Aktuelles

Afghanistan: Zivile Todesopfer erreichen neuen Höchstwert

Bericht der UN-Mission stellt verheerende Situation dar

Am 15. Juli hat die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) ihren Halbjahresbericht zum Thema "Schutz der Zivilbevölkerung" veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass im ersten Halbjahr 2018 so viele Zivilist*innen getötet wurden wie in keinem anderen Halbjahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor zehn Jahren. Das laut Bundesregierung und BAMF "sichere" Kabul wird als eine der gefährlichsten Orte für die Zivilbevölkerung benannt.

1616 Abschiebungen im ersten Halbjahr 2018

1616 Personen sind im ersten Halbjahr 2018 aus Baden-Württemberg abgeschoben worden. Vor allem die weiterhin regelmäßig stattfindenden Sammelabschiebungen in die Länder des westlichen Balkans treiben die Zahlen in die Höhe. Die meisten Betroffenen der Balkan-Abschiebungen sind Angehöriger von Minderheiten, die in diesen Ländern erhebliche Diskriminierung erleiden. Im vergangenen Jahr waren es bis zum 22. Juni nur geringfügig mehr.

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"Sichere Herkunftsländer" im Kabinett: Gesetzgebungshektik geht weiter

Pro Asyl: Verbändebeteiligung wird durch knappe Fristen zur Farce

Heute wird im Bundeskabinett der Gesetzentwurf zur Erweiterung der sogenannten "sicheren Herkunftsländer" beschlossen. Betroffen sind Marokko, Algerien und Tunesien (Maghreb-Staaten) sowie Georgien. Pro Asyl kritisiert, dass Staaten aus vermeintlich praktischen Gründen zu "sicheren Herkunftsländern" erklärt werden, die die Voraussetzungen dafür nicht erfüllen. Denn nach wie vor gibt es in den genannten Staaten keine Sicherheit vor Verfolgung, die nach verfassungsrechtlichen Vorgaben "landesweit und für alle Personen- und Bevölkerungsgruppen bestehen" muss. Die Konsultation mit der Zivilgesellschaft im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses verkommt angesichts knapper Fristen zur Farce.

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"Heimat-Los?!" - Tagung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg

Am 14. Juli fand unsere Sommertagung mit dem Titel "Heimat-Los?!" statt. Unter Weiterlesen... finden Sie die Dokumentation der Tagung. Unsere nächste Tagung findet am Samstag, 10. November in den Bürgerräumen West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart, statt. Das Programm wird im Herbst veröffentlicht.

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Unterstützung für LSBTI-Geflüchtete

„Queer Refugees Deutschland“ vernetzt, unterstützt und berät

Das LSVD-Projekt „Queer Refugees Deutschland“ vernetzt, unterstützt und berät deutschlandweit geflüchtete LSBTI und Anlaufstellen für geflüchtete LSBTI. Wer flieht, hat dafür gute Gründe. Dies gilt besonders für Lesben, Schwule, bisexuelle, Trans*- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI), die in ihren Herkunftsländern Verfolgung und Gewalt seitens des Staates, der Familie oder der Gesellschaft erfahren mussten. In über 90 Staaten der Erde droht LSBTI Gefahr für Freiheit, Leib und Leben.

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Umfrage für Dolmetscher*innen

Psychologiestudent untersucht Sekundäre Traumatisierung

Ein Psychologiestudent der Universität Hildesheim beschäftigt sich im Rahmen seiner Bachelorarbeit mit dem Thema "Sekundäre Traumatisierung bei Dolmetscher*innen“ und führe hierzu eine Studie durch. Hierfür hofft er auf eine möglichst zahlreiche Teilnahme von Dolmetscher*innen.

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Neues Beratungsangebot: mira – Mit RECHT bei der ARBEIT

Information und Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung zu arbeitsrechtlichen Fragen und Problemen

Bei "mira - Mit RECHT bei der ARBEIT" bekommen alle Menschen mit Fluchterfahrung kostenlose Informationen und Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen und Problemen. Auch Fachkräfte, Multiplikator*innen oder Unterstützer*innen können sich an mira wenden.

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Flüchtlingsrat veröffentlicht Länderbericht zu Mazedonien

Detaillierte Informationen zum angeblich "sicheren Herkunftsstaat"

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat einen neuen Länderbericht zu Mazedonien veröffentlicht. In dem gut 40-seitigen Bericht wird die volatile politische Lage im Land thematisiert, ebenso wie die besonderen Schwierigkeiten für bestimmte Bevölkerungsgruppen, etwa Frauen, LSBTTIQ-Menschen, Rom*nija oder Menschen mit Behinderung. Ferner wird auf die besondere Schwierigkeit für Personen eingegangen, die nach einem abgelehnten Asylantrag aus dem Ausland zurückkehren.

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Erfolg: Familie Stojanovic darf bleiben

Von Abschiebung bedrohte Familie aus Serbien erhält Aufenthaltserlaubnisse

Die serbische Familie Stojanovic darf (vorerst bis April 2019) in Deutschland bleiben. Den bislang von Abschiebung bedrohten Familienmitgliedern wurden jetzt Aufenthaltserlaubnisse nach §25a AufenthG erteilt. Vor einigen Monaten hatte das Innenministerium von Baden-Württemberg ihren Härtefallantrag trotz positiver Empfehlung der Härtefallkommission abgelehnt. Daraufhin hatten fast 50 000 Personen eine Petition unterzeichnet, die sich für ein Bleiberecht ausspricht.

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg bietet Praktikumsstellen in der Geschäftsstelle in Stuttgart an

Rahmenbedingungen:

  • frühest möglicher Startpunkt: 1. August 2018
  • maximale Dauer: 3 Monate
  • Aufwandsentschädigung: 300€ / Monat

Weitere Informationen:

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