Zahlen & Fakten

Bundesregierung gibt Auskunft zur Asylstatistik 2012

Die Bundesregierung hat am 31. Januar 2013 eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke beantwortet (BT-Drucksache 17/12053 und 17/12234) und ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2012 gegeben. Eine der wesentlichen Informationen ist, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Asylverfahrensdauer für Schutzsuchende aus den Staaten des Westbalkans auf sieben Tage verkürzt hat. Immerhin hat es kurz vor Toresschluss im vierten Quartal 2012 noch zwei Flüchtlingsanerkennungen bei serbischen Asylsuchenden gegeben, darüber hinaus in 41 Fällen die Zuerkennung subsidiären Schutzes. Die Roma-Sonderaktion im Bundesamt schlägt sich nieder in einer Zahl von 119 Anhörungen zum Westbalkan, die arbeitstäglich durchgeführt wurden. Das Resultat wird ebenfalls deutlich. Die Verfahrensdauern bei Asylsuchenden aus anderen Herkunftsländern nahmen drastisch zu.
Quelle: Pro Asyl (03.04.2013): Fachpolitischer Newsletter Nr. 191

Zahlen zum Anstieg der Asyl-Zugangszahlen im Jahr 2012

Ministerium für Integration legt Jahresbilanz für 2012 vor

Das Ministerium für Integration legte am 14. Januar die Zahlen zum Asylbewerberzugang 2012 vor. Demnach hat Baden-Württemberg im Jahr 2012 insgesamt 7.913 Asylsuchende aufgenommen. Gegenüber dem Vorjahr (Aufnahme von 5.262 Personen) bedeutet dies eine "erhebliche Steigerung" um 2.651 Personen bzw. 50,4 Prozent. Zugleich sei dies der höchste Jahreszugang seit zehn Jahren. Ministerin Bilkay Öney: "Hinter uns liegt ein schwieriges Jahr. Wir können
aber die Standards der Flüchtlingsunterbringung nicht an schwankenden Zugangszahlen ausrichten. Die Landesregierung löst das Koalitionsversprechen einer humanen Flüchtlingspolitik ein."

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Jahresbilanz 2011: Asylbewerberzugang in BW leicht gestiegen

Der u.a. in einschlägigen Medien immer wieder prognostizierte "massive Anstieg von Flüchtlingen" macht sich in der Jahresbilanz doch sehr moderat. Demnach ergibt die Zugangsstatistik für BaWü einen Anstieg von 4.753 (2010) auf 5.262 (2011) Personen - bundesweit von 41.332 auf 45.741. Knapp die Hälfte aller neuen Asylsuchenden in BW kamen aus dem Irak (823 Personen), Pakistan (734), Afghanistan (565) und Serbien (464). Die Zahl der Antragsteller/innen aus Serbien und Mazedonien ist in 2011 stark rückläufig gewesen. Rückläufig war in 2011 auch wieder die Schutzquote (Summe aller positiven Entscheidungen) - während diese in 2009 noch bei 33% lag, befand sie sich für 2011 bei 22,3%.