Aktuelles

3018 Abschiebungen aus Baden-Württemberg 2018

Kosovo bleibt auf Platz eins - Gambia und andere afrikanische Ländern zunehmend betroffen

Die Zahl der Abschiebungen aus Baden-Württemberg ist 2018 von 3450 auf 3018 gesunken. Grund dafür sind vor allem die zurückgehenden Rückführungen in die Länder des westlichen Balkans, auch wenn sie mit rund 1200 Menschen zwar einen erheblichen Anteil ausmachen, jedoch mehr als 1000 weniger betrafen als noch 2017. Der Kosovo ist mit 427 Abschiebungen weiterhin das häufigste Zielland. 

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Lucha: Abschiebungen gut integrierter und arbeitender Asylbewerber aussetzen!

Baden-Württembergs Integrationsminister Manne Lucha fordert, Abschiebungen gut integrierter und arbeitender Asylbewerber*innen auszusetzen. Man solle keine Tatsachen schaffen, bevor das Einwanderungsgesetz nicht verabschiedet sei, sondern jenen Geflüchteten, die hier bestens integriert sind, Perspektiven bieten. Das sei man auch den Unternehmern schuldig, die diese Menschen ausgebildet haben und auf deren Arbeitskraft nicht mehr verzichten möchten. Lucha bezog sich auf die Ankündigungen, die Zahl der Abschiebungen nach Gambia zu erhöhen.

Afghanistan ist nicht sicher: Eine interaktive Karte

PRO Asyl dokumentiert Anschläge und Kampfhandlungen

In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Kampfhandlungen oder Anschläge, aber auch keine Woche, wo nicht der Drohnenkrieg oder brutales Vorgehen auch der afghanischen Armee Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern. PRO ASYL hat eine Übersichtskarte zusammengestellt, die verdeutlicht, dass mit wenigen Ausnahmen alle Landesteile Schauplätze solcher Ereignisse mit Toten und Verletzten sind.

Hohe Erfolgsquote bei Klagen gegen Ablehnungen

Statistik zur Entscheidungen von Verwaltungsgerichten

Die ergänzende Asylstatistik für das dritte Quartal 2018 zeigt, dass rund ein Drittel der inhaltlich entschiedenen Klagen in Asylsachen zugunsten der Geflüchteten entschieden wurden. Eine weitere interessante Information ist, dass es in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt neun rechtswidrige Abschiebungen gab. Die Süddeutsche Zeitung hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

2018: rund 4600 Tote bzw. Vermisste bei Flucht und Migration

Mindestens 4592 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Ihrer Flucht gestorben bzw. gelten als vermisst. Diese vorläufigen Zahlen veröffentlichte die Internationale Organisation für Migration (IOM), eine Unterorganisation der Vereinten Nationen. Rund die Häfte aller Fälle (2297) ereignete sich auf den Seerouten über das Mittelmeer. Sehr gefährlich waren auch die Gebiete Nordafrikas mit 567, Afrika südlich der Sahara mit 559 sowie die Grenze der USA zu Mexiko mit 393 Toten oder Vermissten. 2017 waren 6.197 Menschen betroffen, 2016 mehr als 8.000.

Unerträgliche Hetze gegen Alassa M. und seine Unterstützer*innen

Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg vom 8. Januar 2019

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg verurteilt die Hetze gegen den Geflüchteten Alassa M. und seinen Rechtsanwalt Roland Meister und erklärt sich mit ihnen solidarisch.

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Flüchtlingsrat gegen neuen Standort für Ankunftszentrum

Interview mit Ulrike Duchrow in der Rhein-Neckar-Zeitung

Das Land Baden-Württemberg beabsichtigt, das Ankunftszentrum vom jetzigen Standort im Patrick-Henry-Village auf das Gelände "Wolfsgärten" westlich von Heidelberg zu verlegen - einem kleinen Areal zwischen einer Bahnlinie und zwei Autobahnen. Warum der Flüchtlingsrat diesen Standort ungeeignet findet, erklärt Sprecher*innenratsmitglied Ulrike Duchrow aus Heidelberg im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

Informationen zu Sammelabschiebungen nach Afghanistan

Nächste Abschiebung soll am 7. Januar stattfinden

Die Bundesregierung setzt offenbar die Sammelabschiebungen nach Afghanistan fort. Wie die Welt berichtet, soll am Montag, 7. Januar ein Abschiebeflug Menschen zwangsweise wieder in das von Krieg und Terror gebeutelte Land zurückbringen. Der Flug wird am Dienstag, 8. Januar in Kabul erwartet. Es ist zu befürchten, dass auch dieses Mal Menschen aus Baden-Württemberg betroffen sein werden. Deshalb gibt der Flüchtlingsrat Tipps und Informationen hierzu.

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"Platz für ASYL in EUROPA"

Kampagne des Diakonischen Werks Württemberg zur Europawahl und zum Weltflüchtlingstag 2019

Mit der Kampagne "Platz für ASYL in EUROPA" zeigt das Diakonische Werk Württemberg: Das Recht auf Asyl hat einen Platz in Europa! Eine Installation mit vielen Stühlen macht deutlich, dass in Deutschland und Europa Platz ist für Menschen, die vor Verfolgung und Elend fliehen. Mindestens 400 dieser "Asylstühle" sollen auf einer Veranstaltung am 15. Mai  zentral in Stuttgart ausgestellt werden. Zum Tag des Flüchtlings am 20. Juni gehen die Stühle dann zurück in die Herkunftsorte und können dort mit einer lokalen Aktion verbunden werden.

Abschiebung anstatt Fluchtursachenbekämpfung

Pressemitteilung des Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, 20.12.2018

Baden-Württemberg schiebt kurz vor Weihnachten 15 Menschen nach Gambia ab
Am 18. Dezember wurden nach Informationen des Regierungspräsidiums Karlsruhe 15 Menschen nach Gambia abgeschoben. Bezüglich genauerer Informationen wurde das Innenministerium Baden-Württemberg angefragt, eine Antwort steht bisher noch aus.

Im Dezember vor zwei Jahren schickten Gambier*innen ein positives demokratisches Signal in die Welt und schafften es friedlich, den langjährigen Diktator Yahya Jammeh abzuwählen. Die Aufarbeitung der Diktatur, der wirkliche demokratische Wechsel und der Abbau der Fluchtgründe einiger Minderheiten wird aber noch lange dauern und weiterhin besteht die Angst eines möglichen Putschversuchs des früheren Diktators.

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