Sozialleistungen & Gesundheit

Übersichtsseite zum Thema Traumatisierung

Flüchtlinge sind im Vergleich zur deutschen Mehrheitsgesellschaft überdurchschnittlich oft von Traumatisierung betroffen. Das Portal fluechtlingshelfer.info hat eine Übersichtsseite zum Thema Traumatisierung erstellt, die viele hilfreiche Materialien für Haupt- und Ehrenamtliche zur Unterstützung von Geflüchteten mit Traumatisierung beinhaltet.

Regierung ignoriert Pflicht zur Leistungserhöhung für Asylsuchende

PRO ASYL gibt Tipps für Haupt- und Ehrenamtliche

Legal – illegal – GroKo: Trotz eindeutiger Gesetzeslage wurden die Regelsätze nach dem Asylbewerberleistungsgesetz seit 2016 nicht erhöht. PRO ASYL empfiehlt den Betroffenen, Ihre Ansprüche zu sichern: Durch Widersprüche und Überprüfungsanträge – noch in diesem Jahr. Haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsberater können dabei helfen.

Begleitete minderjährige Geflüchtete haben einen Anspruch auf Jugendhilfeleistungen des SGB VIII

"Ein Großteil der geflüchteten Kinder und Jugendlichen, die in Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland einreisen, erhält während der Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften keine Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe, obwohl sie einen umfänglichen Anspruch auf Jugendhilfeleistungen hätten. Minderjährige sind in den Unterkünften durch die extrem beengten Verhältnisse, fehlende kindergerechte Räume und Rückzugsmöglichkeiten und mangelhaften Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen und einem entwicklungsgefährdenden und destabilisierenden Umfeld ausgesetzt." (AKS München) Der AKS München hat mit Unterstützung des BumF e.V. einen bundesweiten Handlungsleitfaden entwickelt, der sich insbesondere auch an die in diesem Bereich tätigen Sozialarbeiter*innen richtet:

Auch für junge Volljährige (bis zum 21. Lebensjahr, im Einzelfall sogar bis zum 27. Lebensjahr) können Hilfen beantragt werden:

AOK-Studie zum Gesundheitszustand von Syrern, Afghanen und Irakern in Deutschland

Der Wissenschaftliche Dienst der AOK hat zwischen 2017 und 2018 mehr als 2000 Menschen mit Fluchterfahrung aus Syrien, dem Irak und Afghanistan zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Die Studie ergab, dass die große Mehrheit dieser Menschen durch persönliche Gewalterfahrungen (wie Kriegserlebnisse, direkte Angriffe durch Militärs und andere Bewaffnete, Verschleppung oder Ermordung von Angehörigen/Nahestehenden, Folter, Lager oder Isolationshaft, Misshandlung, Vergewaltigung oder Zeugesein von Gewalt) traumatisiert ist. Bislang wird nur ein Bruchteil der Traumatisierten betreut.

Passbeschaffungskosten für Leistungsberechtigte nach SGB II

Die Frage, ob das Jobcenter oder das Sozialamt die teilweise extrem hohen Kosten für die Beschaffung oder Verlängerung eines ausländischen Reisepasses übernehmen muss, ist in der Beratungspraxis mit großer Unsicherheit verbunden. Im Anhang finden Sie hierzu Informationen.

Lange Wartezeiten und mehr Ablehnungen

Versorgungsbericht 2018 zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern in Deutschland

Psychisch erkrankte Geflüchtete finden in Deutschland nur eingeschränkt Zugang zu psychosozialen Unterstützungsangeboten. Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) können die bundesweit 37 spezialisierten Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge noch immer nur einen Bruchteil der Geflüchteten versorgen, die sich mit Behandlungs- und Beratungsanfragen an sie wenden. Die Wartezeit auf eine Psychotherapie beträgt durchschnittlich 6 Monate, die Ablehnungszahlen sind um 85% auf eine Gesamtanzahl von 10.000 Personen gestiegen und die Perspektive für die Einrichtungen und ihre Klient*innen bleibt unter anderem aufgrund Finanzierung über zeitlich begrenzte Projektgelder unsicher.

Handbuch zur gesundheitlichen Versorgung von Geflüchteten

Das von Caritas herausgegebene Handbuch bietet Haupt- und Ehrenamtlichen eine Übersicht im Bereich "Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen". Während zunächst allgemeine Informationen zum Gesundheitssystem aufgeführt werden, geht das Handbuch weiterführend auf die in der Flüchtlingshilfe relevanten Gesetze ein. Unter anderem werden Hinweise zur Beantragung der Kostenübernahme für Dolmetscher gegeben und Checklisten zur Orientierung und Überprüfung der Qualitätsstandards bereitgestellt. Da keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, dient es hervorragend zur Einführung ins Fachgebiet.

Erklärfilme auf sechs EU-Sprachen zu Familienleistungen des Bundesfamilienministeriums

Das Bundesfamilienministerium bietet in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Infografiken und Erklärfilme zu verschiedenen Leistungen für Familien in sechs EU-Sprachen an. Erklärt werden die Familienleistungen Kindergeld, Kinderfreibeträge, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss sowie der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende.

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FAQ zum Thema Gewaltschutz geflüchteter Frauen und Mädchen

Die Frauenhauskoordinierung e.V. hat zusammen mit dem Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) ausführliche FAQ rund um das Thema Gewaltschutz für geflüchtete Frauen erstellt. Die Broschüre gliedert sich in zehn thematische Unterpunkte und beantwortet beispielsweise Fragen zu aufenthaltsrechtlichen Regelungen, Ehe- und Familienrecht, medizinischer Versorgung, Gewaltschutzmaßnahmen für Frauen, die in Unterkünften leben und zur Aufnahme von geflüchteten Frauen ins Frauenhaus.

BumF, IPPNW und Deutsches Kinderhilfswerk lehnen "medizinische Altersfeststellung" ab

In einer Stellungnahme vom 13.12.2017 sprechen sich BumF (Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge), IPPNW (Deutsche Sektion der internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) und DKHW (Deutsches Kinderhilfswerk) gegen den Vorstoß verschiedener CDU-Politiker/-innen aus, eine medizinische Untersuchung zur Feststellung des Alters von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gesetzlich vorzuschreiben.

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