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Menschenrechtscharta. Europa verabschiede sich mit diesem Vertrag (von dem nicht einmal eine deutsche Fassung vorliege) von seinen Werten, empörten sich die SprecherInnen.

Hinweis: "Das Flüchtlingsdrama: Ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland"

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