Aktuelles

Unzumutbare Anforderungen verhindern Familiennachzug

Hintergrundbericht von Pro Asyl zu fragwürdiger Praxis gegenüber anerkannten Flüchtlingen aus Eritrea

Anerkannte Flüchtlinge genießen Schutz vor dem sie verfolgenden Staat. Das bedeutet auch, dass Kontakt zur Regierung des Herkunftslandes für sie nicht zumutbar ist. Anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea werden im Rahmen des Familiennachzugs jedoch dazu gedrängt, die eritreische Botschaft aufzusuchen.

Dazu berichtet Pro Asyl in einem ausführlichen aktuellen Hintergrundtext.

UNHCR: Keine interne Schutzalternative in Kabul

Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen widerspricht der Einschätzung der Bundesregierung

UNHCR hat am 30. August 2018 neue Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender (Eligibility Guidelines) veröffentlicht. Darin kommt UNHCR unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Region Kabul nicht als Ort einer sogenannten "internen Schutzalternative" oder "internen Neuansiedlungsalternative" angesehen werden kann. Als Reaktion auf diese neuen Erkenntnisse hat Finland die Entscheidung über Asylanträge von Afghan*innen sowie Abschiebungen nach Afghanistan vorerst ausgesetzt.

Aktiv werden gegen die Unmenschlichkeit!

Abschottung, Zurückweisung, Transitlager und Ertrinken-Lassen sind kein Konsens!

Unmenschlichkeit dominiert die derzeitigen Politiken auf Bundes- und Europaebene. Klares Ziel: Reduzierung der Zuwanderungszahlen Geflüchteter nach Europa und Auslagerung des Flüchtlingsschutzes. Gleichzeitig werden die flüchtenden Menschen auf See und in der Wüste ihrem Schicksal, sprich dem Tod oder libyschen Mafia-Banden, überlassen. Seenotrettung wird kriminalisiert, während hunderte Menschen im Mittelmeer sterben. Aber diese Politik der Unmenschlichkeit ist kein gesellschaftlicher Konsens und trifft auf Protest Wir haben Ideen, Aktionen, Termine und Hintergrundinfos dazu gesammelt.

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"Wächter der Menschenrechte"

Interview mit der Kontext-Wochenzeitung

Anlässlich des bevorstehenden 30-jährigen Jubiläums des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg hat die Kontext-Wochenzeitung ein Interview mit Seán McGinley, Leiter der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats, geführt.

20 Jahre, schwanger, abgeschoben nach Italien…

Junges Paar nach Abschiebung aus Baden-Württemberg ohne Unterstützung auf der Straße gelandet

Im Juli ist ein junges nigerianisches Paar aus Baden-Württemberg nach Italien abgeschoben worden. Die 20-jährige Frau war zu diesem Zeitpunkt im dritten Monat schwanger. In Foggia/Süditalien sollten sie in ein völlig überfülltes Aufnahmelager einziehen, doch dieses war mit über 1000 Bewohner*innen statt der vorgesehenen Maximalbelegung von 700, völlig überfüllt. Dieser Bericht basiert auf den Angaben der Betroffenen und einer Ehrenamtlichen, die mit ihnen im Kontakt steht. Sowohl die Ehrenamtliche als auf das abgeschobene Paar sind dem Flüchtlingsrat namentlich bekannt.

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Informationen zu Aufenthaltsverfestigung und Widerruf

Neues Fortbildungsangebot des Flüchtlingsrats

Wie geht es weiter nach der Anerkennung im Asylverfahren? Welche Möglichkeiten gibt es, zum dauerhaften Aufenthalt und perspektivisch auch eine Einbürgerung zu gelangen? Was passiert, wenn die Situation im Heimatland verbessert? Unter welchen Umständen kann man einen Schutzstatus auch wieder verlieren?

Diese Fragen, die vor allem für Geflüchtete relevant sind, denen im Asylverfahren einen Schutzstatus zugesprochen wurde, werden in einem neuen Fortbildungsmodul im Rahmen des Projekts "Aktiv für Flüchtlinge 2018" des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg behandelt.

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Stuttgarter Appell: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen

Bürger*innen von Stuttgart haben einen Appell an Oberbürgermeister Kuhn gerichtet, sich aktiv für Seenotrettung und für die Aufnahme von geretteten Flüchtlinge aus dem Mittelmeer einzusetzen.

Beiratsmitglieder für Projekt "Welcome2BW" gesucht

Personen mit Fluchthintergrund sollen Projekt begleiten

Für das Projekt "Welcome2BW", das vom Asyl-, Migrations und Integrationsfonds der Europäischen Union gefördert wird, wird ein Beirat aus Menschen mit Fluchthintergrund etabliert. Dieser soll sich zweimal im Jahr treffen, um im Austausch mit den Projektmitarbeiter*innen Feedback zu geben, Vorschläge zu machen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. 

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"Die Kurden: Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion"

Neues Buch von Kerem Schamberger und Michael Meyen

Am 4. September erscheint im Westend-Verlag das Buch ""Die Kurden: Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion". Das hochaktuelle Werk zeichnet die Geschichte des "Größten staatenlosen Volkes der Welt" nach, von der Aufteilung der kurdischen Gebiete nach dem Ersten Weltkrieg bis zu den Konflikten der Gegenwart. Kerem Schamberger hat im Juli bei der Tagung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg über die Situation in der Türkei referiert. Er arbeitet, wie sein Ko-Autor Dr. Michael Meyen, als Kommunikationswissenschaftler an der LMU in München.

Aktualisierte Arbeitshilfe des Paritätischen zur Ausbildungsduldung

Die vorliegende aktualisierte Arbeitshilfe (Stand: 18.07.2018) erläutert die einzelnen Voraussetzungen für die Ausbildungsduldung genauer und berücksichtigt neben den Anwendungshinweisen des Bundesinnenministeriums auch die Ländererlasse sowie die  Rechtsprechung.