Stuttgart: Blackbox Abschiebung – Vortrag und Diskussion

Abschiebungen – ein Begriff, der überall in der migrationspolitischen Debatte zu hören und zu lesen ist. Betroffen sind u.a. Freund*innen, Kolleg*innen, Angestellte, Geschwister, Vorbilder oder Wegbegleiter*innen. Menschen, die in der öffentlichen Diskussion oft keine Lobby haben. Doch was passiert bei Festnahmen, Inhaftierungen und Abschiebungen eigentlich genau? Wie läuft das in der Regel ab? Und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gibt es?

Rechtsanwalt Peter Fahlbusch vertritt seit mehr als 25 Jahren schwerpunktmäßig Menschen in Abschiebungshaft. Mehr als 50% seiner Mandant*innen waren (zeitweise) zu Unrecht eingesperrt. Warum und auf welchem Weg kommen Menschen in Abschiebungshaft? Wie kommt es zu den rechtswidrigen Inhaftierungen? Und was kann man hiergegen tun? Um all dies und manches mehr wird es bei dem Vortrag und der anschließenden Diskussion gehen.

Die Veranstaltung findet am 29. Oktober 2026 von 18-20.30 Uhr im „Kiosk“ im Prisma (Bahnhofstraße 14-18, 70372 Stuttgart) statt. Sie sind herzlich eingeladen, ab 17.30 Uhr gemütlich anzukommen, der Vortrag von Peter Fahlbusch beginnt um 18 Uhr.

Um Anmeldung über das untenstehende Formular wird gebeten. Eine spontane Teilnahme ist selbstverständlich trotzdem möglich.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Aktiv für gesellschaftliche Teilhabe“ statt, unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg.


Infobroschüre: Geflüchtete aus Syrien

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. hat am 11. September 2026 gemeinsam mit der AWO Schleswig-Holstein, dem Diakonischen Werk SH, der Landesbeauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen SH, dem PARITÄTISCHEN SH und der Syrischen Gemeinde SH die mehrsprachige Handreichung Informationen für Geflüchtete aus Syrien veröffentlicht.

Die dreisprachige Broschüre (Deutsch, Kurdisch und Arabisch) informiert über Aufenthaltsstatus, Voraussetzungen für Niederlassungserlaubnis, Einbürgerung sowie Schutz vor möglichen Widerrufsverfahren.


Online-Fortbildung: Familiennachzug

Der Flüchtlingsrat BW lädt herzlich zur Online-Fortbildung zum Thema Familiennachzug am 8. Oktober 2026 von 18-20 Uhr über Zoom ein!

Welche Möglichkeiten des Familiennachzugs gibt es für Menschen mit anerkanntem Flüchtlingsschutz, subsidiär Schutzberechtigte und Personen mit anderen humanitären Aufenthaltstiteln? Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf praktischen Hinweisen für die Beratungspraxis, zudem werden Rechtsmittel und die anwaltliche Vertretung im Visaverfahren thematisiert. In begrenztem Rahmen soll zudem auf länderspezifische Besonderheiten zu Afghanistan, Syrien, Iran, Eritrea und Irak eingegangen werden. Die Veranstaltung richtet sich an Geflüchtete sowie ehrenamtlich oder hauptamtlich Engagierte und Interessierte im Bereich Flucht und Asyl.

Referentin: Julia Fopp (Migrationsberatung für die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz)

Eine Anmeldung über das untenstehende Formular ist erforderlich. Die Zugangsdaten für Zoom erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Aktiv für gesellschaftliche Teilhabe“ statt, unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg.


Rechtsgutachten: Inklusion und Diskriminierungsschutz im Asylverfahren

Handicap International e. V. – Crossroads hat ein neues Rechtsgutachten veröffentlicht, das untersucht, wie Asylverfahren und Schutzentscheidungen im Einklang mit der UN-BRK ausgestaltet und getroffen werden müssen. Denn die Bedarfe und Rechte geflüchteter Menschen mit Behinderungen werden im Asylverfahren noch häufig nicht ausreichend berücksichtigt.

Das Gutachten zeigt, welche Anforderungen sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention für Asylverfahren und Schutzentscheidungen ergeben, von barrierefreien Verfahren bis zur behinderungssensiblen Prüfung von Verfolgung und Rückkehrgefahren.

Die Veröffentlichung enthält rechtliche Argumentationsansätze, einschlägige Rechtsprechung sowie behinderungsspezifische Herkunftslandinformationen zu Afghanistan, Irak und Syrien. Sie richtet sich insbesondere an Beratungsstellen, Anwaltschaft, Gerichte und Behörden.


Handicap International e.V. – Crossroads, August 2026: Inklusion und Diskriminierungsschutz im Asylverfahren. Schutzgewährung im Einklang mit der UN-BRK


Forschungsbericht: Was die Kinder- und Jugendhilfe von jungen Geflüchteten lernen kann

Wie erleben junge Geflüchtete das Ankommen, den Hilfeverlauf und den Übergang in die Eigenständigkeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe? An welchen Stellen können junge Geflüchtete eigene Entscheidungen treffen? Woran werden sie beteiligt und wie gestalten sie mit? Und was können Fachkräfte und Organisationen aus ihren Erfahrungen lernen? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die Abschlusspublikation der Servicestelle junge Geflüchtete:

„Selbstständigkeit ermöglichen, Beteiligung leben. Was die Kinder- und Jugendhilfe von jungen Geflüchteten lernen kann. Ein Forschungsbericht mit Praxishinweisen für Fachkräfte.“

Der Bericht basiert in besonderer Weise auf den Erfahrungen und Perspektiven der jungen Menschen, die während des Projektzeitraums kontinuierlich begleitet wurden. In wiederkehrenden Gesprächen haben sie Einblicke in ihre Lebenssituationen gegeben und ihre Wahrnehmungen, Wünsche und Einschätzungen geteilt. Ihre Beiträge bilden die zentrale Grundlage der Veröffentlichung und machen sichtbar, wie Selbstständigkeit und Beteiligung aus Sicht junger Geflüchteter ermöglicht, ausgehandelt oder auch begrenzt werden. Aus den Ergebnissen leitet die Publikation konkrete Hinweise für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ab.

Dem Bericht ist zudem ein Plakat zu den Beteiligungsrechten junger Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe beigelegt. Das Plakat soll junge Menschen über Ihre eignen Rechte informieren und kann beispielsweise in Einrichtungen, Teamsitzungen oder Fortbildungen eingesetzt werden.

Der Forschungsbericht kann kostenfrei als Print-Version über die Homepage der Servicestelle junge Geflüchtetes bestellt werden, darin ist standardmäßig ein Plakat enthalten. Sie können Plakate gerne auch separat oder in einer größeren Stückzahl bestellen. 

Zur digitalen Ausgabe des Forschungsberichts kommen Sie hier.


Online-Fachtag: Die GEAS-Reform, geflüchtete Familien und Kinder

Mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Asylverfahren in Europa grundlegend verändert. Die neuen Regelungen betreffen nahezu alle Bereiche des Ankommens und der Teilhabe geflüchteter Menschen – vom Zugang zum Asylverfahren über Unterbringung und Versorgung bis hin zu Bildung und besonderen Schutzbedarfen.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Beratung und Begleitung geflüchteter Menschen? Welche Veränderungen kommen insbesondere auf Familien, Kinder und andere besonders schutzbedürftige Personen zu? Und wie können Fachkräfte und Ehrenamtliche die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen in ihrer täglichen Arbeit einordnen?

Gemeinsam mit Andrea Kothen, Referentin in den Bereichen Frauen und Soziales bei Pro Asyl, Charlotte Föcking, juristische Referentin bei Equal Rights Beyond Borders e.V., Anna Frölich, Fachanwältin für Migrationsrecht, und Hannah Sommer wirft die Veranstaltung einen praxisnahen Blick auf einige der wichtigsten Änderungen der GEAS-Reform und deren Auswirkungen für Familien und Kinder.

Der Fachtag findet am Donnerstag, den 17. September 2026, von 9:00 – 15:30 Uhr statt und wird vom Bayerischen Flüchtlingsrat organisiert. Er richtet sich an Fachkräfte und interessierte Ehrenamtliche aus den Bereichen Migrations- und Flüchtlingsarbeit, Frauenberatung, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialberatung, Bildungs- und Schuleinrichtungen, Integrationsarbeit und zivilgesellschaftliche Initiativen.

Die Kosten für die Teilnahme liegen bei 30 Euro. Der ermäßigte Preis liegt bei 15 Euro nach Selbsteinschätzung.

Anmeldung unter: frauen@fluechtlingsrat-bayern.de