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In verschiedenen Bereichen des Asyl- und Aufenthaltsrechts spielt die Frage eine wichtige Rolle, ob krankheitsbedingte Umstände ein Abschiebungshindernis darstellen können. Im Asylverfahren muss beispielsweise geprüft werden, ob eine Rückkehr ins Herkunftsland bei erkrankten Personen zu einer deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands führen würde. Auch bei einer drohenden Beendigung des Aufenthalts stehen Beratende und Behörden häufig vor der Frage, ob durch Ausreise oder Abschiebung gesundheitliche Risiken entstehen.
Die überarbeitete Broschüre „Krankheit als Abschiebungshindernis“ (Stand: Januar 2026), herausgegeben vom Deutschen Roten Kreuz und dem Informationsverbund Asyl und Migration e.V., erläutert die Zuständigkeiten der Behörden, die Unterscheidung zwischen Erkrankungen mit Bezug zum Zielland oder zum Inland sowie die rechtlichen Grundlagen für Abschiebungshindernisse und mögliche Ansprüche auf Aufenthaltstitel oder Duldung. Sie enthält zudem praxisnahe Hinweise und übersichtliche Darstellungen, zum Beispiel zu den Kriterien, die bei der Vorlage ärztlicher Atteste zu beachten sind.
Die Broschüre kann als PDF heruntergeladen werden.
Mit Beschluss vom 30. September 2025 (2 BvR 460/25) hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass auch Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften vom Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) geschützt sind. Behörden dürfen diese Räume nicht ohne richterliche Anordnung betreten oder gewaltsam öffnen – selbst dann nicht, wenn eine Abschiebung durchgeführt werden soll.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 3.397 Menschen aus Baden-Württemberg abgeschoben. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Zahlen erneut an (2.873 Personen). Bereits von 2023 auf 2024 waren die Zahlen deutlich gestiegen, von 2.099 auf 2.873 Abschiebungen.
Im Jahr 2025 wurden 13 Menschen nach Afghanistan abgeschoben, im Jahr 2024 waren es noch fünf. Zudem wurde 2025 eine Person in den Iran abgeschoben.
Die meisten abgeschobenen Personen stammten aus der Türkei (411 Personen), gefolgt von Georgien (329 Personen) und Nordmazedonien (248 Personen).
Die Tabellen unterscheiden zwischen Herkunftsland und Zielland. Nicht alle Menschen werden in ihr Herkunftsland abgeschoben. Dies hängt unter anderem mit sogenannten Dublin-Überstellungen zusammen oder mit Fällen, in denen Personen bereits in einem anderen europäischen Staat einen Schutzstatus erhalten haben. So stammten beispielsweise 411 abgeschobene Personen aus der Türkei, tatsächlich in die Türkei abgeschoben wurden jedoch nur 248 Personen.
Anhand der Zahlen zu den Herkunftsländern wird ersichtlich, wie viele Menschen mit einer bestimmten Staatsangehörigkeit abgeschoben wurden. Die Zahlen zu den Zielländern zeigen hingegen, in welche Staaten wie viele Personen tatsächlich abgeschoben wurden.
Im zweiten Halbjahr 2025 wurden insgesamt 1.556 Menschen aus Baden-Württemberg abgeschoben. Am häufigsten betroffen waren Menschen aus der Türkei mit 206 Abschiebungen insgesamt und 130 Abschiebungen in die Türkei. Diese Differenz lässt sich unter anderem auf Abschiebungen in andere Staaten im Zusammenhang mit Dublin-Verfahren zurückführen. Es folgten Georgien mit 122 Abschiebungen und Algerien mit 111 Abschiebungen, wobei 75 Personen nach Algerien abgeschoben wurden. Nach Afghanistan wurden im zweiten Halbjahr 2025 13 Menschen abgeschoben.