Freiburg: Fortbildung zur Härtefallkommission – Kriterien, Verfahren, Antragstellung

Der Flüchtlingsrat lädt in Kooperation mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V. herzlich zu einer Fortbildung zum Thema „Härtefallkommission“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an engagierte Haupt- und Ehrenamtliche, die sich mit dem Verfahren der Härtefallkommission vertraut machen oder ihre Kenntnisse dazu vertiefen möchten. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Informationen und zentrale Fragestellungen, die für die Antragstellung von Bedeutung sind: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit die Kommission ein positives Ersuchen an das Ministerium ausspricht? Wie kann ein Härtefallantrag inhaltlich überzeugend und formal korrekt verfasst werden? Und: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um einen Antrag einzureichen?

Neben fachlichen Impulsen bietet die Fortbildung konkrete Hinweise für die Praxis sowie Raum für Fragen und Austausch. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich über das unten stehende Anmeldeformular an.

Referent: Rechtsanwalt Berthold Münch

Wann: 22. September 2026 – 17:00 bis 19:00 Uhr

Wo: Weihbischof-Gnädinger-Haus, Alois-Eckert-Str. 6, 79111 Freiburg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Aktiv für gesellschaftliche Teilhabe“ statt, unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!


Online-Schulung: GEAS und unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Die GEAS-Anpassungsgesetze sind zum 12.6.2026 in Kraft getreten und passen die deutsche Rechtslage an die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems an. Der Bundesfachverband Minderjährigkeit und Flucht (BuMF e.V.) bietet am 29.07.2026 von 10.00 – 13.30 Uhr eine Online-Schulung zu diesem Thema an.

Was ändert sich damit für unbegleitete minderjährig Geflüchtete?

  1. Einführung und grundsätzliche Einordnung der GEAS-Gesetzgebung
  2. Primat der Kinder- und Jugendhilfe im Screeningverfahren
  3. Alterseinschätzung
  4. Rechtliche Vertretung
  5. Veränderungen Asylantragsstellung und -verfahren

Referent*innen: Irmela Wiesinger (Landeskoordination Hessen), Helen Sundermeyer und Lennart Scholz (BuMF)

Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben. Mehr Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Homepage des BuMF.


Online-Seminar: Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund und Behinderung unterstützen

Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, die zusätzlich mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung leben, stehen oft vor besonderen Herausforderungen. In dieser kostenlosen Fortbildung des Münchner Bildungswerks erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über die Lebenssituation dieser Zielgruppe sowie über bestehende Unterstützungs- und Hilfsangebote in München.

Dieser Kurs zählt als optionales Vertiefungsmodul zum Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche: Behörden und Formularbegleiter:innen, Kurs 166757. Die Anmeldung kann bis zum 20.07.2026 hier erfolgen.

Ihre Referentinnen sind Johanna Bueß, Projektleiterin AbilityAid/ArrivalAid und Katharina Stoib, Projektkoordination Kursprogramm bei AbilityAid.

Kooperation: ArrivalAid gUG, AbilityAid, Bellevue di Monaco, Caritas Netzwerkteam Willkommen-in-München, Caritas Freiwilligen Zentrum Mitte, Ev. Migrationszentrum


Online-Seminar: Familiennachzug

Dieses Seminar von ArrivalAid ist eine Arbeitshilfe für Haupt- und Ehrenamtliche. Die Rechtsanwältin Anna Fröhlich erklärt den Familiennachzug. Sie erfahren, was die Voraussetzungen für einen Familiennachzug sind und wer Recht darauf hat. Außerdem wird geklärt, welche Fallstricke es geben könnte.

Dieses Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Helfer*innen. Für dieses Seminar sind Deutschkenntnisse auf C1-Niveau empfohlen. Einlassvoraussetzung ist die Reservierung eines kostenlosen Tickets. Die Anmeldung erfolgt hier.

Eine Anmeldung ist bis um 15:00 Uhr des Veranstaltungstages möglich.

Das Webinar wird über Zoom stattfinden. Die Zugangsdaten werden den angemeldeten Teilnehmer*innen 2 Stunden vor Beginn per Email geschickt. Bei technischen Fragen könnt ihr eine Email an anne-charlotte.haas@arrivalaid.org schicken.

Für Ehrenamtliche ist die Teilnahme kostenlos. Hauptamtliche werden um eine Spende von 20€ an folgendes Konto gebeten:

ArrivalAid gUG, GLS Bank Bochum, IBAN: DE94 4306 0967 8223 6729 00, BIC: GENODEM1GLS

Dieses Seminar ist Teil der Initiative „BasisSchulung„. Kooperationspartner ist das Münchner Bildungswerk.

Weitere Informationen und eine Übersicht mit allen Akademie-Terminen finden sich unter www.arrivalaid.org/akademie

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Online-Fortbildungsreihe: Abschiebungen aus Unterkünften – Flüchtlingsrecht für die Beratungspraxis

Asylbewerberleistungen, Abschiebungen aus Unterkünften, Syrien und Iran

Die Online-Fortbildungsreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) bietet auch in diesem Jahr eine praxisorientierte und vertiefende Auseinandersetzung zu ausgewählten Themen. Fachexpert:innen vermitteln fundiertes Wissen zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen.

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Berater:innen mit rechtlichen Vorkenntnissen und bietet neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Fragen und Austausch. Die diesjährige Fortbildungsreihe wird durch die Diakonie Deutschland in Zusammenarbeit mit der BAGFW Geschäftsstelle organisiert.

Durchsuchungen und Abschiebungen in Geflüchteten-Unterkünften mit Prof Dr. Marei Pelzer

Dienstag 17.11.2026 09:00 bis 12:00 Uhr

Die Veranstaltung stellt den aktuellen Rechtsrahmen vor, innerhalb dessen Abschiebungen aus Flüchtlingsunterkünften möglich sind. Die jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum Grundrechtsschutz in Unterkünften soll ebenso beleuchtet werden, wie die Frage von Handlungsmöglichkeiten für Berater:innen.

Dr. Marei Pelzer ist Professorin für das Recht der Sozialen Arbeit und der sozialen Einrichtungen an der Hochschule Fulda.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Online-Fortbildungsreihe: Schutzsuchende aus dem Iran – Flüchtlingsrecht für die Beratungspraxis

Asylbewerberleistungen, Abschiebungen aus Unterkünften, Syrien und Iran

Die Online-Fortbildungsreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) bietet auch in diesem Jahr eine praxisorientierte und vertiefende Auseinandersetzung zu ausgewählten Themen. Fachexpert:innen vermitteln fundiertes Wissen zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen.

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Berater:innen mit rechtlichen Vorkenntnissen und bietet neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Fragen und Austausch. Die diesjährige Fortbildungsreihe wird durch die Diakonie Deutschland in Zusammenarbeit mit der BAGFW Geschäftsstelle organisiert.

Schutzsuchende aus dem Iran – Hinweise für die Beratungspraxis mit RA Jens Dieckmann

Donnerstag, 19.11.2026 13:00 bis 15:30 Uhr

Was bedeutet die Aktuelle Situation im Iran für Iraner:innen in Deutschland. Welche Gruppen sind besonders gefährdet? Hat sich die Lage im Iran nur verschärft oder ist sie gänzlich neu zu bewerten?

RA Jens Dieckmann ist seit 30 Jahren bundesweit im Asyl- und Aufenthaltsrecht als Rechtsanwalt tätig. Er befasst sich fortlaufend mit der Lage im Iran und berät Iraner:innen zu sämtlichen Fragen in laufenden Verfahren.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Online-Fortbildungsreihe: Schutzsuchende aus Syrien – Flüchtlingsrecht für die Beratungspraxis

Asylbewerberleistungen, Abschiebungen aus Unterkünften, Syrien und Iran

Die Online-Fortbildungsreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) bietet auch in diesem Jahr eine praxisorientierte und vertiefende Auseinandersetzung zu ausgewählten Themen. Fachexpert:innen vermitteln fundiertes Wissen zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen.

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Berater:innen mit rechtlichen Vorkenntnissen und bietet neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Fragen und Austausch. Die diesjährige Fortbildungsreihe wird durch die Diakonie Deutschland in Zusammenarbeit mit der BAGFW Geschäftsstelle organisiert.

Schutzsuchende aus Syrien – Hinweise für die Beratungspraxis mit RA Jens Dieckmann

Donnerstag, 05.11.2026 13:00 bis 15:30 Uhr

Wie geht es weiter mit den Asylverfahren von Syrer:innen in Deutschland? Müssen syrische Staatsangehörige mit Schutzstatus in Deutschland mit einem Widerruf ihres Schutzstatus rechnen? Welche Perspektiven bestehen für Inhaber:innen humanitärer Aufenthaltserlaubnisse aus Syrien?

RA Jens Dieckmann ist seit 30 Jahren bundesweit im Asyl- und Aufenthaltsrecht als Rechtsanwalt tätig. Er berät Syrer:innen zu sämtlichen Fragen in laufenden Verfahren.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Online-Fortbildungsreihe: Asylbewerberleistungsgesetz – Flüchtlingsrecht für die Beratungspraxis

Asylbewerberleistungen, Abschiebungen aus Unterkünften, Syrien und Iran

Die Online-Fortbildungsreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) bietet auch in diesem Jahr eine praxisorientierte und vertiefende Auseinandersetzung zu ausgewählten Themen. Fachexpert:innen vermitteln fundiertes Wissen zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen.

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Berater:innen mit rechtlichen Vorkenntnissen und bietet neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Fragen und Austausch. Die diesjährige Fortbildungsreihe wird durch die Diakonie Deutschland in Zusammenarbeit mit der BAGFW Geschäftsstelle organisiert.

Asylbewerberleistungsgesetz in der Praxis mit RA Volker Gerloff.

In den vier Teilveranstaltungen erfolgt ein umfassender Einblick zu den wichtigsten Fragen für die Beratungspraxis zum Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Rechtsanwalt Volker Gerloff ist Fachanwalt für Sozialrecht und ein ausgewiesener Experte zu Fragen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG). Er berät und vertritt seit über 20 Jahren bundesweit Mandant:innen in sozialrechtlichen Angelegenheiten.

Dienstag 08.09.2026, 09:00 bis 12:30 Uhr

Grundlagen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG)

Dienstag 15.09.2026 09:00 bis 12:30 Uhr

Existenzsicherung

Dienstag 22.09.2026 09:00 bis 12:30 Uhr

Gesundheitsversorgung

Dienstag 29.09.2026 09:00 bis 12:30 Uhr

Rechtsschutz

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ihre Anmeldung gilt für alle 4 Termine. Sollten Sie bestimmte Termine nicht wahrnehmen können, entstehen Ihnen keine Kosten.

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Musterschriftsätze: Widerspruch und Überprüfungsantrag gegen Dublin-Leistungskürzungen nach EuGH-Urteil

Seit der Gerichtsentscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 4. Juni 2026 ist klar: Die bisherigen Dublin-Leistungskürzungen nach dem deutschen Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) waren rechtswidrig. Menschen im Dublin-Verfahren wurden jahrelang Leistungen ausgezahlt, die zu gering waren, um einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten.

Ehemals Betroffene können hiergegen nun mithilfe der von Pro Asyl entwickelten Musterschriftsätze vorgehen. Bei Bescheiden die unter einem Monat (bzw. ein Jahr bei Fehlen der Rechtsmittelbelehrung) alt sind kann Widerspruch und eine anschließende Klage beim Sozialgericht sowie ggfs. ein zusätzlicher Eilantrag beim Sozialgericht eingelegt werden, damit die Kürzung aufgehoben und ungekürzte Leistungen gezahlt werden. Bei älteren Kürzungen, die bereits bestandskräftig geworden sind, kann ein Überprüfungsantrag gestellt werden, um vorenthaltene Leistungen einzufordern (rückwirkend ab dem 1.1.2025). So lässt sich das Verwaltungsverfahren erneut öffnen. Betroffene können hierfür die  Musterschriftsätze für den Widerspruch und den Überprüfungsantrag nutzen.



Bericht: Zwischenbilanz der Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Geschützten

Eine Familie und trotzdem voneinander getrennt. Seit einem Jahr ist der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte nun ausgesetzt und Betroffene leiden unter enormen psychischen und sozialen Folgen.

Diese Bilanz ziehen das International Refugee Assistance Projekt (IRAP) und der Deutsche Caritasverband in ihrem Bericht „Familien leben ausgesetzt: Zwischenbilanz nach einem Jahr Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte“. Verdeutlicht wird das Leid und die zeitgleiche Dysfunktionalität, Langwierigkeit und den erschwerten Zugang zum Rechtsschutz durch den Ablauf der Einzelfallprüfung für Härtefälle. Die Härtefallregelung, die die grund- und menschenrechtliche Last der Aussetzung auffangen sollte, droht damit, ins Leere zu laufen. 

Der Bericht fasst die Erkenntnisse aus einer Umfrage unter knapp 300 Migrationsberaterinnen und -beratern und Erfahrungen aus der anwaltlichen Praxis des International Refugee Assistance Project mit der Aussetzung zusammen und ordnet diese in höchstgerichtliche Rechtsprechung ein. Ein Vergleich mit der Praxis anderer EU-Staaten macht darüber hinaus deutlich, dass der deutsche Gesetzgeber die Aussetzung ausgesprochen restriktiv ausgestaltet hat.