Aktuelles

Terminvereinbarung für Anträge auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wieder möglich

Auswärtiges Amt bestätigt: Seit Jahresbeginn vergeben deutsche Auslandsvertretungen Termine

Das Auswärtige Amt bestätigt, dass Terminanfragen für Anträge auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten seit Anfang des Jahres wieder entgegengenommen werden. Aufgrund der langen Wartezeiten bis zu solchen Terminen, können Angehörige von Personen, die in Deutschland den subsidiären Schutz erhalten haben, bereits ab Januar 2018 Termine zur Visabeantragung vereinbaren, obwohl die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten noch bis Mitte März 2018 gilt.

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Werben gegen Asyl

Netzwerk Flüchtlingsforschung kritisiert Kampagne „Rumours about Germany“

Das Netzwerk Flüchtlingsforschung hat sich die Kampagne „Rumours about Germany“ angeschaut, mit der das Auswärtige Amt über die Möglichkeiten informieren will, in Deutschland Schutz zu erhalten. Aus Sicht der Autorinnen geschieht dies auf eine kritikwürdige, da unausgewogene Weise: „Eine ausgewogene Information würde Migranten und Asylsuchende nicht nur über Gefahren und mögliche Widrigkeiten, sondern auch über ihre Rechte aufklären. Doch solche Fakten kommen in der Aufklärungskampagne des Auswärtigen Amts praktisch nicht vor.“

"Letzter Halt Agadez"

Abdoul Azizou Hamza aus Niger war zu Gast beim Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Ende letzten Jahres hatte der Flüchtlingsrat im Rahmen des internationalen Austauschprogrammes "Cross-Culture-Programm" des Institut für Auslandsbeziehungen Herrn Abdoul Azizou Hamza für sechs Wochen zu Gast. Herr Hamza arbeitet beim UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Niger, und zwar in der Stadt Agadez, die für viele Flüchtende die letzte Station vor der Überquerung der Sahara ist. In einem Interview mit der Kontext:Wochenzeitung hat er über seine Arbeit gesprochen. 

IOM bietet telefonische Beratung zum Familiennachzug an

Das Familienunterstützungsprogramm der IOM ist nun auch in Deutschland telefonisch erreichbar, um syrische und irakische Familien beim Familiennachzug nach Deutschland zu unterstützen. Die Nummer lautet ++49 151 / 176 604 42.

Appell „Menschenrecht auf Familienzusammenführung einhalten“ unterstützen!

Bis zum 16. März 2018 ist per Gesetz der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ausgesetzt. Von FDP über Unionsparteien bis zur AfD gibt es Bestrebungen, diese gegen Grundgesetz und internationale Abkommen verstoßende Regelung zu verlängern. Damit das nicht passiert und um dem Recht auf Familiennachzug Nachdruck zu verleihen, fordert der Flüchtlingsrat Niedersachsen gemeinsam mit anderen niedersächsischen Initiativen und Organisationen dazu auf, den Appell „Menschenrecht auf Familienzusammenführung einhalten“ zu unterzeichnen. Initiativen, Unterstützer*innengruppen, Vereine und Organisationen (keine Privatpersonen) können den Appell bis zum 14. Januar 2018 durch eine Mail an SW@Nds-Fluerat.org unterzeichnen.

Kein Rücknahmeabkommen zwischen Deutschland und Gambia geschlossen! - No repatriation agreement between Germany and Gambia!

---english below---

Einige Medien berichteten, dass der gambische Präsident Adama Barrow und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Rücknahmeabkommen für 1500 Gambier*innern unterzeichnet hätten. Auf Nachfrage teilten uns verantwortliche Mitarbeiter*innen im Auswärtigen Amt und beim Bundespräsidialamt mit, dass diese Info falsch sei.

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Starthilfe plus um Rückkehrprämie erweitert

Seit Anfang 2017 können Geflüchtete bereits zu einem relativ frühen Zeitpunkt Rückkehrhilfen über das Programm "StarthilfePlus" erhalten (Artikel vom 24.02.2017). Zwischen dem 1. Dezember 2017 und dem 28. Februar 2018 können freiwillige Rückkehrer*innen im Bundesprogramm StarthilfePlus eine zusätzliche "Rückkehrprämie" beantragen, über die Familien bis zu 3.000 € und Einzelpersonen bis zu 1000 €, jeweils in Sachleistungen, erhalten können. Die Antragstellung für die Prämie mit dem programmatischen Titel "Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!" erfolgt gemeinsam mit der Antragstellung StarthilfePlus und REAG/GARP in einer Beratungsstelle in Deutschland.

Im Übrigem weisen wir darauf hin, dass Ende 2017 die Ausreiseförderung von StarthilfePlus für ausreisepflichtige Ausländer*innen mit einer Duldung ausläuft. Die Fördermöglichkeiten für Personen, die bei laufendem Asylverfahren oder innerhalb der Ausreisepflicht ihre freiwillige Ausreise erklären, bleiben bestehen. 

ACHTUNG: Wir empfehlen, vor der Entscheidung zur freiwilligen Ausreise stets eine Rückkehrberatung bei einer unabhängigen Rückkehrberatungsstelle in Anspruch zu nehmen.

Flüchtlinge sind nicht an allem schuld!

Aktualisierter Flyer des Flüchtlingsrats NRW zur Entkräftung von Vorurteilen

Der Flüchtlingsrat NRW e.V. hat einen aktualisierten Flyer zum Thema Vorurteile gegenüber Flüchtlingen veröffentlicht. Hierin greift er gängige Vorurteile von Rechtpopulisten wie „Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg!“ und „Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche!“ auf und widerlegt diese durch Fakten.

Neue Zahlen zum Dublin-Verfahren

Die Bundesregierung hat auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE zum Dublin-Verfahren geantwortet. Hieraus ergibt sich unter anderem, dass im dritten Quartal 2017 17.772 Übernahmeersuchen von Deutschland an andere EU-Länder gestellt wurden. In 11.484 Fällen erteilte das angefragte EU-Land seine Zustimmung zur Übernahme.

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BumF, IPPNW und Deutsches Kinderhilfswerk lehnen "medizinische Altersfeststellung" ab

In einer Stellungnahme vom 13.12.2017 sprechen sich BumF (Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge), IPPNW (Deutsche Sektion der internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) und DKHW (Deutsches Kinderhilfswerk) gegen den Vorstoß verschiedener CDU-Politiker/-innen aus, eine medizinische Untersuchung zur Feststellung des Alters von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gesetzlich vorzuschreiben.

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