Aktuelles

02.12.2017

Fachtag: „Von der Duldung zum Bleiberecht?! – Möglichkeiten, Chancen und Hürden“

Samstag, 2. Dezember 2017, 09:30-16:30 Uhr, Adolf-Schlatter-Haus, Österbergstr. 2, 72074 Tübingen

Derzeit häufen sich Ablehnungen im Asylverfahren und eine Vielzahl von Personen lebt - teilweise schon jahrelang - mit einer Duldung in Deutschland. Mit der Duldung können Sanktionen wie Arbeitsverbote, Leistungskürzungen oder - seit Einführung des Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht - auch eine strenge Residenzpflicht einhergehen. Außerdem sind bestimmte Rechte und Pflichten mit dem Duldungsstatus verbunden. Auf verschiedenen Wegen kann es möglich sein, von der Duldung in einen festen Aufenthalt zu wechseln. Der Fachtag „Von der Duldung zum Bleiberecht?! – Möglichkeiten, Chancen und Hürden“ stellt die Situation der Geduldeten in den Mittelpunkt und zeigt Wege auf, in einen festen Aufenthalt zu kommen. Er richtet sich an Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Flüchtlingsarbeit sowie an Geflüchtete. Anmeldeschluss ist der 30. November 2017.

BICC veröffentlicht Studie zu Konflikten in Unterkünften für Geflüchtete

Das Bonn International Center for Conversion (BICC) führte eine Studie zu Konflikten in Flüchtlingsunterkünften durch und entwickelte darauf basierend Konfliktvermeidungsstrategien und Empfehlungen für ein friedliches gemeinsames Zusammenleben. Hierfür wurden über 30 Unterkünfte in Nordrhein-Westfalen untersucht und Gespräche mit Einwohnern und verschiedenen Angestellten geführt. Die Handlungsempfehlungen sind nun in acht Sprachen verfügbar.

Wir Ehrenamtliche fordern: Kein Rollback in der Flüchtlingspolitik

Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen aus Baden-Württemberg verfassen offenen Brief und Petition zu den Koalitionsverhandlungen

42 ehrenamtliche Initiativen, 59 Einzelpersonen und der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg sind die Erstunterzeichner des offenen Briefes „Wir Ehrenamtliche fordern: Kein Rollback in der Flüchtlingspolitik!“, der gestern an die baden-württembergischen Verhandlungsteilnehmer*innen der Sondierungsgespräche für eine mögliche „Jamaika-Koalition“ versendet wurde. Der offenen Brief kann nun auch als Online-Petition unterzeichnet werden. Bereits 1400 Menschen haben diese Petition unterzeichnet (Stand 25.10.)

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EuGH stärkt individuelle Rechte im Dublin-Verfahren

PRO ASYL begrüßt Entscheidung zu Konsequenzen bei Ablauf von Überstellungsfristen

PRO ASYL begrüßt die erneute Bestätigung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), dass die Fristen im sogenannten Dublin-Verfahren Rechte für die Betroffenen auslösen. Ein Asylsuchender kann sich darauf verlassen, dass innerhalb der vorgegebenen Fristen geklärt wird, welcher Mitgliedstaat für ihn zuständig ist. Der EuGH betont explizit, dass Ziel der Dublin-Regelungen eine zügige Bearbeitung der Anträge sei.

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Gericht entscheidet: Hasmatullah F. muss zurückgeholt werden

Kettenabschiebung über Bulgarien nach Afghanistan war rechtswidrig und muss rückgängig gemacht werden

Im Falle des trotz laufenden Eilantrages nach Bulgarien überstellten und von dort aus nach Afghanistan zurückgeschickten Afghanen Hasmatullah F. hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen entschieden, dass der Betroffene nach Deutschland zurückgeholt werden muss. Das berichtet die Südwest-Presse.

Vergangene Woche hatten Engagierte aus Tübingen, dem Wohnort von Hasmatullah F. auf den Fall aufmerksam gemacht und eine Online-Petition gestartet.

Nächste Abschiebung nach Afghanistan am 24. Oktober

PRO ASYL fordert Moratorium

Trotz aller Berichte über die sich weiter verschärfende Sicherheitslage in Afghanistan ist nach Agenturmeldungen eine erneute Sammelabschiebung am kommenden Dienstag, 24.10.2017 aus Leipzig geplant. PRO ASYL fordert ein Moratorium von Abschiebungen nach Afghanistan.

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Lagertour Baden-Württemberg 2017-18

Flüchtlingsrat informiert sich vor Ort über Unterbringung und sucht das Gespräch mit Engagierten und Geflüchteten

Dank der Unterstützung der Stiftung :do wird der Flüchtlingsrat von Mitte Oktober bis Mitte Februar seine "Lagertour Baden-Württemberg 2017-18" durchführen. Dabei wird ein Mitarbeiter des Flüchtlingsrates Orte in allen Regionen des Landes besuchen, um sich über die Unterbringungsbedingungen vor allem in Gemeinschaftsunterkünften zu informieren.

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Offener Brief der Stuttgarter Freundeskreise wegen Nutzungsgebührenerhöhung

Die Nutzungsgebühren für Geflüchtete, die ihren Lebensunterhalt über Erwerbstätigkeit selbst sichern, wurden in einigen Landkreisen stark angehoben. In Stuttgart ist die Situation besonders drastisch (Pressemitteilung Flüchtlingsrat BW und Artikel vom 28. August). Um die Politiker*innen auf die Problematik hinzuweisen und eine Änderung zu erwirken, haben Stuttgarter Freundeskreise Ihre Kritik in einem offenen Brief formuliert. Dieser Brief soll von möglichst vielen Menschen an die einzelnen Stadträte geschickt werden. Die Stuttgarter Engagierten freuen sich über Ihre Unterstützung.

Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte!

Nicht nur am Tag des Flüchtlings

Am heutigen Tag des Flüchtlings wollen wir auf die Pro-Asyl Kampagne »Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte« hinweisen. Interviews, Materialien und Aufrufe finden sie auf der Kampagnenhomepage.

Illegale Abschiebung muss rückgängig gemacht werden

Presseerklärung von Engagierten aus Tübingen

Am 14.9. wurde ein junger Afghane, trotz laufendem Klageverfahren, nach Bulgarien abgeschoben. Die tübinger Unterstützer*innen haben sich deshalb an die Öffentlichkeit gewandt. Im folgenden, finden Sie ihre Presseerklärung.

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ArrivalAid veröffentlicht die ArrivalNews: Eine Zeitung für Geflüchtete

Die gemeinnützige Organisation ArrivalAid hat zum ersten Mal eine Zeitung für Geflüchtete herausgegeben. Diese ist in einfacher Sprache verfasst und enthält Vokabelerklärungen. Inhaltlich beschäftigt sich die Septemberausgabe mit der Bundestagswahl am 24.09.17 und beinhaltet einen Bericht einer syrischen Geflüchteten über die Lebensverhältnisse von Frauen in Syrien und Deutschland. Die Zeitung ist in zwei Versionen verfügbar, welche jeweils im Lokalteil für München und Stuttgart Veranstaltungshinweise und Stellenanzeigen bereitstellen.