Zahlen & Fakten

Weniger Flüchtlinge kommen nach Baden-Württemberg

Laut Integrationsministerium sind im März mit 3100 Flüchtlingen weit weniger Menschen im Südwesten angekommen als in den vorangegangenen Monaten (Februar: 10.180 / Januar: 15.198).

Kriminalitätsrate sinkt - Deutlich weniger „Flüchtlingsstraftaten“ im Verhältnis zur gestiegenen Asylbewerberzahl

Mit 97.822 Asylanträgen in Baden-Württemberg im Jahr 2015 wurden beinahe viermal so viele Anträge gestellt wie im Vorjahr (25.673). Mit dem Flüchtlingszugang stiegen zwar auch die vermutlich durch sie begangenen Straftaten von 16.784 (2014) auf 30.866 (2015). In Relation bedeutet dies allerdings eine deutlich geringere Kriminalitätsrate als noch im Vorjahr. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung hervor, in dem auch Innenminister Reinhold Gall zitiert wird. Bei den begangenen Delikten handelte es sich überwiegend um Ladendiebstahl, Schwarzfahren und leichte Körperverletzungen.

Zahl der Asylanträge 2015 um 135% angestiegen

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 476.649 Asylanträge gestellt, die meisten (441.899) davon waren Erstanträge. Dies stellt einen Anstieg um 135 % im Vergleich zu 2014 dar. Insgesamt wurde 2015 über 293.968 Asylanträge entschieden, was einer Verdopplung der Entscheidungen entspricht. Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der beim BAMF anhängigen Verfahren (364.664). Die Gesamtschutzquote für 2015 lag bei 49,8 % (2014: 31,5 %), wobei 48,5 % davon auf den Flüchtlingsschutz entfielen, die anderen Schutzformen waren in 2015 nur von marginaler Bedeutung. Ungefähr ein Drittel (32,4 %) aller Asylanträge wurde als unbegründet oder offensichtlich unbegründet abgelehnt. 17,8 % aller Verfahren erledigten sich auf "sonstigem" Weg. Diese Prozentzahl liegt weit niedriger als 2014 (35,2%), was vermutlich auf die zeitweise Aussetzung des Dublinverfahrens für syrische Staatsangehörige zurückzuführen ist. Nach Schätzungen beläuft sich die Gesamtzahl der in 2015 nach Deutschland eingereisten Asylsuchenden auf über 1 Million.

Elf Prozent engagieren sich für Flüchtlinge

Umfrage der EKD bestätigt großes ehrenamtliches Engagement in Deutschland

Viele Menschen in Deutschland engagieren sich in der Flüchtlingsarbeit. Dies bestätigt nun auch eine Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts (SI) der EKD. Demnach haben bereits 37% der Befragten etwas für Flüchtlinge gespendet und 11% engagieren sich in einer Flüchtlingsunterkunft in ihrer Nähe. Gleichzeitig hatten aber über 50% der Deutschen bisher noch keinen Kontakt zu geflüchteten Menschen.

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Erstmals Rückgang der Antragszahlen

Im November dieses Jahres sind erstmals weniger Asylsuchende nach Baden-Württemberg gekommen als in den Monaten davor. Laut den Monatsstatistiken des Ministeriums für Integration haben im November 2015 15.361 Menschen einen Asylerstantrag in Baden-Württemberg gestellt. Im Oktober waren es 17.307, im September 14.683, im August 8.991. Die meisten Asylsuchenden, die in Ba-Wü angekommen sind, stammen aus Syrien (47,5%), Afghanistan (19,2%) und dem Irak (12,6%) Alle anderen Herkunftsländer liegen unter 5%. Die Zahl der Asylsuchenden aus den "sicheren Herkunftsstaaten" des Westbalkan, lag im November insgesamt unter 2% aller Asylsuchenden. Insgesamt sind in diesem Jahr über 1 Million neue Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Mehr Informationen: Ministerium für Integration BW: Zahlen und Daten

UN: Weniger Flüchtlinge im Mittelmeer, mehr Kinder unter den Flüchtenden

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist nach Angaben des UNHCR die Zahl der Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute deutlich gesunken. Im November seien rund 140 000 Schutzsuchende über das Mittelmeer nach Europa gekommen und damit rund 80.000 weniger als noch im Oktober. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die schlechten Witterungsbedingungen zurückzuführen. Seit Januar 2015 sind nach Angaben der International Organisation of Migration (IOM) mehr als 870 000 Personen über das Mittelmeer geflohen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gab bekannt, dass in den letzten Monaten so viele Kinder wie nie zuvor unter den Flüchtlingen waren. So sei allein im Oktober jeder dritte Schutzsuchende, der an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien registriert wurde, minderjährig gewesen.

Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das zweite Quartal 2015

  • Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.– Drucksache 18/5544



Flüchtlingszahlen: Starker Anstieg insgesamt - Rückgang der Westbalkanflüchtlinge

Im September wurden in Deutschland 163.000 Flüchtlinge registriert. Mehr als die Hälfte dieser Menschen sind syrische Staatsangehörige. Lediglich 9.774 kamen aus den Balkanländern Serbien, Mazedonien, Bosnien, Kosovo, Montenegro und Albanien. Diese Tendenz widerspricht laut Ulla Jelpke (Die Linke) der beschworenen Gefahr vom "massenhaften Missbrauch des Asylrechts". "Die geplanten Abschreckungsmaßnahmen gehen also völlig an der Realität vorbei“, sagte sie in einer Pressemitteilung. Nach Angaben des Bundes befinden sich derzeit weitere 290.000 Flüchtlinge im Land, die noch nicht registriert sind.

BAMF: Über 256.000 Asylanträge bis Ende August

In der Zeit von Januar bis August 2015 haben insgesamt 256.938 Personen in Deutschland Asyl
beantragt. 231.302 waren Erst- und 25.636 Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr
bedeutet dies eine Erhöhung um 122,0 Prozent. Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Asylgeschäftsstatistik August. Insgesamt erwartet das BAMF im Jahr 2015 über 800.000 Asylanträge (vgl. Meldung BAMF vom 19.08.2015)

Weiterer Ausbau der Erstaufnahmekapazitäten in Baden-Württemberg

Nach Angaben des Ministeriums für Integration kamen im September insgesamt rund 27.000 Flüchtlinge nach Baden-Württemberg. Das entspricht in etwa allen Erstantragstellern im gesamten Jahr 2014. An folgenden Orten wurden im Laufe der letzten Wochen neue Erstaufnahmeeinrichtungen, z.T. behelfsmäßige Notunterkünfte in Industriehallen und dgl., geschaffen: Wertheim (ehemalige Polizeiakademie, Kapazität ca. 600 Personen), Mannheim (Benjamin-Franklin-Village, weitere 400), Stuttgart (Martinushaus des Caritasverbands, 300), Esslingen (300), Rottenburg-Ergenzingen (600), Ulm (Messehallen, 1.200). Auch in Tübingen soll in Kürze eine "BEA" eröffnet werden. Trotzdem ist es dem Land noch nicht gelungen, die Überlegungen in den LEA, insbesondere in Ellwangen, abzubauen. Mehr Informationen: http://www.integrationsministerium-bw.de