Flüchtlingsarbeit in BW - Übersicht

Nicht die ganze Wahrheit

Zu den Äußerungen von Justizminister Wolf über Flüchtlingszahlen und erhöhter Haftbelegung

Ein Kommentar von Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg

„Gedränge hinter Gittern“ - Baden-Württembergs Gefängnisse sind überfüllt – wegen der Flüchtlinge. So der Tenor von Justizminister Guido Wolf gegenüber der Presse. Es stimmt, dass die in den Jahren zuvor leicht rückläufigen Belegungszahlen in den Gefängnissen des Landes seit dem vergangenen Jahr angestiegen sind, und auch der Anteil der Gefangenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit – auch wenn eine Aufschlüsselung der Gefangenen nach Aufenthaltsstatus nicht vom Justizministerium zu erhalten war.

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Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz"

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (bfdt)

Zum 16. Mal ruft das bfdt zur Teilnahme am Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" auf. Es gibt Geldpreise bis zu 5.000 Euro sowie Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen. Gefördert werden zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Ziel des bfdt ist es "Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement zu würdigen".

Finanzielle Unterstützung bei "freiwilliger Ausreise" und Abschiebung

Unabhängiger Roma-Fonds aus Konstanz geht in die zweite Runde

Ehrenamtliche in Baden-Württemberg machen häufig die gleichen traurigen Erfahrungen. Menschen, die sie beim Ankommen im Deutschland unterstützt haben, sollen abgeschoben werden. In einigen Fällen sind diese Abschiebungen nicht mehr oder nur noch durch die erzwungene "freiwillige Ausreise" zu verhindern.
Um dabei nicht nur tatenlos zuschauen zu müssen, hat das Forum Azilon in Konstanz einen Roma-Fonds ins Leben gerufen. Mit ihm werden Menschen aus dem Landkreis Konstanz unterstützt, die in die Länder des Westbalkans zurückgeschickt werden. Dank zahlreicher Spenden kann dieser Fonds nun in die zweite Runde gehen. Gratulation dafür nach Konstanz.
In unserem aktuellen Rundbrief finden Sie einen ausführlichen Artikel des Roma-Fonds Konstanz.

Ein langer und schöner Tag

Kurzbericht über das erste unabhängige Austauschtreffen Südbaden am 23. Juli

Ehrenamtliche UnterstützerInnen übernehmen jeden Tag unermüdlich Aufgaben. An vielen Stellen übernehmen sie Aufgaben, zu deren Umsetzung die staatlichen Strukturen momentan nicht in der Lage zu sein scheinen. Vor dem Hintergrund des unerlässlichen Beitrags ehrenamtlich Engagierter bei der Arbeit mit Geflüchteten, wird zunehmend der Ruf nach politischen Partizipationsmöglichkeiten der UnterstützerInnen laut.
Am 23. Juli trafen sich gut 60 Aktive aus Südbaden, um über ihre Arbeit sowie die asylpolitische Entwicklung in der Bundesrepublik und darüber hinaus zu diskutieren. Ein Tag voller Diskussionen, Austausch und dem Gefühl, in Südbaden nicht alleine zu sein.

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Studie zur Lebenssituation von geflüchteten Kinder und Jugendlichen in Deutschland

Interviewpartner_Innen in Süddeutschland gesucht

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) führt im Auftrag  von UNICEF derzeit eine bundesweite Studie über die Lebenssituation von begleiteten Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften durch. Dazu planen sie im August (08.-11.08.) und im September (voraussichtlich 12.09.-22.09), im Süden und Westen Deutschlands Gespräche mit geflüchteten Jugendlichen (14 - 19 Jahre) und Familien über deren Lebenssituation zu führen.
Gibt es Ihrer Meinung nach Unterkünfte, die wir besuchen sollten, bzw. haben Sie Kontakt zu Familien oder Jugendlichen, die eventuell interessiert wären an der Studie teilzunehmen? Dann nehmen Sie bitte direkt mit Adam Naber vom BumF Kontakt auf (a.naber@b-umf.de).

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Gemeinsame Erklärung des Reutlinger AK Flüchtlinge und des dortigen Asylpfarramts zu den Ereignissen vom 24. Juli 2016

In Reutlingen wurde am 24. Juli 2016 eine Frau von einem syrischen Flüchtling nach einem Streit getötet. Die bisherigen Ermittlungen lassen auf eine Beziehungstat schließen. Asylpfarrerin Ines Fischer, ehemaliges Mitglied im Sprecherrat des Flüchtlingsrats BW, und Günter Jung vom AK Flüchtlinge in Reutlingen haben im Namen der Reutlinger Ehrenamtlicheninitiativen dazu eine Erklärung veröffentlicht, in der zu besonnenen Reaktionen und zur differenzierten Wahrnehmung aufgerufen wird.

Studie „Belastungen in der Arbeit mit Flüchtlingen, AsylbewerberInnen und MigrantInnen“

Die TU Chemnitz führt eine Studie zu den Belastungen von in der Flüchtlingsarbeit ehren- oder hauptamtlich tätigen Personen durch. Die Studie ist über den Link https://bildungsportal.sachsen.de/survey/limesurvey/index.php/survey/index/sid/789479/newtest/Y/lang/de zu erreichen.

Save me Mannheim fordert Gemeinderat zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland auf

Zehntausende Flüchtlinge sitzen nach Schließung der Balkanroute seit Monaten in Griechenland fest. Tausende weitere sind seit dem 20.3.2016 auf den ostägäischen Inseln hinzugekommen, wo derzeit in Form des sogenannten „EU-Türkei-Deals“ ein unwürdiges Exempel statuiert wird. In einem an Mannheimer Gemeinderäte gerichteten Brief fordert die Mannheimer Flüchtlingsinitiative "Save me" einen humanitären Beitrag "ihrer" Stadt durch Aufnahme von mindestens 550 Flüchtlingen aus den griechischen Lagern.

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Diktatur in Gambia - Schiebt Flüchtlinge aus diesem Land nicht ab!

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg unterstützt Petition der Ehrenamtlichen aus Breisach

Viele Ehrenamtliche in Baden-Württemberg unterstützen Flüchtlinge aus Gambia beim Ankommen in Deutschland und lernen neue Freunde und Freundinnen kennen. Gleichzeitig erfahren sie von der schrecklichen Situation und den Gefahren in der Diktatur Gambia. Sie sehen, unter welcher Angst vor Abschiebung Menschen aus Gambia in Deutschland leben müssen. Eine Initiative von Ehrenamtlichen aus Breisach will diese, auch für Ehrenamtliche unverständliche und belastende Situation nicht länger hinnehmen und hat die Aktion "Diktatur in Gambia - schiebt Flüchtlinge aus diesem Land nicht ab!" gestartet.

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Förderprogramm "Mittendrin"

Das Landesförderprogramm "Mittendrin" soll der Unterstützung des Ehrenamts dienen. Insbesondere soll die Gewinnung von "neuen" Freiwilligen sowie der Aufbau innovativer Projekte gefördert werden. Davon profitieren können Einrichtungen gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke, freie Initiativen sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts, die eine Trägerschaft im Rahmen des Programms „Mittendrin“ übernehmen wollen und dafür eine koordinierende Stelle unterhalten. Das maximale Fördervolumen pro Antrag liegt bei 5.000 €. Anträge sind grundsätzlich spätestens drei Wochen vor dem geplanten Projektbeginn einzureichen, letztmöglicher Förderbeginn ist der 1. Oktober 2016. Weitere Informationen sind bei Jeanette Roth vom PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg (roth@paritaet-bw.de, Tel.: 0711/2155-413) zu erhalten.