Lockerung bei Integrationskurszulassung

Anfang Februar 2026 veranlasste das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Zulassungsstopp für Anträge auf freiwillige Teilnahme an Integrationskursen. Das BAMF erklärte, dass solche Kurse vorerst nicht mehr von freiwilligen Teilnehmer*innen besucht werden könnten. Begründet wurde dies durch finanzielle Herausforderungen der Vorjahre und mit stark gestiegenen Kosten von Integrationskursen. Der Blick in den Haushalt 2026 verrät jedoch: Für das Jahr 2026 stehen ca. eine Milliarde Euro für die Finanzierung von Integrationskursen zur Verfügung (eine vergleichbare Summe wie 2025) – es handelt sich also um eine rein politische Entscheidung.

Durch den Zulassungsstopp wurde für rund 130.000 Menschen, schätzungsweise 55 % der Gesamtteilnehmenden, die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, abrupt gestoppt.

Diese Situation zieht unmittelbare Folgen für die freiwilligen Teilnehmer*innen nach sich und wirkt sich nachhaltig auf gesellschaftliche Teilhabe durch Spracherwerb aus. Auch Menschen, welche einen gesetzlichen Anspruch auf die Teilnahme an Integrationskursen haben, leiden unter dem Zulassungsstopp, da es vermehrt zu Kursverschiebungen und -ausfällen kommt. Darüber hinaus kommt es zu weitreichenden logistischen und personellen Folgen: Zahlreiche Lehrkräfte mussten entlassen werden, da geplante Kurse nicht stattfinden, zudem mussten sogar einige Träger schließen. Trägernetzwerke lassen sich nicht einfach ein- und ausschalten, je nachdem, wie der politische Wind steht. Trägerstrukturen gehen auch weiterhin verloren, vor allem in bevölkerungsarmen Regionen. Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg hat dies bereits im Februar scharf kritisiert.

Nun einigt sich die Koalition auf eine Änderung des vorangegangenen Zulassungsstopps. Ab Juni sollen auch Menschen ohne gesicherte Bleibeperspektive wieder an den Integrationskursen teilnehmen können. Allerdings gibt es nur ein bestimmtes Kontingent an freiwilligen Teilnehmer*innen, deren Kosten übernommen werden. So soll eine Deckelung der Gesamtausgaben gewährleistet werden. Die konkrete Zahl wird abhängig von der jeweiligen Haushaltsplanung sein und somit variieren. Nicht aufgebrauchtes Budget darf in das nächste Haushaltsjahr mitgenommen werden. Obwohl der Haushalt für 2027 ursprünglich eine Summe von etwas mehr als einer Milliarde Euro für Integrationskurse vorsieht, soll nun eine Reduzierung auf 600 Millionen Euro erfolgen.

Außerdem plant die Koalition eine Priorisierung der Teilnehmer*innen: An vorderer Stelle stehen Ukrainer*innen und Personen, die einen Aufenthalt zum vorübergehenden Schutz nach §24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) haben, sowie EU-Bürger*innen. Für Menschen im Asylverfahren soll es Erstorientierungskurse (EOK) geben, die ab November vermehrt angeboten werden sollen. Diese sind mit 300 Unterrichtseinheiten erheblich kürzer als reguläre Integrationskurse mit 700 Unterrichtsstunden – die direkte Auswirkung der Beinahe-Halbierung des vorgesehenen Haushalts. 

Die Teilrücknahme des Zulassungsstopps ist eine Erleichterung für Ukrainer*innen, EU-Bürger*innen und Menschen mit einem Aufenthalt nach §24 AufenthG. Geduldete Personen und Asylbewerber*innen müssen weiterhin befürchten, dass ihnen die Möglichkeit des Spracherwerbs und die damit einhergehenden Chancen verwehrt bleiben.  Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg kritisiert die Priorisierung von Menschen nach Bleibeperspektive und wirtschaftlichem Nutzen. All das geschieht im Rahmen einer menschenfeindlichen Migrationspolitik, welche die Gesellschaft spaltet, Menschen hierarchisiert und Chancen verwehrt. Es wird deutlich, dass jene, die geflüchteten Menschen „Integrationsverweigerung“ vorwerfen, zeitgleich Teilhabe-Möglichkeiten strukturell einschränken und kein tatsächliches Interesse an der gesellschaftlichen Teilhabe geflüchteter Menschen haben.



Online-Fachtag: Junge Geflüchtete zwischen Schule und Ausbildung

Der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist für junge Menschen vielerorts eine Herausforderung. Dies trifft besonders auch auf junge Menschen mit Fluchterfahrung zu, deren Berufsbiografien von mehrfachen Übergängen, Unterbrechungen und Neuanfängen geprägt sind. In Deutschland treffen die jungen Menschen u. a. auf neue Bildungssysteme und Sprachanforderungen.

Auf dem Online-Fachtag des Paritätischen Gesamtverbands werden die komplexen Übergangsprozesse aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze diskutiert. Neben der individuellen Förderung rücken dabei die Peer Group und sozialraumorientierte Unterstützungsstrukturen in den Fokus.

Im Rahmen des Fachtags werden unterschiedliche Perspektiven aus Praxis und Wissenschaft zusammengeführt. Im Mittelpunkt stehen konkrete Ansätze aus der Praxis:

  • Einblick in eine regionale Jugendagentur am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf
  • Jugendmigrationsdienst mit sozialraumorientiertem Unterstützungsansatz
  • Peer-to-Peer-Ansatz für Beteiligung und Empowerment von Mädchen* und jungen Frauen* am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf
  • wissenschaftlicher Beitrag mit einer rassismuskritischen Perspektive auf Bildungs- und Berufsbiografien junger geflüchteter Menschen

Der Fachtag bringt Fachkräfte aus Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, Jugendmigrationsarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern zusammen, um gemeinsam praxisnahe Strategien zu diskutieren und weiterzuentwickeln, um Impulse für eine nachhaltige Verbesserung der beruflichen Teilhabechancen junger Menschen mit Fluchterfahrung zu setzen.

Zielgruppe der Veranstaltung: Fachkräfte aus der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, Jugendmigrationsarbeit, Migrationssozialarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern, Interessierte aus der freien Wohlfahrtspflege, Jobcenter, Agenturen für Arbeit etc.

Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeplans (KJP) gefördert.

Für die Teilnahme an der Fachveranstaltung werden keine Beiträge erhoben.
Anmeldeschluss: 8. Juni 2026.

Anmeldung und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.


Inhaltliche Rückfragen bitte an:

Angelina Bemb, Referentin Jugendsozialarbeit und Migration, Gefährdetenhilfe, jumis@paritaet.org, Tel 030-246 36-406
Jennifer Puls, Referentin Arbeitsmarktpolitik/Jugendsozialarbeit, jsa@paritaet.org, 030-246 36-325

Organisatorische Rückfragen bitte an:

Mandy Gänsel, Sachbearbeitung, mandy.gaensel@paritaet.org, 030-246 36-476


Freiburg: Straßenfußball-Turnier „Abseits abpfeifen“

beneFit e.V. lädt ein zum Straßenfußball-Turnier auf den Bolzplätzen im Freiburger Seepark – zum Mitfeiern, Mitspielen und Austauschen.

Mitfeiern:
Alle Fans von Begegnung und Bewegung sind herzlich willkommen! Eintritt frei – mit Snacks & Getränken, einer Bewegungsecke, musikalischer Begleitung und kurzen Redebeiträgen. 

Mitspielen:
Im 4 gegen 4 treffen Teams unterschiedlicher Hintergründe aufeinander. Fairplay und Spaß stehen im Mittelpunkt der Straßenfußballspiele.

Austauschen:
Infostände, Moderation und Redebeiträge zum Projekt begleiten das Turnier.

Das Projekt „Abseits abpfeifen“ nutzt Fußball als Begegnungsformat, um für soziale Ausgrenzung zu sensibilisieren und soziale Teilhabe zu stärken. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Zusammenhalt – auf und neben dem Platz! Anschließend an die deutsche Straßenfußball-Meisterschaft 2024 auf dem Stühlinger Kirchplatz, rollt nun der Ball auf den Bolzplätzen im Freiburger Seepark.

Interessierte Teams aus Freiburg und ganz Baden-Württemberg können sich bei beneFit e.V. anmelden:
E-Mail: info@benefit-bewegung.de
Website: https://benefit-bewegung.de/abseits-abpfeifen/
Instagram: @benefit.freiburg


Projektmitarbeiter*in mit Schwerpunkt Beratung gesucht

Wir suchen ab sofort eine*n engagierte*n Mitarbeiter*in mit migrationsrechtlicher Expertise zur Verstärkung unseres Teams. Die Aufgaben liegen insbesondere in der Beratung sowie in der Durchführung von migrationsrechtlichen Fortbildungen. Die Stelle ist projektbezogen befristet bis zum 31. Dezember 2026. Der Arbeitsort ist Stuttgart. Teilweises Remote-Arbeiten ist nach Absprache möglich.

Aufgabenschwerpunkte:

  • Asyl- und aufenthaltsrechtliche Beratung von geflüchteten Menschen und (ehrenamtlichen) Unterstützer*innen. Diesefindet in dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt „Aktiv für gesellschaftliche Teilhabe“ statt. Sie umfasst die Auseinandersetzung mit komplexen Fallkonstellationen, unter anderem zu Bleiberechtsoptionen, sozialrechtlichen Angelegenheiten, dem Asylverfahren oder zur Aufenthaltsverfestigung. Die Beratung erfolgt per E-Mail und Telefon.
  • Eigenständige Planung, Organisation und Durchführung migrationsrechtlicher Fortbildungen und Veranstaltungen für Ehrenamtliche, Fachkräfte und Multiplikator*innen – einschließlich eigener Referierendentätigkeit zu Themen wie beispielsweise Bleiberechtsoptionen und aktuellen Entwicklungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht

Zusätzliche Aufgaben sind:

  • Erstellung von Informationsmaterialien (z.B. Verfassen von Homepage-Artikeln und Aktualisierung und Pflege des Grundlagen-Bereichs des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg auf die Webseite, Verfassen von Arbeitshilfen)
  • Übernahme von Aufgaben im Bereich Büroorganisation
  • Zusätzliche Aufgabe im Rahmen der Projekte nach Absprache

Erforderliche Voraussetzungen:

  • Identifikation mit den Zielen und Positionen des Flüchtlingsrates
  • Sehr gute Kenntnisse im Migrationsrecht
  • (mehrjährige) Erfahrung in der asyl- und aufenthaltsrechtlichen Beratung
  • Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Rassismus
  • Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Fortbildungen
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift (C1 oder vergleichbar)

Wünschenswerte Voraussetzungen:

  • Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten und Organisationstalent
  • Flexibilität zur gelegentlichen Arbeit an Abenden und Samstagen, Reisebereitschaft innerhalb Baden-Württembergs
  • Mehrsprachigkeit

Wir bieten:

  • eine abwechslungsreiche und vielseitige Tätigkeit in einem engagierten und wertschätzenden Arbeitsumfeld einer angesehenen Menschenrechtsorganisation
  • regelmäßige kollegiale Beratung, u.a. wöchentlicher Austausch mit einem Volljuristen
  • einen Stellenumfang von bis zu 100 %, nach Absprache in geringerem Umfang 
  • eine Entlohnung in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD BUND), Einstufung in Entgeltgruppe 10
  • stellenbezogene Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Fachkräften, Ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in ganz Baden-Württemberg
  • eine befristete Stelle, deren Fortführung nicht gänzlich auszuschließen ist
  • flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum teilweisen remote Arbeiten

Vollständige Bewerbungen (Motivationsschreiben und Lebenslauf ohne Bewerbungsfoto) bitte mit dem Betreff „Bewerbung Vor- und Nachname“ per E‑Mail an info@fluechtlingsrat-bw.de senden.

Wir möchten ausdrücklich Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zu einer Bewerbung ermutigen.

Bewerbungsschluss ist der 07.06.2026. Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 15.06. und 16.06.2026 in Stuttgart statt.



Spendenaufruf: Schutzwohnung für Abgeschobene in Nigeria

Seit 2019 unterstützt der Verein Refugees4Refugees das Projekt Deportees Emergency Reception and Support (DERS) als wichtigen Ausdruck von Solidarität für Menschen, die von Abschiebungsgewalt betroffen sind. Viele werden unter schwierigen Umständen festgenommen und in Charter-Abschiebeflüge gesetzt – nur um schließlich am Flughafen von Lagos (Nigeria) ohne jegliche Unterstützung anzukommen.

Für viele dieser Menschen ist Nigeria längst kein vertrauter Ort mehr. Einige haben Jahrzehnte im Ausland verbracht und stehen nun vor der großen Herausforderung, sich in einer fremd gewordenen Stadt zurechtzufinden und wieder Kontakt zu Familie oder Freund*innen aufzubauen. Andere – darunter auch Kinder – kommen in äußerst verletzlichen Zuständen an: körperlich geschwächt, emotional belastet oder mit erheblichen psychischen Problemen. All dies erschwert die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erheblich.

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 ist DERS auf Spenden aus der Zivilgesellschaft angewiesen, um Nothilfe zu leisten. Dazu gehören kurzfristige Unterbringung, Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kontakts zu Angehörigen, medizinische Erstversorgung, Transport sowie weitere grundlegende Hilfen – mit dem Ziel, das Trauma und die Verzweiflung infolge gewaltsamer Abschiebungen zu lindern.

Im Jahr 2022 konnte DERS mit Unterstützung der Omid Foundation eine Vier-Zimmer-Wohnung in Flughafennähe anmieten. Dieses wichtige Projekt – bekannt als „Schutzwohnung“ – schuf einen verlässlichen und leicht zugänglichen Anlaufpunkt. Seitdem dient der Ort als Raum für Sicherheit, Solidarität und kollektive Selbstermächtigung für abgeschobene Personen.

Die Schutzwohnung bietet mehr als nur ein Dach über dem Kopf – sie vermittelt ein Gefühl von Zuhause. Die Bewohner*innen werden ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen und eine Gemeinschaft der Fürsorge aufzubauen. Durch das Engagement von freiwilligen Helfer*innen, die selbst Abschiebung erlebt haben, entsteht ein Raum für gegenseitiges Verständnis, Heilung und Resilienz im Umgang mit traumatischen Erfahrungen.

Doch wie jeder intensiv genutzte Raum zeigt auch diese Wohnung im Laufe der Zeit deutliche Abnutzungserscheinungen. Sie benötigt nun dringend eine sorgfältige Renovierung. Materialien und Strukturen, die bisher zuverlässig funktioniert haben, reichen für die aktuellen Anforderungen nicht mehr aus. Verschleiß und Umwelteinflüsse machen Reparaturen und Erneuerungen unvermeidbar. Dabei geht es nicht nur um Instandhaltung, sondern um den Erhalt einer würdevollen und sicheren Umgebung – insbesondere angesichts zunehmender Abschiebungsmaßnahmen.

Um weiterhin eine sichere, funktionale und einladende Umgebung bieten zu können, muss die Wohnung instand gehalten und weiter verbessert werden. Dazu gehören umfangreiche Renovierungsarbeiten. Angesichts der schlechten Situation der Stromversorgung und der mit den Benzin-Generatoren verbundenen Umweltverschmutzung, soll nun auf Solarenergie umgestiegen werden. Die Frage der Elektrizität ist auch wegen der extremen Hitze, die für viele Abgeschobene ungewohnt ist, sehr wichtig.

Darüber hinaus wird grundlegende Ausstattung wie Matratzen, Bettwäsche, Vorhänge, Moskitonetze, Hygieneartikel, Basismedikamente, Küchenutensilien sowie langlebiges Spielzeug für Kinder benötigt.

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Mit Ihrer Spende kann die Schutzwohnung erhalten bleiben und gestärkt werden, sodass sie weiterhin als Grundlage für Stabilität, Hoffnung und Neuanfang für Menschen dient, die von ungerechten Migrationssystemen betroffen sind. Jeder Beitrag zu dieser Renovierung ist eine direkte Investition in Menschen. Er trägt dazu bei, dass abgeschobene Personen Zugang zu einem Ort haben, der nicht nur bewohnbar, sondern sicher, unterstützend und würdevoll ist.

Was bereits ein Ort der Zuflucht ist, kann noch widerstandsfähiger, inklusiver und wirkungsvoller werden – besonders für diejenigen, die ihn am dringendsten brauchen.

Das wird schnell und ganz konkret benötigt:

  • € 1.250,- für Sanitär-, Reinigung und Schädlingsbekämpfung und Malerarbeiten
  • € 420,- für Wartung der Klimaanlagen und Elektroarbeiten
  • € 650,- für den Austausch von Deckenventilatoren
  • € 1.550,- für Holzarbeiten (Reparaturen an Türen, Betten, Schränken, Küche usw.
  • € 625,- für Erneuerung der Grundausstattung: 5 Matratzen, Bettwäsche, Vorhänge, Moskitonetze, etc.
  • € 1.200,- für Hygieneartikel, Basismedikamente, Handtücher, Küchenutensilien
  • € 800,- für langlebige Gegenstände für Kinder, einschließlich Spielzeug
  • € 1.300,- für Büroausstattung, gerne auch gebraucht (Computer, Drucker und Büromaterial)
  • € 1.900,- Installation und Anschluss von Solarpanelen, Wechselrichter und Batterie

Das Team der DERS-Schutzwohnung bedankt sich im Namen aller Beteiligten für Ihre Unterstützung.

Spendenkonto:

Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V / GLS Bank / IBAN: DE80 4306 0967 7033 0742 00

Verwendungszweck: Schutzwohnung in Lagos

Paypal: https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=9VPH22CHYBEWG

Selbstverständlich sind Ihre Spenden steuerlich absetzbar.


Aktualisierter Leitfaden: Abschiebungen im Kontext Schule

Der baden-württembergische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine aktualisierte Version des Leitfadens Abschiebungen im Kontext Schule. Rechtslage und individuelle Handlungsmöglichkeiten veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Informationen für Lehrkräfte.



Online-Workshop: Grundlagenwissen und Sensibilisierung zu FGM/C

Plan International e.V. organisiert einen zweitägigen digitalen Workshop für Fachkräfte mit dem Thema „Grundlagenwissen und Sensibilisierung zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C)“.

Dieser findet am 09. Juni und 10. Juni 2026, jeweils von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr (4 Stunden inklusive Pausen) statt.

Diese praxisorientierte Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Soziale Arbeit, Pädagogik, Medizin und Schulwesen sowie an weitere Interessierte und vermittelt fundiertes Wissen zum Thema FGM/C. Sie bereitet Sie darauf vor, professionell mit Risiko- und Gefährdungssituationen umzugehen. Der interaktive Workshop bietet Raum für Austausch und Reflexion und verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Fallbeispielen. Begleitende Lesematerialien werden zur Verfügung gestellt.

Themen:

  • Einführung in das Thema FGM/C
  • Kulturelle Hintergründe und soziale Dynamiken
  • Rechtliche Aspekte in Deutschland
  • Umgang mit Gefährdungssituationen, einschließlich Verpflichtungen und Handlungsspielräumen für Fachkräfte

Referentin: Edell Otieno-Okoth

Teilnahmegebühr: 65,00 € (inkl. 19 % Ust.), Zahlung per Rechnung.

Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldeschluss ist am 30. Mai 2026.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung.


Online-Infoabend: Berufliche Orientierung für Ukrainer*innen

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Die Gemeinnützige Elternstiftung Baden-Württemberg lädt am 07. Mai 2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr zu einem digitalen Informationsabend zur Beruflichen Orientierung für ukrainische Eltern und ihre Kinder ein. An diesem Abend soll es darum gehen, wie Eltern ihre Kinder auf dem Weg in den Beruf unterstützen können.

Viele junge Menschen in Deutschland entscheiden sich nach der Schule z.B. für eine berufliche Ausbildung, bei der praktische Erfahrungen im Unternehmen mit theoretischem Wissen aus der Berufsschule kombiniert werden. Die berufliche Ausbildung ist hoch anerkannt und führt in allen Branchen zu qualifizierten Berufsabschlüssen. Die Veranstaltung soll Sie darüber informieren, wie eine solche Ausbildung abläuft und welche weiteren Wege und Abschlüsse es gibt.

Zur Unterstützung wird eine Sprachmittlerin die Informationen in die ukrainische Sprache übersetzen.

Das Angebot ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung notwendig.

Teilnahme über Zoom: https://us06web.zoom.us/j/82335769703


Frankfurt a. M.: Fachtag zu unbegleiteten Minderjährigen und GEAS

Am 12. Juni 2026 wird die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wirksam. Auch unbegleitete Minderjährige (UM) sind von tiefgreifenden Änderungen betroffen. In diesem Zusammenhang stellen sich nicht nur rechtliche, sondern auch viele praktische Fragen.

Der gemeinsam von der Diakonie Hessen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen und dem DIJuF ausgerichtete kostenlose Fachtag am 26. Mai 2026 greift diese Fragen auf und hat zum Ziel, erste Lösungsansätze zu finden. Vertreter*innen von Verbänden, Behörden, Anwaltschaft und Wissenschaft stellen die neuen Regelungen des GEAS für UM vor und diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden in Workshops und im Plenum, wie eine kindeswohlgerechte Umsetzung möglich ist.

Eingeladen sind Fachkräfte aus den Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen sowie Vormünder*innen, Anwält*innen und alle weiteren Interessierten, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten.

Die Veranstaltung ist kostenlos; für die Verpflegung wird ggf. ein Unkosten-Beitrag erhoben. 

Wenn Sie das Programm erhalten möchten, können Sie sich in diesen Verteiler eintragen.


WeCare: kostenlose psychosoziale Onlineberatung für Menschen mit Fluchterfahrung

Das Projekt WeCare bietet psychosoziale Beratung für Menschen an, die traumatische Fluchterfahrungen gemacht haben und sonst keinerlei Möglichkeit auf Beratungsangebote erhalten.

Medical Solidarity International e.V. ist eine humanitäre Organisation und bietet mittels des Projektes WeCare eine psychosoziale Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung an, die in Deutschland angekommen sind. Die kostenlose Beratung findet online statt. Dieses niedrigschwellige Angebot ermöglicht einen selbstbestimmten Zugang zu psychosozialer Hilfe. Im Fokus steht die lösungsorientiere Beratung, die die Weitervermittlung an zusätzliche Hilfsangebote und das Aufzeigen von Handlungsstrategien. Die Beratung wird von traumasensiblen Fachberater:innen durchgeführt und von Sprachmittelnden begleitet. 

Einen direkten Kontakt gibt es per WhatsApp Nachricht an: +49 178 87 96 870 für Arabisch, Farsi, Dari, Deutsch, Englisch, Französisch, Kurmanji, Ukrainisch, Russisch, Spanisch und Türkisch

Gerade gibt es wieder freie Beratungskapazitäten. Verbreiten Sie das Angebot gerne mithilfe dieses Flyers.