Aktuelles

Bundesweite Aktionstage "Welcome2stay" vom 18. bis zum 23. März 2017

"Das europäische System der Abschottung wird noch brutaler, Deutschland geht mit immer mehr Abschiebungen voran - lasst uns gemeinsam laut werden! Beteiligt Euch an den bundesweiten Aktionstagen vom 18. bis zum 23. März 2017 für Bleiberecht und gleiche soziale Rechte für alle. Zeigt Eure solidarischen Netzwerke, Eure Kämpfe und Eure Visionen von einer Gesellschaft in der Migration keine Bedrohung ist." So ruft das Bündnis Welcome2stay zu den dezentralen Aktionstagen im März auf. Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen und Organisationen des Antirassismus, der migrantischen Selbstorganisation und der Willkommensinitiativen.

Fachtag: Gemeinsam im Wert-All - Gesellschaft in Vielfalt weiterentwickeln

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft stellt sich mit großer Dringlichkeit die Frage nach Integration und Zusammenleben. Gerade die große Zahl der ankommenden Flüchtlinge und Vertriebenen fordert Zivilgesellschaft und politisch Verantwortliche heraus, Stellung zu beziehen und eine sich verändernde Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Eine Dialogveranstaltung, die zur Reflexion und Selbstvergewisserung über eigene Haltungen und Werte anregt, gemeinsame Perspektiven entwickelt und konkrete Empfehlungen formuliert. Die Veranstaltung wird ausgerichtet von dem Landesfamilienrat, dem Landesjugendring, dem Landesfrauenrat und dem Landesseniorenrat Baden-Württemberg.

Gambia-Fachtag: Quo vadis? - Conference: Gambia - What next?

Samstag/Saturday, 21. Januar 2017, 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Straße 20, 70174 Stuttgart

Der Gambia-Fachtag ist vollständig ausgebucht. Wir bitten Sie von weiteren Anmeldungen abzusehen.

Herzlichen Dank!
The Gambia-Conference fully booked.

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Konflikte in der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleitung

Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll, 20. - 21. Januar 2017

Viele Ehrenamtliche engagieren sich in der Flüchtlingsbegleitung. Sie bieten Unterstützung und Hilfe an, Begleitung zu Behörden, Sprachkurse und gute menschliche Kontakte im Stadtteil oder Verein. Doch offenkundig sind auch die Konfliktfelder: die Situation in den Flüchtlingsunterkünften, die neu verschärften rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen sowie der Umgang mit Ängsten von Anwohnern und aggressiver Ablehnung der geflüchteten Menschen. Auch der Kontakt zu den Geflüchteten ist nicht immer spannungsfrei. Diese Tagung soll helfen, Konflikte zu erkennen und Lösungsstrategien zu erarbeiten.

Veranstaltung der Evangelischen Akademie Bad Boll in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Diakonischen Werk Württemberg und dem Flüchtlingsrat BW.

Begleitung von Flüchtlingen beim Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt

Fach-Fortbildung als ehrenamtliche Ausbildungs- und Jobpatinnen und -paten in Stuttgart, Tübingen und Pforzheim

Im Rahmen von „NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ finden für freiwillig Engagierte ab Januar 2017 an den Projektstandorten Stuttgart, Pforzheim und Tübingen kostenfreie Fortbildungen zur Begleitung von Flüchtlingen beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit statt. Die Fortbildungen bauen auf dem Wissen und den Praxiserfahrungen der Netzwerkträger auf. Sie bietet freiwillig Engagierten den notwendigen Überblick über die rechtlichen Grundlagen und die praktischen Handlungsmöglichkeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in der Folgezeit selbständig und im Rahmen des Netzwerks Flüchtlinge im arbeitsmarktlichen Integrationsprozess begleiten und unterstützen. Sie treffen sich regelmäßig mit den Anleiterinnen und Anleitern der Netzwerkträger zum Erfahrungsaustausch und zur Fallbesprechung.

Weitere Informationen zu den Angeboten und zu NIFA finden Sie unter www.nifa-bw.de.

"SeeleFon für Flüchtlinge" des Bundesverbands der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V.

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V. und der BKK-Dachverband bieten seit dem Herbst 2016 ein „SeeleFon für Flüchtlinge“ an. Bei einem Kontakt mit diesem Krisentelefon finden psychisch erkrankte Menschen mit Migrationserfahrung und ihre Angehörigen ein offenes Ohr. In arabischer, französischer und englischer Sprache haben die Betroffenen und ihr soziales Umfeld die Möglichkeit, ihre seelischen Nöte mitzuteilen und durch geschultes Personal Unterstützung zu bekommen.

Online-Petition: KEINE ABSCHIEBUNGEN NACH AFGHANISTAN! GEGEN KRIEG UND TERROR – ÜBERALL!

Verschiedene Tübinger Flüchtlingsinitiativen haben im Nachgang zu einer Kundgebung am 30.12. eine Online-Petition erstellt, um ihre Solidarität mit afghanischen Geflüchteten zu bekunden und ihrem Protest gegen die unmenschliche Abschiebepolitik Ausdruck zu verleihen. Die Online-Petition kann auf der Homepage OpenPetition unterzeichnet werden.

Griechenland - Dublin-Überstellungen ab 15.3.2017 wieder möglich!

Infolge verschiedener EUGH-Urteile sind Dublin-Überstellungen nach Griechenland seit 2011 aufgrund "systemischer Mängel" im Asylverfahren ausgesetzt. Am 8. Dezember 2016 hat die EU-Kommission sich für die Wiederaufnahme der Dublin-Überstellungen nach Griechenland ausgesprochen. Laut Bundesinnenministerium sollen nun ab März wieder Rücküberstellungen nach Griechenland durchgeführt werden. Dies gilt allerdings nur für Personen, die nach dem 15. März 2017 irregulär nach Griechenland eingereist sind. Außerdem soll Griechenland dem überstellenden Staat eine individuelle Zusicherung geben, dass die Person in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht wird, die den Standards der EU-Aufnahmerichtlinie entspricht. Besonders schutzbedürftige Geflüchtete, einschließlich unbegleiteter Minderjähriger, sollen zunächst nicht überstellt werden.

Kretschmann endgültig im postfaktischen Zeitalter angekommen

Flüchtlingsrat kritisiert Pläne zur Einstufung von Tunesien, Marokko und Algerien als „sichere Herkunftsstaaten“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat gegenüber der Rheinischen Post gesagt, dass er einen erneuten Anlauf zur Einstufung von Tunesien, Marokko und Algerien als „Sichere Herkunftsstaaten“ begrüßen würde. Seine Argumentation, falls man diese wirren Gedankengänge überhaupt mit dieser Bezeichnung adeln darf, zeugt von viel Phantasie, aber wenig bis gar keiner Beachtung des geltenden Rechts und des Grundgesetzes.

Kommentar von Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg

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Merkblatt für „Beistände“ im Asylverfahren

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat in Kooperation mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege ein Merkblatt für Beistände im Asylverfahren veröffentlicht. Dieses enthält u. a. Hinweise zur Rolle des Beistands und generelle Empfehlungen zu Beistandschaft.