Aktuelles

Kostenloser Vorbereitungskurs für Flüchtlinge im Bereich "Bauingenieurwesen"

Die Hochschule für Technik Stuttgart bietet studierfähigen Flüchtlingen einen zweimonatigen kostenlosen Vorbereitungskurs im Bereich Bauingenieurwesen und Architektur an. Der Kurs steht grundsätzlich auch Personen im laufenden Asylverfahren offen, wenn eine Anerkennung wahrscheinlich ist. Kursinhalte sind neben Vorlesungen auch fachbezogener Deutschunterricht sowie Baustellen- und Firmenbesichtigungen. Anmeldeschluss für den am 17.10.2016 beginnenden Kurs ist der 10. Oktober. Voraussetzung für eine Teilnahme sind Abitur bzw. ein Bachelor-Abschluss sowie Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1. Nähere Informationen in deutscher und englischer Sprache ergeben sich aus dem Flyer.

Nicht die ganze Wahrheit

Zu den Äußerungen von Justizminister Wolf über Flüchtlingszahlen und erhöhter Haftbelegung

Ein Kommentar von Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg

„Gedränge hinter Gittern“ - Baden-Württembergs Gefängnisse sind überfüllt – wegen der Flüchtlinge. So der Tenor von Justizminister Guido Wolf gegenüber der Presse. Es stimmt, dass die in den Jahren zuvor leicht rückläufigen Belegungszahlen in den Gefängnissen des Landes seit dem vergangenen Jahr angestiegen sind, und auch der Anteil der Gefangenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit – auch wenn eine Aufschlüsselung der Gefangenen nach Aufenthaltsstatus nicht vom Justizministerium zu erhalten war.

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Schule für Alle

Neue Kampagne von Flüchtlingsräten, PRO ASYL, GEW und Jugendliche ohne Grenzen

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor.  Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen. Daher haben die Flüchtlingsräte, PRO ASYL, die GEW und Jugendliche ohne Grenzen die Kampagne "Schule für Alle" ins Leben gerufen.

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Schluss mit einer Rassismus fördernden Parteiendebatte und Rechtspolitik! Familienfreundliche freizügige Flüchtlingsintegrationspolitik!

gemeinsame Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Sächsischen Flüchtlingsrats führten die Landesflüchtlingsräte ihre regelmäßige Konferenz am 8. und 9. September 2016 in Dresden durch. Die Flüchtlingsräte der Bundesländer fordern eine Rückbesinnung der politischen Flüchtlingsdebatte auf die Menschenrechte von Geflüchteten.

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Diskriminierungsopfer zum Umzug gezwungen

Flüchtlingsrat verurteilt antiziganistische Vorfälle in Langenargen

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg beobachtet mit großer Sorge, wie Flüchtlinge aus Westbalkanstaaten immer wieder zum Ziel von Diskriminierung und Antiziganismus werden. Wie die Baden-Württembergische Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt „Leuchtlinie“ in den vergangenen Tagen berichtet, wurde eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aus Serbien systematisch aus der Anschlussunterbringung in einem Wohnhaus in Langenargen am Bodensee vertrieben.

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Das Integrationsgesetz ist da!

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Änderungen

Seit Monaten ist das sog. „Integrationsgesetz“ in aller Munde. Am 6. August 2016 ist es nun zusammen mit weiteren Regelungen in Kraft getreten. Der Gesetzestitel ist aber mitnichten Programm: Wie schon die „Asylpakete I und II“ hält auch der jüngste Gesetzesstreich wieder ein buntes – bzw. graues – Potpourri gesetzlicher Neuerungen bereit, von denen nicht wenige rein gar nichts mit dem Thema Integration zu tun haben. Die wichtigsten haben wir zusammengestellt und kommentiert.

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BAMF verlagert Arbeit systematisch auf Gerichte

Korrektur eigener grober Fehler nicht mehr vorgesehen

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) häufen sich in den letzten Monaten Asylentscheidungen, die extrem mängelbehaftet sind. Wenn sie bei PRO ASYL auf den Tisch kommen, wird höflich um eine Rücknahme bzw. Abänderung der Entscheidung gebeten und auf die konkreten Mängel hingewiesen. Gelang dies in der Vergangenheit öfters, sodass eine sachgerechte Entscheidung erzielt werden konnte, so scheint sich das Bundesamt jetzt systematisch zu verweigern.

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Qualitätskontrolle beim BAMF weitgehend inexistent

PRO ASYL prangert Mängel an

Die Bearbeitungsdauer von Asylanträgen beim Bundesamt ist länger geworden. Sie stieg von durchschnittlich 5,1 Monaten vor einem halben Jahr auf 7,3 Monate. Dies ergibt sich aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die „Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das zweite Quartal 2016“ (18/9146) erbeten hatte. Dabei geben die Durchschnittswerte noch nicht das Ausmaß der Probleme wieder. So müssen somalische Asylantragsteller*innen mittlerweile 21,9 Monate auf eine Bundesamtsentscheidung warten. Unter denen, die seit mehr als eineinhalb Jahren auf eine Entscheidung warten, sind in großer Zahl Menschen, die eine statistisch relativ große Chance haben, einen Schutzstatus zu erhalten. Überdurchschnittlich lange warten außerdem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – vertane Zeit in Sachen Integration.

LEUCHTLINIE - Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg

Betroffene von rechter Gewalt und oft auch ihr soziales Umfeld benötigen besondere Hilfe bei der Bewältigung von psychischen, physischen und materiellen Schäden. Hier steht das Beratungsnetzwerk LEUCHTLINIE Betroffenen als direkte Hilfs- und Anlaufstelle mit kompetenter und bedarfsgerechter Unterstützung zur Seite.

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Afghanistan

Die Deutsche Abschreckungspolitik

Seit Beginn 2016 hat sich die Entscheidungspraxis des BAMF in Bezug auf Menschen aus Afghanistan deutlich verschärft. Im Vorjahr wurden 72% der inhaltlich geprüften Asylanträge von afghanischen Geflüchteten positiv entschieden. Im ersten Halbjahr dieses Jahres war dies nunmehr bei 52% der Asylanträge der Fall. Ist Afghanistan auf dem Weg wieder ein sichereres Land zu werden? Im Gegenteil. Die Verschärfung der Entscheidungen spiegelt sich nicht in einer Verbesserung der Sicherheitslage wider, wie Länderberichte von Amnesty (2015/2016), Human Rights Watch (2015) und UNAMA (2015) belegen.

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